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Energiepauschale: Wer Anspruch auf die 300 Euro hat und wann das Geld auf dem Konto ist

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Von: Patricia Huber

Im September startet die Auszahlung der Energiepauschale. Aber wer erhält sie überhaupt? Und was gilt es zu beachten? Die wichtigsten Infos im Überblick.

München – Mit dem Entlastungspaket möchte die Bundesregierung den Bürgern finanziell unter die Arme greifen. Die steigenden Preise, besonders im Energie-Sektor, sind für viele Verbraucher eine große Belastung. Während Neun-Euro-Ticket und der Tankrabatt bereits seit knapp zwei Monaten in vollem Gange sind, kommt der dritte große Entlastungs-Posten erst im September. Dann wird die Energiepauschale in Höhe von 300-Euro gezahlt. Aber wer erhält sie eigentlich und wie wird sie ausgezahlt? Die wichtigsten Fragen und Antworten im Überblick:

Wer erhält die Energiepauschale?

Jeder, der in Deutschland wohnt und dort im Jahr 2022 Einkünfte bezieht, die steuerpflichtig sind. Dazu zählt beispielsweise Einkommen aus der Land- und Forstwirtschaft, aus dem Gewerbebetrieb, aus selbstständiger Arbeit oder ganz klassisch Einkünfte als Arbeitnehmer aus einer aktiven Beschäftigung.

Erhalten auch Auszubildende die Energiepauschale?

Ja, auch Auszubildende sind anspruchsberechtigt. Genauso wie Minijobber und Aushilfen in der Land- und Forstwirtschaft, Freiwillige im Bundesfreiwilligendienst, Werkstudenten und Studenten im bezahlten Praktikum.

Erhalten auch Rentner die Energiepauschale?

Ja, sofern ein einkommensteuerpflichtiger Job im Jahr 2022 ausgeführt wurde oder der Rentner ohnehin einer Einkommensteuerpflicht unterliegt. Nimmt der Rentner einen Job an, genügt es bereits, wenn er nur einen Tag angestellt war. Aber es ist auch Vorsicht geboten. Auf der Website des Bundesfinanzministeriums heißt es: „Wird nur pro Forma ein Vertrag abgeschlossen, um die Energiepauschale zu erhalten (z.B. „Gefälligkeitsverhältnis“), besteht kein Anspruch […]. Auf mögliche straf- oder bußgeldrechtliche Konsequenzen wird hingewiesen.“

Energie-Pauschale: Arbeitnehmende müssen mit weniger rechnen, Rentner mit gar nichts.
Aufgrund steigender Energiekosten dürfen sich etliche Bürger über 300 Euro Entlastungspauschale freuen. (Symbolbild) © Hauke-Christian Dittrich/dpa

Muss die Energiepauschale versteuert werden?

Ja, die Energiepauschale ist steuerpflichtig.

Wie wird die Pauschale ausgezahlt?

Im Normalfall soll die Pauschale im September vom Arbeitgeber an den Arbeitnehmer ausgezahlt werden, wie Merkur.de berichtet. Selbstständige können den Betrag von der Steuer-Vorauszahlung abziehen.

Erhalten auch Hartz-IV-Empfänger die Energiepauschale?

Nein, Hartz-IV-Empfänger erhalten stattdessen einen Bonus von 200 Euro, der bereits im Juli ausgezahlt wird. Wer seinen Hartz-IV-Satz jedoch aufstockt, kann beide Leistungen erhalten. Die Pauschale würde dann sogar nicht als Einkommen gewertet, da es sich dabei ebenfalls um eine staatliche Sozialleistung handelt, schreibt das Bundesfinanzministerium. (ph)

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