Hochrisikogebiet

Urlaub in der Türkei trotz Corona: Diese Regeln müssen Touristen bei der Reise beachten

  • Selina Eckstein
    VonSelina Eckstein
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Seit Juli sind die Corona-Zahlen in der Türkei gestiegen. Seit Mitte August ist das Land Hochrisikogebiet. Diese Regeln müssen Touristen beachten, wenn sie dort Urlaub machen möchten. Bei der Rückreise nach Deutschland gelten für Menschen, die nicht geimpft oder genesen sind, strenge Quarantäne-Auflagen.

Türkei - Die Türkei zählt zu den beliebtesten Urlaubsländern der Deutschen. Das Land am Bosporus ist allerdings stark von Corona betroffen. Die Johns Hopkins University (JHU) meldet für das Land mit rund 84 Millionen Einwohnern eine Inzidenz von 237,1 (Stand 22. Oktober). Trotz der immer noch hohen Fallzahlen verzichtet die Regierung bislang auf eine erneute Verschärfung der Maßnahmen.

Die Türkei ist wegen der hohen Fallzahlen seit Dienstag, 17. August, Hochrisikogebiet. Wer aus Deutschland in die Türkei reisen will und älter als zwölf Jahre ist, braucht einen negativen Corona-Schnelltest (nicht älter als 48 Stunden) oder einen PCR-Test (nicht älter als 72 Stunden). Geimpfte und Genesene (nicht älter als sechs Monate) können mit entsprechendem Nachweis einreisen. Bei Flugreisen sind die Nachweise beim Check-in vorzulegen.

Urlaub in der Türkei: Diese Corona-Regeln gelten derzeit für Touristen

Kinder unter zwölf Jahren müssen laut dem aktuellen Türkei-Reisehinweises des Auswärtigen Amtes ab dem 6. Oktober 2021 keinen Impf-, Genesungs- oder negativen Testnachweis mehr bei der Einreise vorlegen. Zuvor galt die Nachweispflicht bereits ab sechs Jahren.

Die Hagia Sophia zählt zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten in Istanbul. Währen der Corona-Pandemie müssen Touristen in der Türkei spezielle Regeln beachten.

Außerdem müssen alle Flugreisenden über sechs Jahre innerhalb von 72 Stunden vor der Reise ein elektronisches Formular des türkischen Gesundheitsministeriums ausfüllen. Dies gilt nicht für Transitpassagiere. Die Kontrolle des Formulars erfolgt bei der Einreise beziehungsweise beim Check-in.

Danach wird Reisenden ein Genehmigungscode („HES-Code“) mitgeteilt, der bei Kontrollen auf innertürkische Flügen, Zug- und Busfahrten im Land vorgezeigt werden muss. Den Code bekommt man per SMS auf das Handy (allerdings nur auf türkische Mobiltelefone) oder mittels einer App.

Für Flugpersonal, Lkw-Fahrer, Seeleute sowie für Transitpassagiere gibt es hingegen keine Einschränkungen.

In der Türkei selbst gilt eine Maskenpflicht in der Öffentlichkeit, an die sich auch die Touristen halten müssen. Das gilt auch in den Supermärkten sowie in öffentlichen Verkehrsmitteln. Neben Einkaufszentren, Supermärkten, Kinos und Theatern haben auch Restaurants, Cafés und Bars geöffnet.

Überall in der Türkei gilt zudem die Abstandsregel, die besagt, dass man drei Schritte Abstand halten solle. Ausgangsbeschränkungen bestehen nicht. (Lesen Sie hier: Urlaub in Kroatien trotz Corona: Diese Regeln müssen Touristen beachten)

Hochrisikogebiet

Als Hochrisikogebiete gelten Regionen mit besonders hohen Fallzahlen. Ein Indiz: eine Sieben-Tage-Inzidenz von „deutlich mehr als 100“. Betrachtet werden sollen aber auch andere Faktoren wie Testraten und Klinikfälle. Die Stufe des „einfachen“ Risikogebiets mit mehr als 50 gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern in sieben Tagen entfällt. Bisher gab es auch die mittlere Stufe der „Hochinzidenzgebiete“ mit Sieben-Tage-Inzidenz über 200.

Quarantäne

Vorgesehen ist für Hochrisikogebiete, dass nicht Geimpfte und nicht Genesene nach der Rückkehr zehn Tage in Quarantäne müssen, die frühestens ab dem fünften Tag mit einem negativen Test beendet werden kann. Eine zunächst vorgesehene Vorgabe zu PCR-Tests fiel wieder weg. Für Kinder unter zwölf soll die Quarantäne generell nach dem fünften Tag nach Einreise enden. (Lesen Sie hier: Diese Corona-Regeln gelten für Reiserückkehrer)

Bei der Heimreise nach Deutschland muss eine digitale Einreiseanmeldung ausgefüllt werden. Außerdem ist eine Quarantäne für Personen vorgesehen, die nicht gegen das Coronavirus geimpft sind beziehungsweise nicht erkrankt waren (siehe Info-Box).

Neben der Corona-Pandemie bestimmen die Waldbrände die Nachrichtenlage in der Türkei. An der türkischen Mittelmeer- und Ägäisküste kommt es aktuell zu großflächigen Bränden bei starken Winden, insbesondere in den Provinzen Antalya, Mugla und Aydin.

Auch Wohngegenden und Hotels sind davon betroffen. Das Auswärtige Amt rät Urlaubern deshalb sich vor Abreise bei den Reiseveranstaltern zu erkundigen, ob ihre Unterkunft betroffen ist. Zudem sind die drei Provinzen Bartin, Kastamonu und Sinop von Überschwemmungen betroffen*, wie merkur.de berichtet. (mit dpa-Material) *merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Rubriklistenbild: © Yasin Akgul, dpa

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