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Höhle der Löwen (VOX): Spott und Kritik im Netz für Muttermilch-Kosmetik

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Von: Jonas Erbas

Bei „Die Höhle der Löwen“ auf VOX pitchten Levke und Björn Lorenzen ein ganz besonderes Hautpflegeprodukt: Mémoire Cosmetics, eine Creme, die sich aus der eigenen Muttermilch herstellen lässt. Die ungewöhnliche Idee sorgte auf Twitter für Aufsehen.

Köln – Wer bei „Die Höhle der Löwen“ antritt, muss sein Produkt nicht nur vor namhaften Investoren wie Carsten Maschmeyer, Dagmar Wöhrl oder Ralf Dümmel glaubwürdig pitchen, sondern gleichzeitig auch Millionen von Fernsehzuschauern von sich überzeugen. Wem das nicht gelingt, dem drohen Hohn und Spott im Netz, vorwiegend auf Twitter. Damit müssen nun auch Levke und Björn Lorenzen umgehen, die in Folge 3 personalisierte Muttermilch-Kosmetik vorstellten.

Höhle der Löwen-Produkt Mémoire Cosmetics erntet Kritik bei Twitter – „Doch nicht ganz dicht“

„Meine Muttermilch enthält einfach alles, was Babys brauchen. Sie ist reich an Vitaminen, Proteinen und Nährstoffen. Darüber hinaus stärke ich das Immunsystem meines Kindes, weil meine Muttermilch alle Antikörper enthält“, referiert Levke Lorenzen in der „Die Höhle der Löwen“-Folge vom 12. September über die Vorzüge von Muttermilch. Die enthalte zudem „von Natur aus alles, was unsere Haut zur Pflege braucht“, fügt Ehemann Björn an – die Löwen scheinen interessiert, nicken zustimmend.

Levke und Björn Lorenzen wollen bei „Die Höhle der Löwen“ personalisierte Muttermilch-Kosmetik pitchen (Fotomontage)
Levke und Björn Lorenzen pitchten bei „Die Höhle der Löwen“ ein eher ungewöhnliches Produkt: die personalisierte Muttermilch-Kosmetik Mémoire (Fotomontage) © Screenshot/Vox/Die Höhle der Löwen

Aus der Not heraus ist dem Paar eine Idee gekommen, die sie nun vor Maschmeyer und Co. pitchen: Weil ihr Töchterchen Ida im Alter von wenigen Wochen bereits an einem hartnäckigen Hautausschlag litt und nichts half, musste eine Lösung her: Muttermilch! Die daraus hergestellte Hautcreme rührte Levke selbst an, weil es bis dato „kein adäquates Produkt“ auf dem Markt gab.

Unter dem Produktnamen Mémoire Cosmetics möchte das Paar nun auch anderen Mütter die Chance geben, ihr individuelles Muttermilchkonzentrat zur Hautpflege anzufertigen.

Muttermilch – eine echte Alleskönnerin

Tatsächlich ist Muttermilch nicht nur unfassbar nahrhaft, sondern auch unglaublich vielseitig anwendbar: So kann es Babys und Kleinkindern bei wunden Stellen, etwa am Po, beim Heilungsprozess unterstützen. Ein bis zwei Tropfen, die ins Nasenloch geträufelt werden, sollen sogar gegen Schnupfen helfen. Muttermilch kann zudem als natürlicher Badezusatz oder bei verklebten Augen verwendet werden.

Auf Twitter stieß der „Höhle der Löwen“-Pitch von Levke und Björn Lorenzen allerdings auf Spott, Misstrauen und Ablehnung, berichtet tz.de: „Die sind doch nicht ganz dicht?“, fragte ein ungläubiger Nutzer, ein anderer mutmaßte, die Zielgruppe seien „zu 90% irgendwelche Leute mit einem Fetisch.“ Eine Vox-Zuschauerin übte indes Kritik: „Reib es doch den Müttern, die nicht stillen können, noch so richtig rein. Die Creme dafür hast du ja.“

Twitter-Nutzer zerreißen die Muttermilch-Kosmetik Mémoire von „Die Höhle der Löwen“
Mémoire Cosmetics überzeugte nicht alle „Die Höhle der Löwen“-Zuschauer, manche zogen das Produkt auf Twitter sogar ins Lächerliche: „Ich muss wirklich gleich kotzen“, lästerte etwa ein Nutzer im Netz © Screenshot/Twitter

Dennoch fand Mémoire Cosmetics einen Abnehmer: Ralf Dümmel merkte zwar an, die Creme sei „zu erklärungsbedürftig“, doch sein Konkurrent Nils Glagau war überzeugt und investierte 60.000 Euro. Dafür bekam der 46-Jährige 30% der Firmenanteile. Das Muttermilchkonzentrat ist nicht das einzige ungewöhnliche Produkt der neuen Staffel: DHDL-Star Carsten Maschmeyer investierte erst jüngst in Nippelpads. Verwendete Quellen: Die Höhle der Löwen (Vox; Staffel 12, Folge 3), twitter.com

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