„Undercover Boss“ (RTL): Teamwork-Geschäftsführer Stefan Krause arbeitet im Tiefkühllager.
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„Undercover Boss“ (RTL): Teamwork-Geschäftsführer Stefan Krause arbeitete auch im Tiefkühllager.

Teamwork-Geschäftsführer Stefan Krause

„Undercover Boss“ (RTL): Chef von 5000 Corona-Helden wird von allen Mitarbeitern erkannt

  • Sebastian Reichert
    vonSebastian Reichert
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„Undercover Boss“ (RTL): Teamwork-Chef Stefan Krause wird in der zweiten Folge von Staffel 13 bei den finalen Gesprächen von allen Mitarbeitern, von seinen „Corona-Helden“, wie er sie bezeichnet, schnell erkannt.

Fulda - Bei „Undercover Boss“ (RTL) macht Teamwork-Geschäftsführer Stefan Krause wegen der Corona-Pandemie mit, wie er sagt. Sie seien die „wahren Helden“. „Ihr wart mittendrin. Ihr habt Ware verräumt, als die Regale leer waren, als die Leute Angst hatten, nichts mehr zu bekommen“, sagt der 52-Jährige, der seinen Respekt zum Ausdruck bringt, unter den Corona-Maßnahmen weiter zu arbeiten. „Diese Mitarbeiter können sich nicht im Homeoffice verstecken.“

„Undercover Boss“ (RTL): Chef von 5000 Corona-Helden wird von allen Mitarbeitern erkannt

Im TV-FormatUndercover Boss“ (RTL), das erstmals 2011 in Deutschland im Fernsehen zu sehen war, sind die Chefs von großen Unternehmen in Deutschland zu sehen, wie sie getarnt mit verändertem Aussehen und neuer Identität ihr Unternehmen sieben Tage lang aus der Perspektive der Mitarbeiter beobachten. Das Ziel: ein Gefühl für deren Wünsche und Sorgen zu bekommen.

TitelUndercover Boss
Sender RTL Television
Erstausstrahlung28. März 2011
IdeeStephen Lambert
GenreReality-TV, Real-Life-Doku, Doku-Soap
ProduktionsunternehmenTower Productions
Länge90 Minuten (plus 30 Minuten Werbung)
Episoden55 (+ Specials) in 13 Staffeln

Damit die Mitarbeiter aufgrund der offenen Begleitung durch Fernsehkameras nicht misstrauisch werden, erfolgt die Tarnung der Dreharbeiten mit der fiktiven TV-Sendung „Das Job-Karussell“. In der ersten Folge von Staffel 13 machte Tanja Larisch bei dem TV-Experiment auf RTL mit und kämpft gegen ihre Höhenangst. Der EON-Top-Managerin unterliefen in der „Undercover Boss“-Folge als Praktikantin gleich mehrere Patzer.

Mitten im Corona-Teil-Lockdown im Herbst und Winter 2020 verlässt in der zweiten „Undercover-Boss“-Folge (RTL, Montag, 1. Februar 2021, 20.15 Uhr) der Chef von sozusagen 5000 Corona-Helden sein Homeoffice und begibt sich auf Undercover-Mission: Stefan Krause.

Der 52-Jährige ist Geschäftsführer von Teamwork Instore Services, Marktführer für Regalservice im deutschen Einzelhandel. Teamwork-Chef Stefan Krause wurde dann aber letztlich von allen Mitarbeitern im Laufe der RTL-Sendung relativ schnell als „Undercover Boss“ erkannt. Doch nach einem Corona-Test für den „Undercover Boss“ und alle Mitarbeiter, die in der RTL-Show zu sehen sind, geht es zunächst los.

Damit die Mitarbeiter die Verwandlung von Geschäftsführer Stefan Krause zu Ex-Türsteher Axel Jahnke abnehmen, steht bei „Undercover Boss“ zunächst ein Besuch beim Barbier an. Der färbt dem 52-jährigen Teamwork-Chef sogar die Augenbrauen. Am Ringfinger trägt der getarnte Boss einen Totenkopf-Ring. Seine Frau Regina ist von der Verkleidung offenbar nicht so angetan. „Die inneren Werte zählen“, sagt sie.

