Vier Tote und sieben Verletzte

Vier Tote bei Unfall bei Göttingen - Feuerwehr: "So geschockt waren wir noch nie."

  • Diana Rissmann
    vonDiana Rissmann
    schließen
  • Stefan Rampfel
    Stefan Rampfel
    schließen

Vier Menschen sind bei einem Unfall bei Dransfeld in Niedersachsen ums Leben gekommen. Die Feuerwehrleute sind geschockt. 

  • Schrecklicher Unfall kurz vor Weihnachten in Niedersachsen
  • Vier Tote bei  schwerem Unfall bei Dransfeld bei Göttingen am Samstagabend (21.12.2019) 
  • Fünf Fahrzeuge sind kollidiert
  • Ermittlung zur Unfallursache dauern an - Straße B3 in Niedersachsen war bis Sonntagmittag gesperrt

Update, 23.12.2019, 17.20 Uhr: Einen Verkehrsunfall dieser Größenordnung haben viele Einsatzkräfte in der Gegend um Göttingen in Südniedersachsen noch nicht erlebt: Nach dem schweren Unfall mit vier Toten und sieben teils schwer Verletzten auf der B 3 bei Dransfeld bei Göttingen am Samstagabend sind viele Menschen betroffen insbesondere auch die Retter selbst, die stundenlang im Einsatz waren.

Nach dem Unfall bei Göttingen mit vier Toten: B3 auch am Folgetag noch gesperrt

Bis weit in den Sonntag war die Strecke bei Göttingen noch für den Verkehr gesperrt. Am Vormittag begutachteten erneut ein Sachverständiger und Beamte der Polizei Hann. Münden die Stelle, an der am Abend zuvor vier Menschen beim Frontalzusammenstoß zweier PKW ihr Leben verloren. Mit Abschluss der polizeilichen Maßnahmen und der Fahrbahnreinigungsarbeiten konnte die Vollsperrung der Bundesstraße gegen 14.15 Uhr aufgehoben werden. Sowohl die Leichen als auch die fünf beteiligten Fahrzeuge bleiben zunächst für weitere Untersuchungen beschlagnahmt.

Dransfeld in Niedersachsen: Nur noch Markierungen erinnern an den schrecklichen Unfal

Mittlerweile erinnern nur noch einige Zeichnungen auf der Straße an den schweren Unfall. Viele Menschen aus  Dransfeld in Niedersachsen kamen zu Fuß zum Unfallort, um sich selbst ein Bild von der Stelle zu machen, wo am Abend zuvor vier Menschen ihr Leben verloren haben. 

Nur noch die Markierungen der Polizei deuten darauf hin, was am Wochenende hier passiert ist: Vier Menschen haben bei einem Unfall nahe Dransfeld ihr Leben verloren, sieben wurden verletzt.

Anwohner an der B3 bei Dransfeld sind schockiert: So einen schrecklichen Unfall hier noch nie erlebt

Brigitte und Karl-Otto Magerkurth aus Dransfeld gehen oft diese Strecke zu Fuß bis nach Varmissen. "Ich lebe schon zwanzig Jahre in Dransfeld, aber an so einen schweren Unfall kann ich mich nicht erinnern", sagt Karl-Otto Magerkurth. "An dieser nicht unproblematischen Stelle gab es schon immer Unfälle, aber so geschockt wie heute waren wir noch nie." 

Unfall bei Göttingen mit 4 Toten: Anwohner haben kein Verständnis für fehlendes Überholverbot 

Dass genau an dieser Stelle der B 3 mit der unübersichtlichen Kuppe kein Überholverbot gelte, sei sträflich, so der Dransfelder. "Gerade junge Menschen überschätzen sich, und sie haben noch keine große Fahrpraxis", ergänzt Brigitte Magerkurth.

Feuerwehr Dransfeld: Einen Unfall in dieser Größenordnung noch nicht erlebt

"Man kann dankbar sein über jeden Tag, den man heile nach Hause kommt." Gerade nach diesem schweren Unfall wünsche sich das Ehepaar, dass die Verkehrsteilnehmer bei Dransfeld bei Göttingen moderater fahren. 

Matthias Freter, Pressesprecher der Samtgemeindefeuerwehr Dransfeld, sagt, dass es einen Verkehrsunfall dieser Größenordnung in der Samtgemeinde noch nicht gegeben hat.

"Es war ein Moment, der die vorweihnachtliche Stimmung mit voller Wucht durchbrach. Unser Mitgefühl gilt den Angehörigen der Verstorbenen. Den Verletzten wünschen wir baldige Genesung", heißt es auf der Facebook-Seite der Feuerwehr. Man werde mit den ehrenamtlichen und teilweise sehr jungen Einsatzkräften die Gesprächsangebote der Notfallseelsorger in Anspruch nehmen.

Für Angehörige der Einsatzkräfte gibt es am Dienstag, 7. Januar 2020 im Museumshof Scheden eine Veranstaltung mit dem Titel "Wenn der Einsatz mit nach Hause kommt". Beginn ist um 19 Uhr.

