Carsten Maschmeyer macht nach langwierigen Verhandlungen mit den „aumio“-Gründern kurzen Prozess und steigt aus. Die Kompromisslosigkeit der vier Berliner hat im Netz harsche Reaktionen hervorgerufen.
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Carsten Maschmeyer macht nach langwierigen Verhandlungen mit den „aumio“-Gründern kurzen Prozess und steigt aus. Die Kompromisslosigkeit der vier Berliner hat im Netz harsche Reaktionen hervorgerufen.

Kompromisslose Gründer

„Höhle der Löwen“ (VOX): Dramatischer „aumio“-Pitch sorgt für viel Häme im Netz

  • Sabine Kohl
    vonSabine Kohl
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Das hat die Fans von „Die Höhle der Löwen“ (VOX) in Rage gebracht: Die Gründer der Achtsamkeits-App „aumio“ sind nicht bereit, den Investoren Carsten Maschmeyer und Nils Glagau entgegenzukommen - und lehnen den angebotenen Deal ab. In den sozialen Netzwerken bricht eine Welle hämischer Kommentare über die Gründer herein.

Köln - „Wie dooooof können 4 Jungs zusammen sein?? Da kapiert ja keiner den Sinn des Mehrwerts, gleich zwei Löwen zusammen zu haben“, schreibt etwa ein User auf Instagram unter dem Post zur sechsten Folge der neuen Staffel von „Die Höhle die Löwen“ (VOX). „Sry, aber die letzten Gründer waren für mich einfach nur dumm“, heißt es in einem weiteren Kommentar.

Was war passiert? Vier junge Gründer aus Berlin haben den Investoren in der „Höhle der Löwen“ die Achtsamkeits-App „aumio“ vorgestellt. Jean Ochel, Tilmann Wiewinner, Felix Noller und Simon Senkl wollen für ihre App, die Kindern mit zum Beispiel ADHS oder Angststörungen helfen soll, mit ihren Problemen klar zu kommen, 150.000 Euro. Dafür boten sie den Löwen 10 Prozent der Unternehmensanteile.

„Höhle der Löwen“ (VOX): Fans im Netz überschütten „aumio“-Gründer mit hämischen Kommentaren

Nils Glagau und Carsten Maschmeyer waren ganz begeistert und wollten zusammen einsteigen. Auch Dagmar Wöhrl hatte Interesse. Maschmeyer und Glagau wollten für die 150.000 Euro 20 Prozent der Anteile. Ein Deal, dem die „aumio“-Gründer nicht zustimmen wollten. Maximal 12 Prozent Anteile waren sie bereit, abzugeben. Nach harten Verhandlungen und einer Erhöhung des Angebots um 50.000 Euro hatte Carsten Maschmeyer entnervt hingeschmissen: „Wir können das hier abkürzen. Ihr erkennt im Moment nicht den Vorteil, denkt zu viel in Prozenten. Also ich bin raus.“ Nils Glagau war sogar beleidigt ob der Kompromisslosigkeit der vier Berliner.

In den sozialen Netzwerken herrscht rundum großes Unverständnis für das Verhalten der vier Gründer, die alle Angebote in „Die Höhle der Löwen“ (VOX) rundheraus ablehnten, nicht bereit waren, auf die angebotenen Kompromisse der Investoren einzugehen. Auf Facebook heißt es etwa: „Die vier Jungs hatten - für sich - sicher ihre Gründe. Aber das ist für mich ein tragisches Beispiel von großer Intelligenz, jedoch noch größerer Dummheit. Ich verstehe es nicht.“ Ein anderer User kommentiert: „Die haben nicht verstanden wie viel Mehrwert ihnen das Angebot von Nils und Carsten bietet. Unglaublich. Der Vergleich von Carsten mit dem Flachdach und Hochhaus war echt passend. Selber schuld.“

Andere Nutzer haben den Verdacht, dass es den vier Jungs aus Berlin in „Die Höhle der Löwen“ (VOX) wohl um etwas ganz anderes ging. „Mir kam es so vor als wollten die gar keinen Löwen, sondern nur ihre App ausgiebig im TV präsentieren. Anders kann man diesen Starrsinn nicht erklären“, schreibt ein Kommentator auf Facebook.

„Höhle der Löwen“ (VOX): Shitstorm in den sozialen Netzwerken gegen „aumio“-Gründer

Und auch viele Twitter-User vermuten, dass hinter dem Auftritt der Wunsch nach kostenfreier Werbung steckte, wie bild.de berichtet: „Diese Leute, die nur für Werbung in die Sendung kommen, aber ein realistisches Angebot nicht annehmen, nerven mich“, zitiert das Portal eine Nutzerin. Und auch auf Instagram erhält eine Userin auf ihre Frage, wie man so wenig kompromissbereit sein kann, die Antwort: „Ganz einfach, ich denke, die wollten nur Werbung machen.“

Die vier Gründer von „aumio“ treiben es zu weit. Mit ihrer Kompromisslosigkeit verlieren sie das Wohlwollen der Investoren in „Die Höhle der Löwen“.

Bereits als es in der dritten Folge von Staffel 9 in „Die Höhle der Löwen“ (VOX) um einen Deal für den essbaren Löffel „Kulero“ ging, kam dieser Verdacht auf. Damals wollten sogar drei Investoren - Nils Glagau, Dagmar Wöhrl und Nico Rosberg - gemeinsam in den Deal einsteigen. Nach harten Verhandlungen willigten die Gründer ein, Dagmar Wöhrl erhielt den Zuschlag. Doch nur kurz nach der Sendung hatten Hemant Chawla und Juliane Schöning das Ganze doch noch abgeblasen.

Löwin Dagmar Wöhrl vermutete damals selbst, dass es den Gründern allein um die Präsenz im Fernsehen gegangen sei. Es gebe eben auch „Gründer, die in die Sendung kommen, nicht um einen Deal zu bekommen, sondern eben die Sendezeit*“, wird die Gründerin in einem Bericht von extratipp.com zitiert.

Video: Höhle der Löwen: Deal platzt – und Dagmar Wöhrl platzt der Kragen!

Ganz andere Reaktionen in den sozialen Netzwerken gab es für „Haselherz“-Gründerin Ebru Erkunt aus Hamburg. Die 42-Jährige hatte fünf Jahre gekämpft, um einen Platz in „Die Höhle der Löwen“ (VOX) zu ergattern. Während ihres Pitches konnte sie Tränen der Freude nicht unterdrücken. Belohnt für ihr Durchhaltevermögen wurde sie mit einem Deal von Ralf Dümmel. Im Netz gab es viel Lob für die Gründerin mit dem langen Atem. „Wer so kämpft, muss auch eine Träne verdrücken. Ein Zeichen von Ehrlichkeit“, schreibt etwa ein Nutzer auf Facebook. *extratipp.com ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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