Chance beträgt 1 zu 95 Millionen

Lotto-Spieler knackt Eurojackpot: Riesen-Gewinn geht nach Nordrhein-Westfalen

Ein enormer Lotto-Gewinn geht nach Nordrhein-Westfalen, genauer gesagt nach Ostwestfalen. Die Wahrscheinlichkeit den maximal gefüllten Eurojackpot in Höhe von 90 Millionen Euro zu knacken war dabei sehr gering.

Münster - Unglaublich ist die Summe, unvorstellbar die eigentlich geringe Wahrscheinlichkeit: Der maximal gefüllte Eurojackpot von 90 Millionen Euro wandert nach Nordrhein-Westfalen an einen Lotto-Spieler oder eine Tippgemeinschaft aus Ostwestfalen. Und somit schon zum dritten Mal innerhalb von zwölf Monaten nach Deutschland und zum zweiten Mal nach NRW. „Das ist einfach Spielglück“, sagte Westlotto-Sprecher Bodo Kemper der Deutschen Presse-Agentur am Samstag. Die Chance, den Eurojackpot zu knacken beträgt 1 zu 95 Millionen.

Solche Wahrscheinlichkeiten kann das menschliche Gehirn laut Experten nicht begreifen. Bildliche Vergleiche können aber verdeutlichen, wie viel Glück es für einen solchen Coup beim Eurojackpot von Lotto braucht: So ist die Chance bei der Lotterie in 18 europäischen Ländern komplett abzuräumen etwa genauso klein, wie die Wahrscheinlichkeit auf einem ganzen Fußballfeld mit verbundenen Augen zwei rot markierte Grashalme zu finden. (Lesen Sie hier: Das sind die aktuellen Lotto-Gewinnzahlen vom Mittwoch und hier finden Sie die Lotto-Gewinnzahlen vom Samstag)

Lotto-Jackpot: Westlotto macht Geheimnis um den Gewinner - Dieser hat sich noch nicht gemeldet

Woher genau der goldene Tipp mit einem Spieleinsatz von 18,75 Euro auf die Nummern 10, 19, 32, 36, 46 und die beiden Zusatzzahlen 4 und 6 stammt*, die am Freitagabend in Helsinki gezogen wurden, dazu hielt sich Westlotto am Samstag bedeckt. Mehr, als dass der Gewinn nach Ostwestfalen geht, werde man aus Diskretionsgründen nicht sagen, so Westlotto-Sprecher Kemper. Zunächst habe sich der Glückliche auch noch nicht gemeldet, dies sei aber ganz normal. (Lesen Sie hier: Lotto-Millionär lässt Frist verstreichen - Das passiert nun mit dem 11,3-Millionen-Euro-Gewinn)

90 Millionen Euro hat ein Lotto-Spieler oder eine Tippgemeinschaft aus Nordrhein-Westfalen gewonnen.

Vor rund einem Jahr hatte schon einmal jemand aus NRW das Glück, den 90-Millionen-Eurojackpot zu gewinnen - und sich erst einen Monat nach dem Volltreffer gemeldet. Bekannt wurde damals nur, dass das Geld ins Münsterland ging.

Die Leute reagierten ganz unterschiedlich auf solche Gewinne, so Kemper. „Manche sind sehr nachdenklich und gehen zurückhaltend mit dieser lebensverändernden Situation um. Andere sind sehr euphorisch und wollen am liebsten die ganze Welt umarmen.“ Westlotto rate dazu, Ruhe zu bewahren und sich genau zu überlegen, was man mit dem Gewinn macht und wen man in sein Millionen-Geheimnis einweiht.

Lotto-Spieler aus Nordrhein-Westfalen knackt 90 Millionen Euro - Eurojackpot erst zum zwölften Mal am Limit

Der jüngste Erfolg ist der siebte europaweit und der vierte deutsche bei einem maximal gefüllten Eurojackpot, seit dem Start der Lotterie vor rund neun Jahren. Im Mai hatte sich ein Einzelsieger aus Bayern den Gewinn über 90 Millionen Euro gesichert. 2016 räumte ein Spieler aus Baden-Württemberg erstmals den maximal gefüllten Eurojackpot ab - damals der höchste Gewinn in der deutschen Lotto-Geschichte.

Am Freitag lagen zudem bei der Gewinnklasse von rund 1,15 Millionen Euro sieben weitere Tipper richtig. Sie kommen den Angaben zufolge aus Baden-Württemberg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Schweden, Dänemark und der Tschechischen Republik. In Hessen gelang einem Mann aus Frankfurt mit seinem Eurojackpot-Tipp ein Millionengewinn in Höhe von 1.146.823,90 Euro.

Zuvor war der Eurojackpot sechs Mal nicht geknackt worden. Am kommenden Freitag hält er eine Summe von zehn Millionen Euro bereit. Seit dem Start des Eurojackpots im Jahr 2012 hatte die europäische Lotterie zum zwölften Mal die gesetzlich festgelegte Obergrenze erreicht. *heidelberg24.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerkes (dpa)

Rubriklistenbild: © WestLotto - Bodo Kemper

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema