Polizisten werden immer öfter angegriffen. Polizeipräsident Günther Voß bezieht im Interview Stellung.
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Polizisten werden immer öfter angegriffen. Polizeipräsident Günther Voß bezieht im Interview Stellung.

Im Interview

Angriffe auf Beamte, Rassismus-Vorwürfe, Drohmails: Osthessens Polizeipräsident Günther Voß bezieht Position

Die Polizei befindet sich in einer Zwickmühle: Einerseits werden Beamte immer öfter mit physischer Gewalt angegriffen – wie am vergangenen Wochenende in Frankfurt –, andererseits wird ihr vorgeworfen, sie handele bisweilen rassistisch und in ihr gebe es viele Rechtsextremisten.

Der osthessische Polizeipräsident Günther Voß (63) bezieht Stellung in einem Interview.*

In Großstädten werden Polizeibeamte immer weniger respektiert. Das zeigen Gewaltexzesse in Stuttgart oder jetzt in Frankfurt. Wie ist die Lage in Osthessen?
Gewalt und vor allem Respektlosigkeit gegenüber Polizeibeamtinnen und -beamten hat auch in Osthessen in den vergangenen Jahren spürbar zugenommen. Wir werden immer häufiger angepöbelt oder angegriffen. Das ist keine gute Entwicklung.
Von wie vielen Fällen reden wir?
Die Statistik in Hessen weist für 2019 2050 Strafanzeigen im Zusammenhang mit Gewalt gegen Polizeibeschäftigte aus – etwas mehr als 2018. Die Anzahl der geschädigten Polizeikräfte stieg um 2,8 Prozent. Knapp 87 Prozent der Tatverdächtigen waren männlich, der Großteil zwischen 18 und 35 Jahren. 59 Prozent hatten die deutsche Staatsangehörigkeit und fast 40 Prozent standen unter dem Einfluss von Alkohol oder Drogen.

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