Station 1 – Edeka-Supermarkt in Neumünster: Teamchefin Susanne Bötel (33) hat klare Vorgaben an den „Undercover Boss“. „Die Ware muss ins Regal. Und das so schnell wie möglich“, fordert die Mutter von zwei Kindern und spricht Klartext vor den RTL-Kameras: „Aktuell bist du keine Unterstützung. Da bist du die Bremse.“ Am Ende ist das Urteil für Stefan Krause alles andere als toll – „stets bemüht“. Für die Kategorie „Auftreten“ gibt es die Schulnote 4. „Er hat immer grimmig geguckt und war schlaftablettenmäßig unterwegs.“

„Undercover Boss“ (RTL): Teamwork-Chef will von einem Kunden über 9000 Euro

Station 2 – Rewe-Supermarkt in Butzbach in Hessen: Nach der Anleitung von Kassenkraft Sara Herman Ruiz (23) macht der „Undercover Boss“ mehrere schwere Fehler. Der getarnte Teamwork-Chef übersieht unter anderem neun Milchpackungen im Einkaufswagen einer Kundin. Dann drückt er den falschen Button an der Kasse. Für seine Brötchen soll der Kunde 9058,56 Euro zahlen. Stefan Krause nimmt es in der RTL-Sendung dennoch locker: „Ich glaube, ich bin der Storno-König.“

Station 3 – Rewe-Supermarkt Aßlar in Hessen: Nach dem Herausquälen aus dem Bett um 4 Uhr morgens läuft es für den „Undercover Boss“. In der Frühschicht sieht sich Uwe Großmann-Grollmann voll auf einer Wellenlänge mit Stefan Krause. „Wir sind uns ein bisschen ähnlich“, meint der 51-Jährige, der gerne Schlagzeug lernen möchte. Er lobt seine getarnten Chef auf für dessen Stapelkünste im Kühllager (minus 18 Grad): „Sieht gut aus – stabil!. Hat ein bisschen gedauert, aber war gut.“ Einzige Kritik in der RTL-Show von Uwe: „Er muss ruhiger werden. Er war zu nervös.“

„Undercover Boss“ (RTL): Stefan Krause hart im Nehmen – „Ich bin kein Babysitter“

Station 4 – Retouren-Lager des Online-Schuhhauses Max Hittcher bei Hamburg: Auch bei gelernten Frisörmeisterin Ramata (33) läuft es für den „Undercover Boss“ eigentlich ganz gut – zumindest, wenn man von dem zu langsamen Tempo und den mangelnden „motorischen Fingerfertigkeiten als Kerl“ absieht. „Ich wäre ohne ihn schneller gewesen. Man muss Geduld haben“, zeigt sich Ramata gegenüber ihrem getarnten Chef Stefan Kraus bei dem TV-Experiment auf RTL gnädig.

Station 5 – Fressnapf-Tierfuttermarkt in Erfurt: Bei Christine Renner gibt es dagegen wieder volle Breitseite für den „Undercover Boss“. „Ich bin kein Babysitter, sondern der Chef“, macht die 29-Jährige klar, wo der Hammer hängt, und hat noch einen Tipp: „Schneller laufen, hilft.“ Am Ende hat sie genug vom langsamen Tempo von Stefan Krause. „Ich will auch mal irgendwann nach Hause“, sagt Christinne Renner.

„Undercover Boss“ Stefan Krause bekommt die Note 5 für „Köpfchen“

„Der Elan ist bei manchen wesentlich ausgereifter“, urteilt die Erfurterin über „Undercover BossStefan Krause. vor laufenden RTL-Kameras. „Ich würde Axel definitiv nicht anstellen. Ich habe bei Teamwork schon viele Leute kommen und gehen sehen. Wer nicht die richtige Einstellung zum Arbeiten hat, ist bei mir schon von vornherein raus.“ Die Note 5 gibt es für die „Köpfchen“-Kategorie. „Das war eine ganz einfache Aufgabe – Waren einzusortieren.“ Stefan Krause ist baff: „Eine toughe Person!

Station 6 – MoPo-Abteilung im Rewe-Supermarkt in Aßlar: Parfümerie-Fachverkäuferin Anne Polzer weist den „Undercover Boss“ in die Kunst ein, bei allen Molkerei-Produkten den Blick auf das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) zu haben. Im Gespräch mit einer Kollegin attestiert die 34-Jährige ihrem Praktikanten Axel Jahnke ein „typisches Männer-Verräumen“ – „5000 Schritte umsonst. Er ist mehr der Redner als der Arbeiter.“ Am Ende gibt es für Stefan Krause dreimal die Note 4. Bei Arbeitsqualität, Lernfähigkeit und Auftreten. Anne Polzer: „Ich musste mich öfter wiederholen. Das Verantwortungsgefühl und der Zug haben gefehlt“

Trotz harter Urteile, die „Undercover BossStefan Krause in der RTL-Sendung einstecken musste, ist er am Ende voll des Lobes – gerade, weil es für seine Mitarbeiter unter Corona-Maßnahmen mit Maske, Visier, Desinfektion und eigenem Gesundheitsrisiko nicht gerade einfach sei. „Sie können sich nicht im Homeoffice verstecken – und werden dann noch von Kunden bepöbelt, weil kein Toilettenpapier da ist.“

„Undercover Boss“-Premiere? Alle Mitarbeiter erkennen am Ende ihren Chef

Bei den finalen „Undercover Boss“-Aufklärungsgesprächen in der Firmenzentrale kann Teamwork-Chef Stefan Krause seine Mitarbeiter vor den RTL-Kameras dann nicht lange zappeln lassen. Sie erkennen ihn alle fast sofort. „Soll ich Axel sagen?“, startet Uwe Großmann-Grollmann in das Gespräch. „Ich denke, mal das ist „Undercover Boss.“ Und habe habe gedacht, dass man das mitkriegt. Nein, kriegt man nicht mit.“

Auch Anne Polzer („Ich glaube, ich habe den Axel vor mir sitzen.“) und Sara Herman Ruiz wissen Bescheid: „Sie sind Axel.“ Während Stefan Krause – wie es auch bei „Undercover Boss“ Marco Hammer von der Firma Bien-Zenker aus Schlüchtern der Fall war – am Ende wertvolle Einsichten mitnimmt („Mit mehr System hätte man das in einem Drittel der Zeit schaffen können.“), gibt es für die Mitarbeiter von Stefan Krause wie üblich Geschenke.

Für Anne Polzer gibt es 3000 Euro zum Einrichten der Wohnung, für Sara Herman Ruiz eine Reise nach Kuba. Christine Renner darf auf „Undercover Boss“-Kosten mit ihrem Partner und ihrem Kind zu einer Delfin-Therapie fliegen. Susanne Bötel wird samt Familie von Stefan Krause zu Ferien auf einem Reiterhof in Österreich eingeladen. Zudem wird sie zur Markt-Managerin befördert und in den persönlichen Team-Manager-Förderkreis von Stefan Krause aufgenommen.

„Undercover Boss“ Stefan Karuse will Kündigung in RTL-Sendung mit Beförderung verhindern

Uwe Großmann-Grollmann bekommt neben einem Schlagzeug noch Übungsstunden und einen Raum zum Üben in Gießen geschenkt. „Das Geschenk ist der Hammer“, freut sich der 51-Jährige. Am meisten legt sich „Undercover BossStefan Krause aber für Ramata ins Zeug, die das Unternehmen Teamwork verlassen will. Neben einer Ghana-Reise zur Familie inklusive 1500 Taschengeld lockt der 51-Jährige mit einer Beförderung zur „Area-Managerin für den Norden“ mit einer Verantwortung für 500 bis 800 Mitarbeiter.

„Du bist eine sehr, sehr gute Führungskraft“, lobt Stefan Krause die Hamburgerin und verspricht „Dienstwagen, Diensthandy, ordentliches Gehalt“. Am Ende lässt Ramata ihren „Undercover Boss“ dann in der RTL-Sendung zappeln. Zu dem ihr unterbreiteten Angebot sagt die 33-Jährige: „Ich würde mal darüber nachdenken – aber nur unter der Voraussetzung, dass Sie hinter mir stehen.

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