Hochrisikogebiet

Urlaub in der Türkei: Diese Corona-Regeln gelten aktuell für Touristen

  • Selina Eckstein
    VonSelina Eckstein
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Seit Juli sind die Corona-Fallzahlen in der Türkei wieder gestiegen. Seit Dienstag, 17. August, ist das Land deshalb Hochrisikogebiet. Diese Regeln müssen Touristen beachten, wenn sie dort Urlaub machen möchten. Bei der Rückreise nach Deutschland gelten für Menschen, die nicht geimpft oder genesen sind, strenge Quarantäne-Auflagen.

Türkei - Die Türkei zählt zu den beliebtesten Urlaubsländern der Deutschen. Das Land am Bosporus ist allerdings stark von Corona betroffen. Die Johns Hopkins University (JHU) meldet für das Land mit rund 84 Millionen Einwohnern 27.188 Neuinfektionen (Stand 28. September). Trotz der immer noch hohen Fallzahlen verzichtet die Regierung bislang auf eine erneute Verschärfung der Maßnahmen. In der Türkei gibt es bislang insgesamt 7.066.658 bestätigte Fälle von Covid-19.

Die Türkei ist wegen der hohen Fallzahlen seit Dienstag, 17. August, Hochrisikogebiet. Wer aus Deutschland in die Türkei reisen will, braucht einen negativen Corona-Schnelltest (nicht älter als 48 Stunden) oder einen PCR-Test (nicht älter als 72 Stunden). Geimpfte und Genesene können mit entsprechendem Nachweis einreisen. Bei Flugreisen sind die Nachweise beim Check-in vorzulegen.

Urlaub in der Türkei: Diese Corona-Regeln gelten für Touristen

Außerdem müssen alle Flugreisenden über sechs Jahre innerhalb von 72 Stunden vor der Reise ein elektronisches Formular des türkischen Gesundheitsministeriums ausfüllen. Dies gilt nicht für Transitpassagiere. Die Kontrolle des Formulars erfolgt bei der Einreise beziehungsweise beim Check-in.

Die Sultan-Ahmed-Moschee, auch Blaue Moschee genannt, zählt zu den Wahrzeichen in Istanbul, die am häufigsten besucht werden.

Danach wird Reisenden ein Genehmigungscode („HES-Code“) mitgeteilt, der bei Kontrollen auf innertürkische Flügen, Zug- und Busfahrten im Land vorgezeigt werden muss. Den Code bekommt man per SMS auf das Handy (allerdings nur auf türkische Mobiltelefone) oder mittels einer App.

Für Flugpersonal, Lkw-Fahrer, Seeleute sowie für Transitpassagiere gibt es hingegen keine Einschränkungen.

In der Türkei selbst gilt eine Maskenpflicht in der Öffentlichkeit, an die sich auch die Touristen halten müssen. Das gilt auch in den Supermärkten sowie in öffentlichen Verkehrsmitteln. Neben Einkaufszentren, Supermärkten, Kinos und Theatern haben auch Restaurants, Cafés und Bars geöffnet.

Überall in der Türkei gilt zudem die Abstandsregel, die besagt, dass man drei Schritte Abstand halten solle. Ausgangsbeschränkungen bestehen nicht. (Lesen Sie hier: Urlaub in Kroatien trotz Corona: Diese Regeln müssen Touristen beachten)

Hochrisikogebiet

Als Hochrisikogebiete gelten Regionen mit besonders hohen Fallzahlen. Ein Indiz: eine Sieben-Tage-Inzidenz von „deutlich mehr als 100“. Betrachtet werden sollen aber auch andere Faktoren wie Testraten und Klinikfälle. Die Stufe des „einfachen“ Risikogebiets mit mehr als 50 gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern in sieben Tagen entfällt. Bisher gab es auch die mittlere Stufe der „Hochinzidenzgebiete“ mit Sieben-Tage-Inzidenz über 200.

Quarantäne

Vorgesehen ist für Hochrisikogebiete, dass nicht Geimpfte und nicht Genesene nach der Rückkehr zehn Tage in Quarantäne müssen, die frühestens ab dem fünften Tag mit einem negativen Test beendet werden kann. Eine zunächst vorgesehene Vorgabe zu PCR-Tests fiel wieder weg. Für Kinder unter zwölf soll die Quarantäne generell nach dem fünften Tag nach Einreise enden. (Lesen Sie hier: Diese Corona-Regeln gelten für Reiserückkehrer)

Bei der Heimreise nach Deutschland muss eine digitale Einreiseanmeldung ausgefüllt werden. Außerdem ist eine Quarantäne für Personen vorgesehen, die nicht gegen das Coronavirus geimpft sind beziehungsweise nicht erkrankt waren (siehe Info-Box).

Neben der Corona-Pandemie bestimmen die Waldbrände die Nachrichtenlage in der Türkei. An der türkischen Mittelmeer- und Ägäisküste kommt es aktuell zu großflächigen Bränden bei starken Winden, insbesondere in den Provinzen Antalya, Mugla und Aydin. Auch Wohngegenden und Hotels sind davon betroffen. Das Auswärtige Amt rät Urlaubern deshalb sich vor Abreise bei den Reiseveranstaltern zu erkundigen, ob ihre Unterkunft betroffen ist. Zudem sind die drei Provinzen Bartin, Kastamonu und Sinop von Überschwemmungen betroffen*, wie merkur.de berichtet. (mit dpa-Material) *merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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