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Bluttat in Hamburg: Verdächtiger gefasst - Junge Frau schwebt nach Messerangriff in Lebensgefahr

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Von: Marcus Giebel

Ein Polizeiauto steht hinter Absperrband an einer Bushaltestelle
Tatort: An dieser Bushaltestelle in Hamburg griff der Mann die 19-Jährige an und verletzte sie schwer. © Steven Hutchings/dpa

In Hamburg ist am frühen Donnerstagmorgen eine junge Frau von einem Mann angegriffen worden. Der Täter zückte ein Messer, das Opfer schwebt nach der Attacke in Lebensgefahr. Ein 29-Jähriger wurde festgenommen.

Update vom 23. Juni, 14.20 Uhr: Nach der Messerattacke auf eine 19-Jährige in Hamburg wurde ein Verdächtiger festgenommen. Wie die Polizei mitteilte, sei der 29-Jährige nach „umfangreichen Ermittlungen“ durch die Mordkommission gegen 11.15 Uhr in einer Berufsschule im Stadtteil Ottensen im Westen Hamburgs aufgegriffen worden. Seine Wohnung sei durchsucht worden.

Der Mann habe die afghanische Staatsangehörigkeit. Zunächst teilten die Ermittler nicht mit, in welcher Beziehung er zu dem Opfer stand. Der Verdächtige soll am Freitag einem Haftrichter vorgeführt werden.

Erstmeldung vom 23. Juni:

Hamburg - Eine junge Frau kämpft in einem Hamburger Krankenhaus um ihr Leben. Wie verschiedene Medien berichten, war die 19-Jährige am frühen Donnerstagmorgen von einem Mann mit einem Messer attackiert worden. Dieser habe mehrmals auf das Opfer eingestochen. Die Polizei gibt die Tatzeit mit 6.20 Uhr an und spricht von „diversen Stichverletzungen“. Die Tat ereignete sich demnach an einer Bushaltestelle nahe des Bahnhofs Mümmelmannsberg im Stadtteil Billstedt in der Kandinskyallee.

Offenbar wollte die Frau gerade in einen Bus steigen, als der Täter angriff. Wie die Mopo berichtet, habe sich der Mann den ersten Ermittlungen zufolge von hinten genähert und unvermittelt das Messer gezückt. Die Frau sei schwer verletzt und unter Wiederbelebungsmaßnahmen in eine Klinik gefahren worden. Dort musste sie notoperiert werden. Demnach schwebe sie in akuter Lebensgefahr.

Messerangriff auf Frau in Hamburg: Täter soll Sonnenbrille und Mundschutz getragen haben

Der Täter sei in Richtung B5 geflohen. Von ihm fehlte zunächst jede Spur. Mit einer Hundertschaft der Bereitschaftspolizei und einem Hubschrauber werde das Gebiet rund um den Tatort weiträumig abgesucht. Offenbar trug der Mann eine Sonnenbrille und einen Mundschutz. Laut Polizei war er mit einem schwarzen Kapuzenpullover bekleidet.

Die Mordkommission hat die Ermittlungen aufgenommen, im Raum stehe der Verdacht des versuchten Mordes. Laut Mopo vermutet die Polizei, dass es sich um eine Beziehungstat gehandelt habe. Offiziell heißt es dazu, die Hintergründe seien unklar.

Die Polizei Hamburg bittet Zeugen, die verdächtige Beobachtungen gemacht haben oder Hinweise auf den Täter geben können, sich unter der Rufnummer 040/4286-56789 beim Hinweistelefon der Polizei Hamburg oder einer Polizeidienststelle zu melden. (mg)

Für Aufsehen sorgte jüngst auch der Tod einer 15-Jährigen - als Tatverdächtige gelten ein 13- und ein 14-Jähriger. In Wien wurden zwei Männer nach einem Leichenfund festgenommen. In der Erdinger Altstadt verletzte ein 28-Jähriger drei Männer mit einem Messer.

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