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Rente mit 63: Diese Jahrgänge müssen mit größeren Abzügen rechnen

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Von: Teresa Toth

Seit der Rentenreform 2012 steigt das Rentenalter schrittweise auf 67 Jahre an. Wer früher in Rente gehen will, muss mit Abzügen rechnen – eine Übersicht.

Frankfurt – Mit der im Jahr 2012 eingeführten Reform ist das Renteneintrittsalter von 65 auf 67 Jahre gestiegen. Ziel der Reform ist die Bewältigung der Folgen der demografischen Alterung für die Finanzierung und die Leistungen der Alterssicherung. Doch die Anhebung des Eintrittsalters gilt nicht für alle Jahrgänge gleichermaßen. Zudem können alle Beschäftigten ihre Altersrente schon früher in Anspruch nehmen – allerdings mit Abzügen.

Rente mit 63: Abzüge hängen mit Versicherungsjahren zusammen

Die Rente ab 67 soll schrittweise bis 2029 eingeführt werden. Das bedeutet, angefangen mit dem Geburtsjahrgang 1947, wird die Altersgrenze bis 2023 um jährlich einen Monat angehoben. Personen, die zum Beispiel im Jahr 1951 geboren sind, können nach 65 Jahren und fünf Monaten in Rente gehen. 2024 wird die Altersgrenze beginnend mit dem Geburtsjahrgang 1959 in 2-Monats-Schritten angehoben. Ab dem Jahrgang 1964 gilt dann also die Regelaltersgrenze von 67 Jahren.

JahrgangRegelaltersgrenzeVorgezogener RentenbeginnAbzüge bei Rente mit 63
194765 Jahre und 1 Monat25 Monate\t7,5 Prozent
194865 Jahre und 2 Monate26 Monate\t7,8 Prozent
194965 Jahre und 3 Monate27 Monate\t8,1 Prozent
195065 Jahre und 4 Monate28 Monate\t8,4 Prozent
195165 Jahre und 5 Monate29 Monate\t8,7 Prozent
195265 Jahre und 6 Monate30 Monate\t9 Prozent
195365 Jahre und 7 Monate31 Monate\t9,3 Prozent
195465 Jahre und 8 Monate32 Monate\t9,6 Prozent
195565 Jahre und 9 Monate33 Monate\t9,9 Prozent
195665 Jahre und 10 Monate34 Monate\t10,02 Prozent
195765 Jahre und 11 Monate35 Monate\t10,5 Prozent
195866 Jahre36 Monate\t10,8 Prozent
195966 Jahre und 2 Monate38 Monate\t11,4 Prozent
196066 Jahre und 4 Monate40 Monate\t12 Prozent
196166 Jahre und 6 Monate42 Monate\t12,6 Prozent
196266 Jahre und 8 Monate44 Monate\t13,2 Prozent
196366 Jahre und 10 Monate46 Monate\t13,8 Prozent
196467 Jahre48 Monate\t14,4 Prozent
Die städtische Seniorenhilfe und die Bürger- und Seniorenhilfe stellen ihre Arbeit vor.  (Symbolbild)
Viele Deutsche wollen vorzeitig in Rente gehen - müssen dann aber Abzüge in Kauf nehmen. (Symbolbild) © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Es gibt dennoch die Möglichkeit, früher in Rente zu gehen – allerdings muss dann mit Abzügen gerechnet werden. Wie hoch diese sind, hängt von der Anzahl der Versicherungsjahre ab. 45 Versicherungsjahre gelten laut der Deutschen Rentenversicherung als „besonders langjährig“, sodass ein vorzeitiger Renteneintritt von zwei Jahren ohne Abzüge möglich ist. Für die Altersrente für „langjährig Versicherte“ werden 35 Versicherungsjahre benötigt. Dann gilt: pro Monat, den Beschäftigte früher in Rente gehen, erhalten sie 0,3 Prozent weniger Rente.

Rente mit 63: Diese Dokumente werden für den Antrag benötigt

Bei weniger Versicherungsjahren und jüngeren Jahrgängen erhöhen sich die Abzüge bei einer Rente ab 63 entsprechend. Wer die Rente ab 63 erhalten möchte, muss sie zunächst beantragen. Folgende Dokumente müssen dafür vorgelegt werden:

Es wird empfohlen, den Antrag drei Monate vor der geplanten Auszahlung zu stellen.

Die Bundesregierung hat eine Rentenerhöhung ab Juli beschlossen. Sie gilt als die stärkste Rentenanpassung seit Jahrzehnten. Allerdings gibt es regionale Unterschiede. (Teresa Toth)

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