Videos zeigen Ausmaß

Tornado in Deutschland: Menschen durch Wirbelsturm ins Wasser gespült - mehrere Schwerverletzte

  • Tim Althoff
    VonTim Althoff
    schließen

Der deutsche Wetterdienst warnt sechs Kreise mit der höchsten Warnstufe. Es drohen heftige Unwetter, in Kiel kam es sogar zu einem Tornado.

Update vom 30. September, 6.30 Uhr: Nach dem Tornado in Kiel ist die Zahl der Schwerverletzten auf vier erhöht worden. Das teilte die Feuerwehr mit. Drei Personen hätten zudem mittelschwere Verletzungen erlitten, mehrere Menschen seien leicht verletzt worden. Gegen 18 Uhr war der Tornado laut Behörden am Mittwoch über die Kiellinie – eine beliebte Uferpromenade – gezogen.

„So etwas ist absolut nicht vorherzusagen“, sagte der Kieler Diplom-Meteorologe Sebastian Wache von WetterWelt der Deutschen Presse-Agentur. Entstanden sei der Tornado am Rande Kiels im Stadtteil Meimersdorf. In einem dort liegenden Neubaugebiet wurden mehrere Dächer abgedeckt. In Kiel-Gaarden seien ebenfalls Ziegel von Dächern gerissen worden.

Tornado in Kiel: Menschen durch Wirbelsturm ins Wasser gespült

Erstmeldung vom 29. September: Kiel - Der Sommer verschwindet, das Wetter wird herbstlicher und stürmischer. Für sechs deutsche Kreise hat der Wetterdienst (DWD) am Mittwochabend die höchste Warnstufe* ausgerufen. Es würden Unwetter mit Starkregen und orkanartige Böen* mit Geschwindigkeiten bis zu 110 km/h drohen. Konkret betroffen sind die Kreise Nordfriesland und Dithmarschen an der Küste Schleswig-Holsteins. In Niedersachsen geht es außerdem um die Küstenregionen Friesland, Wittmund, Aurich und die Insel Borkum.

„Ab dem Abend an der Nordsee deutlich auffrischender Westwind. Im Laufe der Nacht zum Donnerstag zunächst auf den ostfriesischen Inseln, in der zweiten Nachthälfte in Nordfriesland schwere Sturmböen* um 100 km/h (Bft 10) und einzelne orkanartige Böen bis 110 km/h (Bft 11)„, schreibt der Wetterdienst. Außerdem kann es vom Westen und Norden auf die Mitte übergreifend zu einzelnen Gewittern kommen. In der Nähe der Nordsee wird zusätzlich Starkregen mit bis zu 35 Litern pro Quadratmeter innerhalb weniger Stunden voraus gesagt.

Wetter in Deutschland: Mehrere Windhosen in Kiel

Wie gefährlich das Wetter sein kann, haben einige Menschen in Kiel am eigenen Leib zu spüren bekommen. In der Hafenstadt kam es am Mittwochabend sogar zu einem Tornado*. Laut der Polizei wurde dabei sogar mehrere Personen ins Wasser gespült. Die Betroffenen konnten zwar aus dem Wasser befreit werden, nähere Angaben können allerdings noch nicht gemacht werden, weil die Maßnahmen noch laufen würden.

Die „Kieler Nachrichten“ berichten sogar von mehreren Windhosen, die durch die Stadt gezogen seien. Ein Steg sei dabei ins Wasser gerissen worden und einige Hausdächer wurden demnach beschädigt. Es ist derzeit von sieben Verletzten die Rede, drei davon schwer. Kurze Zeit später hat auch der Süden Frankreichs mit heftigen Unwettern zu kämpfen. In Marseille wird die höchste Warnstufe ausgerufen. (ta) Merkur.de ist Teil von IPPEN.MEDIA

Rubriklistenbild: © Screenshot / Twitter

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema