Der Weg von „MyTaag“ in die VOX-Sendung „Höhle der Löwen“ war steinig. Davis Zöllner (links) musste sogar vor Gericht für sein Unternehmen kämpfen.
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Der Weg von „MyTaag“ in die VOX-Sendung „Höhle der Löwen“ war steinig. Davis Zöllner (links) musste sogar vor Gericht für sein Unternehmen kämpfen.

Digitale Visitenkarte „MyTaag“

Höhle der Löwen (VOX): Jung-Gründer (17) kämpft vor Jugendamt und Gericht

  • Ann-Katrin Hahner
    VonAnn-Katrin Hahner
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So junge Gründer hat „Die Höhle der Löwen“ auf VOX noch nicht gesehen: Davis Zöllner und Berkay Cankiran wollen mit ihrer digitalen Visitenkarte „MyTaag“ einen Deal abstauben. Dabei berichtet Zöllner von seinem steinigen Weg in die Sendung.

Köln - Das jüngste Gründerteam, welches je in der Höhle der Löwen (VOX) vorstellig wurde, besteht aus Davis Zöllner (17) und Berkay Cankiran (18). Der eine steht beim Dreh von Folge 5 kurz vor seinem Abitur, der andere ist seit seinem zwölften Lebensjahr Programmierer und als Student der Computer Science an der Uni eingeschrieben. Viel Zeit für Schule und Studium bleibt den beiden Newcomern in der Gründer-Szene aber nicht, denn ihr Start-up „MyTaag“ beansprucht den Großteil ihrer Zeit. (Lesen Sie auch: Diese Bratpfanne aus „Höhle der Löwen“ soll den Markt revolutionieren)

Um „MyTaag“ einen ordentlichen Schub in Sachen Vertrieb zu geben, hoffen Zöllner und Cankiran auf ein Investment der Löwen von 50.000 Euro. Dafür würden die beiden Jung-Unternehmer 30 Prozent ihrer Unternehmensanteile abgeben. Doch zunächst wollen Carsten Maschmeyer, Judith Williams und Co. wissen, um was es bei dem Unternehmen eigentlich geht.

Höhle der Löwen (VOX): MyTaag-Gründer kämpfte vor Jugendamt und Gericht

Wie die zwei Youngster in der fünften Folge der Jubiläumsstaffel von „Die Höhle der Löwen“ (VOX) erklären, werden in Deutschland jährlich etwa 10 Milliarden Visitenkarten gedruckt - von denen dann etwa 80 Prozent nach nur wenigen Tagen wieder im Mülleimer landen. „MyTaag“ will dieser Form der Papierverschwendung den Kampf ansagen. Per NFC (Near Field Communication - zu deutsch Nahfeldkommunikation) sollen Kontaktdaten über Datentransfer ganz einfach abrufbar sein.

Dazu können Kunden auf der „MyTaag“-Website eine Karte oder einen Sticker bestellen, auf dem ein QR-Code zu finden ist. Über diesen kann der Nutzer sein Profil aufrufen und die gewünschten Kontaktdaten und Verlinkungen auf Social-Media-Kanäle eintragen. Sollen die Daten weitergereicht werden, reicht der neuen Bekanntschaft eine Berührung mit dem Smartphone am Sticker oder der Karte, um die Daten ins Mobiltelefon zu laden. „MyTaag“ könnte also die klassische Visitenkarte ersetzen.

Bis es „MyTaag“ in die Höhle der Löwen schaffte, war es jedoch ein steiniger Weg, wie der 17-jährige Davis Zöllner berichtet. Da er zur Zeit der Aufzeichnung der Sendung noch nicht volljährig war und noch mitten in seinem Abitur steckte, musste er sich seine volle Geschäftsfähigkeit rechtlich erst erstreiten. Über Monate kamen so auch die Aktivitäten von „MyTaag“ zum Erliegen. „Ich habe mich sechs Monate vor Gericht, Schule und Jugendamt durchsetzen müssen, um meine volle Geschäftsfähigkeit zu erkämpfen“, erklärt Zöllner den Löwen in der VOX-Gründershow die Pause - und die damit verbundenen Umsatzeinbußen des Start-ups.

Video: Höhle der Löwen: Wie ist die Stimmung?

Zwar wird der 17-Jährige von den Investoren mit viel Respekt für seine Entscheidung bedacht, Judith Williams fehlt allerdings der Nachhaltigkeitsaspekt, da „MyTaag“ mit seinem Produkt neues Plastik produziert. Nach ihr ziehen sich auch Dagmar Wöhrl und Ralf Dümmel aus den Verhandlungen zurück. Nico Rosberg befürchtet, dass das Produkt zu leicht kopiert werden kann und lehnt ein Investment ebenfalls ab. (Lesen Sie hier: Nico Rosberg testet in „Die Höhle der Löwen“ die 3D-Spielekonsole LYMB.iO)

Am Ende ist nur noch Carsten Maschmeyer, der Wunsch-Löwe der beiden Jung-Gründer im Rennen. „Ich will euch hier nicht ohne Hilfe rausgehen lassen“, gesteht der Finanzunternehmer. Zu sehr hat ihn scheinbar der Auftritt der beiden Newcomer überzeugt. Ohne groß zu verhandeln, verspricht Maschmeyer „MyTaag“ die 50.000 Euro. „Jetzt bekommt ihr noch einen Gründer-Vater neben euren leiblichen Eltern“, sagt er zur Verabschiedung. In Richtung seiner Kollegen hat Maschmeyer überdies noch eine kleine Spitze parat: „Ihr werdet es in ein paar Jahren bereuen, dass ihr mir diesen Deal gelassen habt.“

In der fünften Folge kämpften außerdem die Kräuter-Pads von „Löwenkind“, der wassersparende Duschkopf-Aufsatz „bluegreen“ und der Edel-Rasierer „Shavent“ um eine Finanzspritze.

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