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Sturmtief „Frederic“ wütet weiter über Deutschland: Neue Warnung - Regen und Schnee im Anflug

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Von: Victoria Krumbeck

Der DWD warnt auch am Montag weiterhin vor Sturmböen in einigen Teilen Deutschlands. Sturmtief Frederic hatte am Wochenende teils großen Schäden verursacht.

Update vom 16. Januar, 15.32 Uhr: Das Sturmtief „Frederic“ wühlte Deutschland am Wochenende in einigen Teilen richtig auf. Vor allem den Norden traf es. Der Sturm brachte dort Bäume und Äste zum Abknicken. Aber auch in Hessen hinterließ er Verwüstungen. In Solms (Lahn-Dill-Kreis) kam es zu einem Felssturz wegen der starken Regenfälle. Felsbrocken krachten in die Rückseite eines Gebäudekomplexes, der aus einer Doppelhaushälfte und einem Anbau mit Restaurant besteht.

Wie die Feuerwehr Solms mitteilt, wurden einige Häuser derart beschädigt, dass Einsturzgefahr bestehe. Glücklicherweise sei niemand bei dem Erdrutsch verletzt worden. Die Stadt wollte demnach am Montag zusammen mit einem Experten den Hang inspizieren, um zu klären, wie dieser gesichert werden kann. Auch zum Wochenstart gibt DWD Warnungen heraus (siehe voriges Update)

Sturmtief „Frederic“ wütet weiter über Deutschland: Neue Warnung

Update vom 15. Januar, 10.22 Uhr: Im Südwesten müssen sich die Menschen zum Wochenauftakt weiterhin auf stürmische Bedingungen einstellen. Vom Südwesten bis in die Mitte des Landes warnt der Deutsche Wetterdienst (DWD) im Verlauf des Tages vor „starken bis stürmischen Böen“, teilweise auch „schweren Strumböen“. In exponierten Lagen können Windgeschwindigkeiten von bis zu 115 Kilometern pro Stunde erreicht werden.

Im Westen gibt es am Montag viele Wolken. Die Schauer werden im Verlauf des Tages immer häufiger, in tiefen Lagen fällt Regen, über 300 bis 500 Meter Schnee. Der DWD warnt in einigen Regionen vor geringer Glättegefahr.

Am Sonntag richtete Sturmtief „Frederic“ vor allem im Norden Deutschlands Schäden an. Der Sturm brachte Bäume und Äste zum abknicken. In mehreren Landkreisen galt Alarmstufe Rot. Am Abend wurde sogar eine Sturmflutwarnung für die Nordseeküste ausgegeben. Inzwischen ist „Frederic“ über die Ostsee abgezogen.

Sturmtief „Frederic“ - Wentorf bei Hamburg.
Sturm „Frederic“ ließ vor allem im Norden für Schäden – hier in Wentorf bei Hamburg. © Daniel Bockwoldt/dpa

Wetter in Deutschland: Sturmflutwarnung an der Nordseeküste aufgehoben

Update vom 15. Januar, 22.42 Uhr: Die Sturmflutwarnung, die am Sonntagabend kurzzeitig für die deutsche Nordseeküste galt, wurde vom DWD inzwischen aufgehoben. Zuvor hatte das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) mitgeteilt, das Abend-Hochwasser beziehungsweise das Nacht-Hochwasser werde an der ostfriesischen Küste im Weser- und Elbegebiet 1 bis 1,5 Meter höher als das mittlere Hochwasser erwartet. Für die nordfriesische Küste war zunächst ein Wert von etwa 1,5 Meter höher als das mittlere Hochwasser vorhergesagt worden. Das mittlere Hochwasser plus 1,5 Meter ist per Definition eine Sturmflut.

Update vom 15. Januar, 10.48 Uhr: Alarmstufe Rot an der Küste! Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat seine Unwetterwarnung aktualisiert und warnt vor orkanartigen Böen bis 115 km/h an der Nordsee. Im Binnenland fegt der Wind mit Windgeschwindigkeiten von 65 und 85 km/h aus Südwest. In exponierten Lagen und in Schauern und Gewittern ist mit schweren Sturmböen um 100 km/h zu rechnen. Im Bergland ist es noch stürmischer. Sturmtief Frederic sorgt für turbulentes Wetter in Deutschland.

DWD warnt vor Sturm in Deutschland – dann ist eine Kaltfront im Anmarsch

Von Nordrhein-Westfalen bis nach Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein weht der Wind mit Böen von 8 bis 9 (60 bis 88 km/h) auf der Beaufortskala, in Küstennähe 10 (bis 100 km/h). Sonst gibt es verbreitet steife Windböen.

