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Händler schneiden Hunden grausam die Ohren ab – aus reiner Geldgier

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Einem mittelasiatischen Schäferhund wurden die Ohren entfernt
Immer wieder werden Hunde für den Profit der Händler missbraucht. © Imago/Yay Images

Ein Kölner Tierheim machte zuletzt auf einen Hund aufmerksam, dem die Ohren entfernt wurden: Kein Einzelfall. Dahinter stecken profitgierige Händler.

Köln – Tierheime berichten immer wieder von Fällen, bei denen Hunden die Ohren oder die Rute entfernt wurde. Diese Praxis von Tieren war vor 40 Jahren noch gang und gäbe. Doch bereits seit 1989 ist das Kupieren, so der Fachbegriff, in Deutschland verboten – es gilt als Tierquälerei. Seitdem weichen Händler häufig ins Ausland aus, um die gesetzliche Regelung zu umgehen. Eine Tierschützerin aus NRW spricht von einem „regelrechten Kupiertourismus“. Dabei haben skrupellose Hundehändler vor allem eines im Sinn: Geld.
24RHEIN erklärt, warum viele Händler ihre Hunde kupieren, welche Rolle Halter dabei spielen und welche Folgen das für die Tiere hat.

Nur in wenigen Ausnahmefällen ist das Kupieren von Hundeohren und -ruten erlaubt. So beispielsweise unter Umständen bei Jagdhunden oder in medizinischen Bedarfsfällen. Unseriösen Händlern ist das offenbar egal. Dazu hat Hester Pommerening vom Deutschen Tierschutzbund eine klare Meinung: „Wer den Schmerz für die Hunde vorsätzlich und ohne vernünftigen Grund herbeiführt, verstößt nicht nur gegen das Tierschutzgesetz, sondern nimmt auch billigend das Leid der Tiere in Kauf“. (mg)

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