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Renten-Erhöhung 2023: Wie viel Geld Seniorinnen und Senioren bald erhalten

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Von: Sophia Lother

In Deutschland sollen die Renten nochmals deutlich ansteigen. Doch wie viel Geld sollen Menschen im Ruhestand dann konkret erhalten? Alle Details auf einen Blick.

Frankfurt – Nicht zuletzt Rentnerinnen und Rentner bekommen aktuell die steigenden Energiepreise zu spüren. Immer mehr Menschen berichten, dass ihre Gasrechnung ihre Rente übersteige. Der Wunsch nach finanziellen Erleichterungen und vor allem Sicherheit ist groß. Ebendiese soll die kommende Rentenerhöhung zumindest ein Stück weit bieten.

Doch wie stark soll die Erhöhung der Rente für Rentner in Deutschland konkret ins Gewicht fallen? Und welche Entwicklungen werden in den nächsten Jahren erwartet? Ein Überblick.

Rente in Deutschland soll steigen: So viel mehr Geld ist geplant

Rentnerinnen und Rentner können zum jetzigen Stand mit einem deutlichen Plus rechnen. Laut Modellrechnungen im Rentenversicherungsbericht 2022 der Bundesregierung sollen die Renten in Westdeutschland um rund 3,5 Prozent steigen. Sogar um 4,2 Prozent soll die Erhöhung im Osten des Landes ausfallen. Über die exakte Höhe der Rente könne es aber erst im Frühjahr Klarheit geben, so die Bundesregierung. Zuvor müssten die Daten zur Lohnentwicklung abgewartet werden, berichtet fr.de.

Rentnerinnen und Rentner in Deutschland können sich voraussichtlich auf eine deutliche Erhöhung freuen. (Symbolfoto)
Rentnerinnen und Rentner in Deutschland können sich voraussichtlich auf eine deutliche Erhöhung freuen. (Symbolfoto) © Westend61/Imago

Doch ab wann können Rentner mit mehr Geld auf dem Konto rechnen? Stand jetzt soll die Rentenerhöhung ab Juli 2023 greifen. Auf dieses Rentenplus können sich Ruheständler dann voraussichtlich freuen:

Bis zum Jahr 2036 sollen die Renten laut Rentenversicherungsbericht um 43 Prozent ansteigen. Hieraus ergibt sich eine durchschnittliche Steigerungsrate von 2,6 Prozent.

Das Rentenniveau soll bis 2024 oberhalb von 48 Prozent bleiben. „Im Rentenniveau drückt sich die Kaufkraft der Rente aus: Es ist eine Standardrente gemessen am Durchschnittsentgelt eines Beschäftigten“, definiert die Bundesregierung.

Kritik an der Rentenerhöhung – nicht schnell genug

Doch die Rentenerhöhung stößt auch auf Kritik. „Die Renten folgen den Löhnen immer mehr als ein Jahr verzögert; deshalb reicht es bei plötzlichen Preisanstiegen und folgenden stärkeren Lohnerhöhungen eben nicht, wenn die Renten zum Juli 2023 oder gar erst 2024 deutlich steigen“, betont DGB-Vorstandsmitglied Anja Piel laut der Deutschen Presse-Agentur (dpa).

Unzufrieden gab sich auch der Sozialverband Deutschland: „Der Anstieg der Inflation muss sich auch bei der Anpassung Rente niederschlagen“, so die SoVD-Vorstandsvorsitzende Michaela Engelmeier laut dpa. Für viele Menschen reicht die Altersversorgung kaum zum Leben. (slo)

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