Carsten Maschmeyer (links) wird wohl kein Fan von „JoyBräu“ der Unternehmer machte den Gründern in der aktuellen Folge von „Höhle der Löwen“ (VOX) einen bösen Vorwurf.
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Carsten Maschmeyer (links) wird wohl kein Fan von „JoyBräu“ der Unternehmer machte den Gründern in der aktuellen Folge von „Höhle der Löwen“ (VOX) einen bösen Vorwurf.

Folge 3 von Staffel 10

Höhle der Löwen (VOX) - Proteinbier JoyBräu schmeckt Carsten Maschmeyer nicht: „Ihr wollt nur Marketing!“

  • Ann-Katrin Hahner
    VonAnn-Katrin Hahner
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Das Hamburger Startup JoyBräu erhofft sich in der dritten Folge von „Höhle der Löwen“ (VOX) einen Deal im Wert von 300.000 Euro für sein alkoholfreies Sportler-Bier. Doch Investor Carsten Maschmeyer hat einen Verdacht. In der Sendung macht er den Gründern einen bösen Vorwurf.

Köln - Ein gutes Getränk nach dem Sport zu finden, ist gar nicht so einfach. Das dachten sich auch die beiden Schifffahrtskaufleute Tristan Brümmer (26) und Erik Dimter (27) bei einer Geschäftsreise vor wenigen Jahren. Nach dem After-Work-Training erschienen den beiden Hamburgern die Protein-Drinks im Fitness-Studio als zu klebrig und vor allem zu süß.

Eine Alternative musste her. Bestenfalls eine, die dem Lieblingsgetränk der beiden Gründer - Bier - am ähnlichsten ist. Zurück in Deutschland machten sich die beiden ans Werk. Dabei stellten sie fest: Ein Bier zur kreieren, welches nach dem Sport die nötigen Proteine und Aminosäuren liefert, war gar nicht so einfach. „Unsere ersten Versuche glichen eher vergorenem Brotteig. Einige Versuche sind sogar explodiert“, berichtet Erik Dimter den Löwen in der dritten Folge der Jubiläumsstaffel. In dieser Folge ist zudem ein E-Motorrad zu sehen, auf welches es bereits Tesla-Chef Elon Musk abgesehen hatte.

Höhle der Löwen (VOX): Carsten Maschmeyer mit bösem Vorwurf an Joybräu-Gründer

Nach Jahren der Tüftelei konnte das Startup im Jahr 2018 auf den Markt gehen und verlässt sich nun auf einen Brauvorgang, bei dem eine spezielle Hefe zum Einsatz kommt. Inzwischen bietet das Unternehmen drei Sorten von JoyBräu an: Die Variante „Light“ enthält 7 Gramm Proteine und ist laut der Gründer für all diejenigen, die auf ihre Linie achten wollen. Das Vitamin-Bier enthält Vitamin C, B12 und B9 und soll für eine schnelle Regeneration sorgen. Die Variante „Zitrone“ hat mit 15 Gramm den höchsten Proteinwert der drei Sorten.

Von den Löwen erhoffen sich die beiden Gründer nun vor allem Hilfe in der Distribution und 300.000 Euro für 10 Prozent der Firmenanteile. Und zunächst scheint alles gut zu laufen, denn die Jung-Unternehmer haben mit ihren Sorten den Geschmack von Judith Williams und Dagmar Wöhrl getroffen. Als es an die Zahlen geht, wird es aber schnell ungemütlich für Brümmer und Dimter.

Sinkende Zahlen im Corona-Jahr 2020 - Carsten Maschmeyer äußert Verdacht

Nachdem das Unternehmen im Jahr 2018 440.000 Euro Umsatz machte und sich im Jahr darauf steigerte (575.000 Euro), brachen die Zahlen im Corona-Jahr 2020 ein. Der Umsatz lag nur noch bei 325.000 Euro. Die Gründer geben zu, vor allem in Sachen Personal falsch gewirtschaftet zu haben (der Kostenblock betrug 625.000 Euro), für die Löwen ist die Finanz-Diskussion - vor allem im Angesicht der hohen Bewertung - ein schaler Beigeschmack.

Als die Gründer dann auf die Frage, warum sie in Sendung gekommen seien, antworten, dass sie Hilfe bei der Distribution benötigen, scheint für Carsten Maschmeyer einiges nicht mehr zusammenzupassen. Der 62-Jährige windet sich in seinem Sessel und schüttelt den Kopf. „Das ist keine nachvollziehbare Begründung, warum ihr in der Höhle seid. Irgendeine innere Stimme sagt mir ‚Nein‘.“

Video: „Die Höhle der Löwen“: Ex-Kandidaten jetzt als Investoren

Zu allem Überfluss schiebt der Geschäftsmann einen bösen Vorwurf in Richtung des JoyBräu-Duos hinterher: „Ich werde das Gefühl nicht los, ihr wollt heute Marketing“, sagt Maschmeyer, bevor er sich komplett aus den Verhandlungen zurückzieht. Als ihm drei weitere Löwen folgen, bleibt am Ende nur noch Nils Glagau im Rennen. (Lesen Sie hier: Georg Kofler übt harsche Kritik an Mini-Camper „Miniatouring“)

Der gibt nach einigem Hin und Her mit einem „Wehe, da sind bei euch irgendwelche Leichen im Keller“ ein Angebot ab: Für 300.000 Euro verlangt der Löwe 25 Prozent der Firmenanteile. Die Gründer zögern nur kurz, machen dann aber einen Gegenvorschlag, den Glagau annimmt: 18 Prozent von JoyBräu gehen für 300.000 Euro an den Bad Homburger. In der vierten Folge von „Die Höhle der Löwen“ wollen zwei Gründer mit Brillen aus Altkleidern einen Deal, verrät 24vita.de*. *24vita.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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