Alarmstufe Rot gilt in elf Kreisen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt vor orkanartigen Böen mit Windgeschwindigkeiten zwischen 95 und 115 km/h:

Unwetter in Deutschland: Der DWD warnt vor Orkanböen mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 115 km/h.
Unwetter in Deutschland: Der DWD warnt vor Orkanböen mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 115 km/h. © Silas Stein/imago/Screenshot DWD

Wetter in Deutschland: Schneefallgrenze sinkt auf 300 Meter

In den Mittelgebirgen und im Schwarzwald ist laut dem DWD Dauerregen angesagt. 30 bis 40 Liter pro Quadratmeter Regen können hier vom Himmel fallen. Teils seien sogar bis zu 50 Liter drin. Im Laufe des Tages sinkt zudem die Schneefallgrenze und der Niederschlag geht dann zunehmend in Schnee über. Oberhalb 500 Meter können nach der aktuellen DWD-Prognose ein bis fünf Zentimeter Neuschnee fallen, auch in den Alpen seien es einige wenige Zentimeter. In der Nacht auf Montag sinkt die Schneefallgrenze deutschlandweit bis auf 300 Meter ab. Der Sturm an der Ostsee lässt bis Mitternacht überwiegend nach.

Unwetterwarnung in Teilen Deutschlands – Hochwasserlage spitzt sich zu

Erstmeldung vom 14. Januar 2023

München/Wiesbaden – Statt weiß und kalt, zeigt sich der Winter in diesem Jahr bisher von seiner milden Seite. In den letzten Tagen war es stürmisch und nass. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) gab am Freitag und Samstag (13/14. Januar) in einigen Teilen Deutschlands eine Unwetterwarnung heraus. Der Harz wurde von heftigen Orkanböen getroffen und Hessen von Hochwasser. Auch für Sonntag gibt es eine Unwetterwarnung. Langanhaltender Regen könnte in Nordrhein-Westfalen für hohe Pegelstände in den Flüssen sorgen.

Das Wetter bleibt in einigen Teilen Deutschlands weiterhin unbeständig. Die aktuelle Unwetterwarnung des DWD betrifft vor allem den Brocken und den Hochschwarzwald. Auch für Nordrhein-Westfalen gab der DWD am Samstag wegen anhaltender Regenfälle eine Unwetterwarnung bis vorerst Sonntagmorgen heraus. Betroffen sind die Gebiete Ennepe-Ruhr-Kreis, Kreis Olpe, Märkischer Kreis, Oberbergischer Kreis, die Stadt Remscheid und die Stadt Wuppertal.

Das Wochenende wird von stürmischem und regnerischem Wetter begleitet. In einigen Regionen Deutschlands gilt eine Unwetterwarnung.
Eine Schranke mit einem Hinweisschild auf Hochwasser versperrt den Zugang zum Uferweg an der Mosel. © Harald Tittel/dpa

Neben dem starken Wind sorgt der anhaltende Regen für Sorgen vor Hochwasser. Der Niederschlag könnte angesichts der „gesättigten Böden“ die Wasserstände der Gewässer in den betroffenen Einzugsgebieten etwa von Ruhr, Wupper und Sieg nach einer zwischenzeitlichen Entspannung wieder steigen lassen. Das teilte ein Sprecher des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (Lanuv) mit.

Wetter: Unwetterwarnungen und Dauerregen auch am Sonntag

Orkanböen und Dauerregen begleiten auch den Sonntag. Daher warnt der DWD vor Unwettern im Norden, vom Norden bis Südwesten, in den höheren Lagen der Mittelgebirge, in den Alpen und auf dem Fichtelgebirge. Bis Sonntagvormittag rechnet der DWD mit 30 bis 40 Liter Niederschlag pro Quadratmeter. Stellenweise sind auch 50 Liter pro Quadratmeter binnen 18 bis 24 Stunden möglich. Der Dauerregen klingt dann im Laufe des Vormittags ab, im Schwarzwald erst am Nachmittag. „Der morgige Sonntag steht voll im Zeichen von Sturmtief ‚Frederic‘“, erklärte ein Sprecher des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Offenbach am Samstag.

Durch weitere Regenfälle könnte am Sonntag punktuell die höchste Hochwassermeldestufe erreicht werden. An den Pegeln Marburg und Gießen-Klärwerk sei Stufe drei möglich, erklärte eine Sprecherin des Hessischen Landesamts für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) am Samstag. Ab dieser Stufe werden Ortschaften vom Hochwasser eingeschlossen, Straßen sind unpassierbar. Am Samstagvormittag kam es auch zu Hochwasser in Nordbayern. Am Oberen Main seien vereinzelt die Hochwasser-Meldestufen eins und zwei überschritten worden, wie der Hochwassernachrichtendienst Bayern mitteilte.

In der kommenden Woche beruhigt sich die Wetterlage wieder. Dann steht erneut der Winter vor der Tür. (vk/dpa)

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