100 Hektar Wald in Brand

Waldbrand rund um Tschernobyl: Messungen sorgen für böse Überraschung - „schlechte Neuigkeiten“

Im Sperrzonengebiet rund um das ehemalige Atomkraftwerk Tschernobyl ist am Samstagabend ein Waldbrand ausgebrochen. Nun soll dort eine erhöhte Radioaktivität gemessen worden sein. 

  • In der Sperrzone um das ehemalige Atomkraftwerk Tschernobyl ist ein Waldbrand ausgebrochen.
  • Das Feuer konnte laut Angaben der Rettungsdienste unter Kontrolle gebracht werden.
  • In dem Gebiet wurde jetzt eine erhöhte Radioaktivität gemessen.

Tschernobyl - In der Sperrzone rund um das ehemalige ukrainische Atomkraftwerk Tschernobyl ist am Samstag ein Wald in Brand geraten. Infolgedessen ist vor Ort eine erhöhte Radioaktivität gemessen worden. Rettungskräfte hatten zuvor etwas anderes mitgeteilt.

Waldbrand in Sperrzone um Tschernobyl ausgebrochen - erhöhte Radioaktivität gemessen

Das Feuer ist am Samstagabend auf etwa 25 Hektar Wald in dem Sperrzonen-Gebiet ausgebrochen. Rund 140 Feuerwehrleute, zwei Löschflugzeuge sowie ein Hubschrauber waren daraufhin im Einsatz und versuchten das Feuer zu löschen. Das teilte der Katastrophenschutz in Kiew am Sonntag mit. Die Bevölkerung sei jedoch nicht in Gefahr, hieß es. In den Wäldern in der Sperrzone kommt es immer wieder zu Bränden.

In dem betroffenen Gebiet wurde nun eine erhöhte Radioaktivität gemessen. Darüber informierte Jegor Firsow, Leiter des staatlichen Umweltinspektionsdienstes, am Sonntag auf Facebook: "Es gibt schlechte Neuigkeiten: Im Zentrum des Brandes ist die Radioaktivität überdurchschnittlich hoch“. Dazu veröffentlichte der Leiter ein Video, in dem ein Geigerzähler das 16-Fache des Normalwertes anzeigte. Das Feuer habe sich auf 100 Hektar Fläche ausgebreitet, schrieb Firsow weiter.

Tschernobyl: Waldbrand sorgt für erhöhte Radioaktivität

Am Samstag hatten die Behörden zwar noch von „Schwierigkeiten“ bei der Bekämpfung des Feuers aufgrund der erhöhten Radioaktivität gesprochen. Am Sonntagmorgen teilten die ukrainischen Rettungsdienste jedoch mit, dass keine erhöhte Radioaktivität festgestellt werden konnte. 

Nach der Explosion des Blocks vier im sowjetischen Atomkraftwerk Tschernobyl 1986 wurden radioaktiv belastete Landstriche um die Atomruine gesperrt. Zehntausende Menschen wurden zwangsumgesiedelt, kommerzielle Landwirtschaft ist in dem Gebiet noch heute verboten. 

Kürzlich hatte eine Gruppe von Abenteurern aus der Nähe von Regensburg mit einer Reise nach Tschernobyl für Aufruhr gesorgt - sie haben dort eine schockierende Entdeckungen gemacht, wie merkur.de* berichtet. 

nz mit dpa/afp

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