Das Team von „Grundriss in Lebensgröße“ aus München
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Das Unternehmen von Maximilian Mühlegg, Gissou Ataee und Lucas Nummer, „Grundriss in Lebensgröße“, soll Bauherren das Leben erleichtern. In der 100. Folge von die „Höhle der Löwen“ (VOX) war damit das allererste Immobilien-Unternehmen in der Sendung am Start.

Finale der Jubiläumsstaffel

Höhle der Löwen (VOX): Investoren kämpfen in Teams um Immobilien-Startup - „I‘m on fire!“

  • Ann-Katrin Hahner
    VonAnn-Katrin Hahner
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Fulminantes Staffelfinale in der „Höhle der Löwen“ (VOX): In der 100. Folge der Sendung kämpften gleich zwei Investoren-Paare um das Startup „Grundriss in Lebensgröße“. Es ist das erste Mal, dass ein Immobilien-Unternehmen mitmacht und dann auch noch alle Löwen begeistert.

Köln - Mit der 100. Folge von „Die Höhle der Löwen“ geht die 10. und damit gleichsam die Jubiläumsstaffel der VOX-Sendung am 25. Oktober zu Ende. Passend dazu wartet die letzte Folge für dieses Jahr mit innovativen Ideen auf. So stellte sich nicht nur „Saatgutkonfetti“ aus Kassel und das Frankfurter Daumenkino „Talking Hands“, mit dem sich Gebärdensprache kinderleicht erlernen lässt, vor. Auch zwei Kölner Gründer waren mit der blauen Seife „colorsafe“ und dem Kochsystem „DeWok“ mit am Start.

Die größte Begeisterung löste aber wohl der letzte Pitch der Folge aus: Das dreiköpfige Team von „Grundriss in Lebensgröße“ setzt genau dort an, wo Architekten und Makler oft an ihre Grenzen stoßen. Durch Zeichnungen und 3D-Animationen bekommen Hausbauer zwar eine ungefähre Ahnung davon, wie ihr Heim in Zukunft aussehen wird, das Raumgefühl fehlt bei diesen Methoden jedoch.

Höhle der Löwen (VOX): Investoren buhlen im Staffelfinale Immobilien-Startup

Um ihren Kunden zu helfen, Quadratmeter, Abstände und Lichtverhältnisse richtig einzuschätzen - und damit nachträgliche Änderungen am Bau und bares Geld zu sparen - haben die Münchner Makler, Lucas Nummer und seine Partnerin Gissou Attaee (beide 27), eine Halle angemietet, in der mit leistungsstarken Projektoren der komplette Grundriss eines Hauses auf den Boden projiziert wird. Der Clou: Durch bewegliche Pappwände und Mobiliar bekommen die zukünftigen Eigenheimbesitzer so die Gelegenheit, ihr Zuhause in Echtgröße zu betreten.

„Die Höhle der Löwen ist immer wieder spannend. Man denkt immer: ‚Da kann überhaupt nichts mehr kommen.‘ Und dann kommt doch wieder etwas“, zeigt sich Dagmar Wöhrl begeistert von der Idee. Und auch Judith Williams ist kaum zu bremsen, denn sie und ihre Familie befinden sich mitten im Hausbau. „Ich muss bei unserem Haus jeden Tag Dinge freigeben, wo ich keine Ahnung habe, ob das überhaupt stimmig ist. Ich hab das Leiden. Ich bin euer Kunde“, schwärmt die Unternehmerin.

In München sind die Termine des Unternehmens komplett ausgebucht. Jetzt wollen die Gründer mehrere Standorte bundesweit aufziehen und hoffen dafür auf ein Investment in Höhe von 300.000 Euro von den Löwen. Carsten Maschmeyer und Judith Williams sind sich recht schnell einig. „Wir machen die groß“, flüstert Maschmeyer Williams zu. Zeitgleich formiert sich nebenan jedoch eine Gegenseite. „Hast du Bock drauf?“, fragt gleichzeitig Nils Glagau bei Dagmar Wöhrl an.

Video: Die Höhle der Löwen: Dieser Currywurst-Gründer macht Investoren sprachlos

Darauf entbrennt ein Wettstreit zwischen den beiden Investoren-Teams. „Das ist eine geile Idee“, sagt Glagau. Er und Wöhrl wollen die geforderten 300.000 Euro liefern, verlangen dafür aber 30 Prozent des Unternehmens. Also zehn Prozent mehr, als die Gründer bereit waren, herzugeben. „Ich möchte, dass wir heute einen Deal machen. I‘m on fire!“, entgegnet Williams. „Sie suchen Leadership und Vertrieb. Und das kann ich liefern“, preist sich Maschmeyer, der früher ein Unternehmen mit 20.000 Mitarbeitern leitete, an. Das Duo aus München - dort leben sowohl Williams als auch Maschmeyer - unterbietet Glagau und Wöhrl: Ihnen reichen bereits 25,1 Prozent für die geforderten 300.000 Euro.

Zwar fällt den Gründern die Entscheidung nicht leicht, am Ende bekommen unter Tränen aber Williams und Maschmeyer den Zuschlag. Als „Höhle der Löwen“-Fans der ersten Stunde war für Nummer und Attaee die Erleichterung groß, die Idole aus der VOX-Sendung für die eigene Idee begeistert zu haben.

Höhle der Löwen: So lief die 10. Staffel auf VOX für die Gründerteams

Insgesamt war die 10. Staffel von „Die Höhle der Löwen“ übrigens eine glückliche für die Gründer: Insgesamt 27 Deals konnten die Startups in den acht Folgen abstauben. Vier der Deals wurden - Stand 25. Oktober - allerdings schon wieder aufgelöst. „Osmans Töchter“, „Tape Art“, „Joybräu“ und „Alphaltkind“ gingen nachträglich getrennte Wege von den Löwen.

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