Update, 22.12.2019, 14.23 Uhr: Nach dem schweren Verkehrsunfall am Samstagabend mit vier Toten und sieben teils schwer Verletzten auf der B3 bei Dransfeld haben die Polizei und ein Gutachter der Dekra die Ermittlungen an der Unfallstelle am Sonntagmittag abgeschlossen - seit 14.15 Uhr ist die Straße wieder für den Verkehr freigegeben.

Staatsanwaltschaft Göttingen: Leichen werden eventuell am Montag freigegeben

Die Staatsanwaltschaft Göttingen wird möglicherweise bereits am Montag die Leichen des 65-jährigen Renault-Fahrers und seiner 62 und 86 Jahre alten Mitfahrerinnen zur Bestattung freigeben. 

Der Leichnam der 23-Jährigen mutmaßlichen Unfallverursacherin aus Hann.Münden sowie auch die fünf beteiligten Fahrzeuge bleiben vorerst noch für weitere Untersuchungen beschlagnahmt.

Update, 22.12.2019 10 Uhr: Nach dem schrecklichem Verkehrsunfall mit vier Toten und sieben Verletzten bei Dransfeld in der Nähe von Göttingen werden auch am Sonntag die Ermittlungen zur Unfallursache fortgesetzt - wie die niedersächsische Polizei mitteilt, wird die B3 zwischen Dransfeld und dem Abzweig nach Jühnde bis in den Sonntagvormittag gesperrt bleiben. Die Umleitung führt über die L 559 und den Gaußturm nach Dransfeld.

Tödlicher Unfall bei Dransfeld bei Göttingen: Ermittlungen zur Unfallursache dauern an 

Nach ersten vorliegenden Erkenntnissen der Polizei in Niedersachsen war möglicherweise ein Überholmanöver kurz hinter dem Ortsausgang von Dransfeld der Auslöser für das schreckliche Geschehen. 

Demnach wollte eine 23 Jahre alte Autofahrerin aus Hann. Münden (Landkreis Göttingen) vermutlich mit ihrem Opel im Bereich einer Steigungsstrecke einen vor ihr fahrenden Citroen überholen.

Unfall bei Dransfeld bei Göttingen: Zwei Pkw kollidiert - danach Folgeunfälle mit drei Fahrzeugen

Hierbei kam es aus bislang noch ungeklärter Ursache zum Zusammenstoß mit einem aus Richtung Göttingen entgegenkommenden Renault. 

Anschließend ereigneten sich mehrere Folgeunfälle, in die drei weitere Fahrzeuge verwickelt waren. Alle fünf Insassen der Autos im Alter zwischen 17 und 65 Jahren erlitten dabei leichte Verletzungen. 

Die 23 Jahre alte Opelfahrerin wurde bei der Kollision tödlich, ihre 22 Jahre alte Beifahrerin schwer verletzt. In dem Renault aus Dransfeld verloren der 65 Jahre alte Fahrer sowie zwei 62 und 86 Jahre alte Mitfahrerinnen ihr Leben. Der Beifahrer erlitt schwerste Verletzungen. 

Horrorunfall bei Göttingen: Leichen und Fahrzeuge von Staatsanwaltschaft beschlagnahmt

Gutachter der Dekra ermittelten bis in den späten Abend und auch am Sonntag noch, um den schweren Unfall zu rekonstruieren.

Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Göttingen wurden die Leichname der Getöteten sowie alle fünf Fahrzeuge beschlagnahmt.

Bis weit in den späten Abend waren an der Unfallstelle mehrere Rettungswagen, ein leitender Notarzt, zwei Notfallseelsorger, die Feuerwehren aus Dransfeld, Hann.Münden und Göttingen, das Technische Hilfswerk sowie Gutachter der Dekra vor Ort - die Ermittlungen zur Unfallursache dauern weiter an. 

Erstmeldung, 21.12.2019, 21.16 Uhr: Der Unfall ereignete sich gegen 19.45 Uhr kurz hinter dem Ortsausgang von Dransfeld in Richtung Göttingen. Vier Pkws und ein Kleintransporter sind kollidiert. Die traurige Bilanz: Vier Tote und mehrere Schwerverletzte.

Unfall mit vier Toten bei Dransfeld: Polizei ermittelt mit einem speziellen Fotoverfahren

Die Schwerverletzten vom Unfall bei Dransfeld in Niedersachsen mussten teilweise von der Feuerwehr aus den Wracks gerettet werden. Sie wurden in umliegende Krankenhäuser gebracht. Dazu waren sechs Rettungswagen und vier Notärzte vor Ort. Die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Dransfeld hatten die schwere Aufgabe, die Leichen aus dem Fahrzeugwracks zu bergen. 

Schwieriger Einsatz: Den Einsatzkräften zeigte sich ein Trümmerbild.

Wie der Unfall in der Nähe von Göttingen genau passierte, versucht die Polizei zu ermitteln. Die Beamten sowie ein Sachverständiger sind vor Ort und arbeiten dabei auch mit einem besonderen Fotoverfahren - die Unfallstelle wird dabei so fotografiert, dass im Anschluss eine 3D-Rekonstruktion erstellt werden kann.

Tödlicher Unfall in Niedersachsen: Unfallursache ist noch vollkommen unklar

Die Unfallursache ist noch vollkommen unklar. Fest steht nur, dass Straßenglätte keine Rolle gespielt hat, die Straßen sind trocken. Allerdings ereignete sich der Unfall auf einer Straßenkuppe - vermutet wird derzeit, dass ein Überholmanöver schiefgelaufen ist. 

Die Toten saßen in zwei der fünf am Unfall beteiligten Fahrzeugen - in einem Wagen starb eine Person, in einem anderen wurden drei Insassen tödlich verletzt. Die Identität der Toten und Verletzten ist noch nicht geklärt - die Angehörigen konnten deshalb auch noch nicht informiert werden.

B3 zwischen Dransfeld und Göttingen noch voll gesperrt

Insgesamt waren fünf Fahrzeuge beteiligt: Vier Menschen starben in den Wracks, zwei wurden schwer udn fünf leicht verletzt.

Neben dem Rettungsdienst sind die Freiwilligen Feuerwehren aus Dransfeld und Hann. Münden mit über 30 Einsatzkräften vor Ort, von der Berufsfeuerwehr Göttingen kam ein Rüstwagen, hauptsächlich zur Ausleuchtung der Einsatzstelle. Dies hat später das Technische Hilfswerk aus Hann, Münden übernommen. Ebenfalls an der Einsatzstelle waren zwei Notfallseelsorger. Sie kümmern sich sowohl um die Angehörigen, als auch um die Einsatzkräfte.

Für die Unfallaufnahme sowie die Bergungs- und Aufräumarbeiten ist die Bundesstraße bei Dransfeld voll gesperrt - die Sperrung wird auch noch einige Stunden andauern. Eine Umleitung führt über die L 559 und den Gaußturm nach Dransfeld.

Schwerer Unfall bereits am Nachmittag bei Göttingen: Fahrer stark alkoholisiert mit zwei Kindern verunfallt

Bereits am Samstagnachmittag hatte es auf der gleichen Strecke einen schweren Unfall gegeben. Gegen 13.30 Uhr verunfallte ein Pkw im Waldstück "Groner Holz" zwischen Göttingen und Dransfeld auf der Bundesstraße 3.

Bereits am Nachmittag gab es auf der Strecke zwischen Dransfeld und Göttingen einen schweren Unfall: Ein alkoholisierter Fahrer landete im Straßengarben - er hatte zwei Kinder im Auto.

In einer Linkskurve geriet der Pkw aus dem Bereich Höxter nach rechts von der Fahrbahn ab und fuhr neben der Außenschutzplanke in der Böschung, bevor er nach rund 150 Metern zum Stehen kam. Dabei soll sich das Fahrzeug auch überschlagen haben. 

Zwei ein und zehn Jahre alte Kinder wurden leicht verletzt, ebenso der Fahrer. Dieser musste von der Feuerwehr aus dem Auto befreit werden. Nach Informationen der HNA soll dieser mit 2,6 Promille stark alkoholisiert gewesen sein. Vor Ort waren die Freiwillige Feuerwehr Groß Ellershausen, die Berufsfeuerwehr mit dem Rüstzug. Auch der Rettungshubschrauber landete vor Ort. Die Bundesstraße 3 war für die Dauer des Einsatzes gesperrt.

Dransfeld ist eine Samtgemeinde im Landkreis Göttingen in Niedersachsen und liegt zwischen Hann. Münden und  der Universitätsstadt Göttingen. 

Vor einem halben Jahr ereignete sich ein tödlicher Unfall bei Göttingen, bei dem eine 19 Jahre alte Frau ums Leben kam, wie hna.de* damals berichtete. 

Ein 25-Jähriger ist bei einem Unfall nahe Göttingen ums Leben gekommen. Er schleuderte gegen einen Baum.

Eine 22-jährige Frau wurde bei einem Unfall auf der B3 bei Nörten-Hardenberg schwer verletzt.

Im Autobahndreieck Drammetal bei Göttingen kam es unter der Woche zu einem ungewöhnlichen Unfall. Selbst die Polizei konnte es nicht ganz glauben.

Bei einem tragischen Unfall auf der B 27 bei Waake im Kreis Göttingen wurden mehrere Insassen von zwei Autos teils schwer verletzt. Eines der Opfer ist seinen mittlerweile Verletzungen erlegen. Die Polizei hat die B27 abgesperrt

Bei einem Unfall bei Billingshausen im Landkreis Göttingen ist am Samstagabend ein 19-Jähriger schwer verletzt worden.

Von Stefan Rampfel und Diana Rissmann

hna.de* ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Netzwerks. 

Rubriklistenbild: © Stefan Rampfel

Das könnte Sie auch interessieren