Maria Möller (links) und Laura Mohn aus Frankfurt präsentieren mit „talking hands“ Daumenkinos für Gebärdensprache.
+
Maria Möller (links) und Laura Mohn aus Frankfurt präsentieren mit „talking hands“ Daumenkinos für Gebärdensprache. „Die Höhle der Löwen“ läuft montags um 20.15 Uhr auf VOX.

„talking hands“ aus Frankfurt

Höhle der Löwen (VOX): Gründer wollen Kindern mit Behinderung helfen - mit Daumenkinos

  • Anja Hildmann
    VonAnja Hildmann
    schließen

Kinder mit Kommunikationseinschränkungen haben es häufig schwer, verstanden zu werden. Ein Gründer-Duo stellt bei „Die Höhle der Löwen“ jetzt Daumenkinos vor, die Inklusion fördern sollen.

Köln/Frankfurt am Main - „Wir kämpfen dafür, dass kein Kind aufgrund von Kommunikationseinschränkungen ausgeschlossen wird”, so Maria Möller (27) bei ihrem Pitch in „Die Höhle der Löwen“ (VOX) und Mit-Gründerin Laura Mohn (27) ergänzt: „Vielen Kindern, die nicht lautsprachlich sprechen können, hilft es mit Gebärden zu kommunizieren, also mit den Händen zu sprechen. Das Problem ist aber, dass Kinder, die nicht darauf angewiesen sind, die Gebärdensprache nicht kennen und so auch kein Austausch stattfindet.”

Schnell besteht die Gefahr, dass sich die betroffenen Kinder ausgeschlossen und nicht verstanden fühlen und so nicht richtig am Alltag teilnehmen. Etwa jedes zehnte Kind in Deutschland lebt mit einer Kommunikationseinschränkung. Dazu gehört Schwer- und Gehörlosigkeit, aber auch Autismus oder das Down-Syndrom können die Sprachfähigkeiten vermindern.

Höhle der Löwen (VOX): Gründer wollen mit Daumenkinos Kindern helfen

Damit alle Kinder, ob mit oder ohne Behinderung, gemeinsam Gebärden lernen, hat das Gründer-Duo aus Frankfurt am Main (Hessen) mit „talking hands“ eine neue Lernmethode geschaffen. Jedes seiner Daumenkinos steht für ein Wort und beinhaltet die entsprechende Gebärde. So können Bewegungen ohne technische Hilfsmittel gezeigt werden.

„Die Daumenkinos erwecken bei den Kindern eine Faszination, denn mit dem eigenen Daumen kann man Bilder zum Bewegen bringen”, erklärt Maria den Investoren. Mittlerweile gibt es über 100 Daumenkinos, alle haben einen wasserabweisenden Umschlag und sind ohne giftige Farben für Kinderhände geeignet.

Für die Gründerinnen ist Inklusion eine Herzensangelegenheit und die Daumenkinos sollen erst der Anfang sein. Ihre Vision: Ein Unternehmen aufbauen, dass durch innovative Lehrmittel Inklusion weltweit fördern kann. Um ihr Ziel zu erreichen, benötigen Maria Möller und Laura Mohn 100.000 Euro und bieten dafür 15 Prozent der Firmenanteile.

Video: Dank Koffein-Boost: Bei den „Löwen“ sind die Affen los

Ob sich die Löwen dazu entscheiden, die Herzensangelegenheit des Gründer-Duos zu unterstützen, erfahren Zuschauerinnen und Zuschauer am 25. Oktober um 20.15 Uhr in „Die Höhle der Löwen“ bei VOX. In der gleichen Folge stellen drei Gründer aus Kassel ihr Saatgutkonfetti vor, das anders als herkömmliches Konfetti umweltfreundlich sein soll.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema