„Undercover Boss“ (RTL): EON-Geschäftsführerin Tanja Larisch visiert mit HSL Solar Mitarbeiter Nikolas Graupner-Kamperidis das Dach an.
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„Undercover Boss“ (RTL): EON-Geschäftsführerin Tanja Larisch visiert mit HSL Solar Mitarbeiter Nikolas Graupner-Kamperidis das Dach an.

Tanja Larisch

„Undercover Boss“ (RTL): EON-Managerin leistet sich als Praktikantin Patzer - „Ich erfülle jedes Klischee“

  • Sebastian Reichert
    vonSebastian Reichert
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„Undercover Boss“ (RTL): Zum Auftakt der Jubiläumsstaffel der Real-Life-Doku hat sich EON-Top-Managerin Tanja Larisch getarnt unter ihre Mitarbeiter gemischt. In der ersten Folge von Staffel 13 fällt die 45-Jährige als Praktikantin auch mit krassen Fehlern auf.

Fulda - Im TV-FormatUndercover Boss“ (RTL), das erstmals 2011 in Deutschland im Fernsehen zu sehen war, sind die Chefs von großen Unternehmen in Deutschland zu sehen, wie sie getarnt mit verändertem Aussehen und neuer Identität ihr Unternehmen sieben Tage lang aus der Perspektive der Mitarbeiter beobachten. Das Ziel: ein Gefühl für deren Wünsche und Sorgen zu bekommen.

„Undercover Boss“ (RTL): EON-Managerin macht als Praktikantin einige Fehler

Damit die Mitarbeiter aufgrund der offenen Begleitung durch Fernsehkameras nicht misstrauisch werden, erfolgt die Tarnung der Dreharbeiten mit der fiktiven TV-Sendung „Das Job-Karussell“. In der ersten Folge von Staffel 13 machte Tanja Larisch bei dem TV-Experiment auf RTL mit und kämpft gegen ihre Höhenangst. Beim Energieanbieter EON (75.000 Mitarbeiter, 50 Millionen Kunden) packt die 45-jährige Geschäftsführerin der EON Energie Dialog GmbH als Praktikantin Sabrina Schwille eine Woche mit an.

TitelUndercover Boss
Sender RTL Television
Erstausstrahlung28. März 2011
IdeeStephen Lambert
GenreReality-TV, Real-Life-Doku, Doku-Soap
ProduktionsunternehmenTower Productions
Länge90 Minuten (plus 30 Minuten Werbung)
Episoden56

Damit die Mitarbeiter die Verwandlung von Geschäftsführerin Tanja Larisch zu Yoga-Lehrerin Sabrina Schwille abnehmen, steht bei „Undercover Boss“ zunächst eine „radikale Komplettveränderung“ für den Fastnachtsfan an, der Partner Guido Möller (46) beim Kölner Karneval kennengelernt hat. Tanja Larisch erhält in der RTL-Sendung neue Zähne und bekommt 80 blonde Extensions sowie einen Pony verpasst. Der neue Vorname stammt von ihrer Schwester Sabrina.

Station 1 – Solaranlage verkabeln: Nach einem Corona-Test für den „Undercover Boss“ und alle Mitarbeiter, die in der RTL-Show zu sehen sind, geht es nach Bessenbach im Landkreis Aschaffenburg (Bayern). Dort soll Tanja Larisch alias Sabrine Schwille Elektriker Nikolas Graupner-Kamperidis (47) helfen, auf einem Dach eine Solaranlage zu verkabeln. Das Problem: Tanja Larisch leidet unter Höhenangst.

Letztlich überwindet die EON-Managerin bei „Undercover Boss“ ihre Höhenangst erfolgreich. Allerdings unterlaufen Tanja Larisch vor den RTL-Kameras als Praktikantin einige Patzer. Sie hat extreme Schwierigkeiten, eine Bodenplatte der Speicheranlage richtig zu montieren – trotz Beschriftung. Sie will zunächst die Bodenplatte an die Wand schrauben, dann mit den Füßen nach oben aufstellen.

„Das ist keine Operation am offenen Hirn“, meint Niko zu den Fehlleistungen des „Undercover Boss“. Für die Kategorie „Köpfchen“ gibt es von dem Elektriker dann auch die Schulnote 4 für seine getarnte Chefin Tanja Larisch in der RTL-Sendung. „Sie hört nicht richtig zu.“ Nicht das letzte Mal, dass der Top-Managerin als Praktikantin krasse Fehler unterlaufen.

„Undercover Boss“ (RTL): Tanja Larisch offenbart Rechts-Links-Schwäche

Station 2EON-Kundencenter in Essen (Nordrhein-Westfalen): Unter den Fittichen von Mitarbeiterin Kristin verwechselt der „Undercover Boss“ bei Schritten am Computer rechts und links. Eine Schwäche, die doch mehrmals in der RTL-Sendung thematisiert wird. „Links! Das war rechts“, bekommt Tanja Larisch von der leidenschaftliche Twitch-Zockerin Kristin zu hören. Und: „Ab und zu war sie ein bisschen unbeholfen.“

Station 3 – Umspannwerk in Rendsburg (Schleswig-Holstein): Bei Hochspannungskabelmonteur Ingo Witkowski (46) gelingt es dem „Undercover Boss Tanja Larisch während des ganzen Arbeitstages trotz unzähliger Versuche nicht, den Motor des Krans anzuwerfen. „Irgendwo fehlt ein bisschen der letzte Wumms“, urteilt der Mitarbeiter über seine getarnte Chefin vor laufenden RTL-Kameras.

„Undercover Boss“ (RTL): EON-Managerin berichtet von „traumatischem Erlebnis“

Station 4 EON-Servicemobil in Hofgeismar bei Kassel (Hessen): Vor der Begegnung mit Mitarbeiterin Luisa Scharafinski (25) erzählt „Undercover BossTanja Larisch von einem „traumatischen Erlebnis“. „Als der Fahrlehrer „Fahr nach rechts!“ gesagt hat, bin ich nach links abgebogen. Er ist total wütend geworden.“ Wieder wird in der RTL-Sendung die Rechts-Links-Schwäche angesprochen. Mitarbeiterin und Instagramerin (17.000 Follower) Luisa hat einen anderen Hinweis: „Sie könnte den Pony aus dem Gesicht machen. Das war sehr versteckt.“

Station 5 EON-Callcenter in Brandenburg an der Havel (Brandenburg): Den Tag bei Jan Knoop (53) übersteht „Undercover BossTanja Larisch ohne größere Probleme; jedenfalls, wenn man von einem Kabelsalat absieht, den die 45-Jährige mit den Headset-Kabeln anrichtet. Eine Punkt, den sie im Nachhinein auch verbessern will: Künftig soll es im EON-Callcenter BlueTooth-Headsets geben.

„Undercover Boss“: EON-Managerin Tanja Larisch gesteht bei RTL: „Ich erfülle jedes Klischee“

Station 6 – Anlagen für erneuerbare Energie auf der Nordsee-Insel Pellworm in Nordfriesland (Schleswig-Holstein): Nach dem „Undercover Boss“-Tag mit Mitarbeiter Werner Wulf (63) gibt EON-Top-Managerin Tanja Larisch zu: „Ich erfülle jedes Klischee. Mir fehlt die Kraft.“ Sie sollte ein 70 Zentimeter tiefes Loch ausheben und Kabel durchkneifen – und scheiterte. „Du musst nochmal in die Muckibude“, meint Werner.

Bei der Auflösung in der EON-Firmenzentrale in Essen kommt vor allem Mitarbeiter Nikolas Graupner-Kamperidis („Köpfchen? Nein!“) ins Schwitzen. Er meinte nach dem Testtag noch, dass „Undercover BossTanja Larisch höchstens als Helfer arbeiten könnte. Am schnellsten erkennen dann Kristin, Werner („Das ist die Sabrina. (...) Die Perücke war grenzwertig“.) und Ingo („Hallo Sabrina!“), dass sie mit ihrer getarnten Chefin zusammengearbeitet hatten.

Angesichts der Geschenke strahlte allen voran am Ende der „Undercover Boss“-Folge mit Tanja Larisch der Pellwormer Werner Wulf, der im März 2021 in den wohl verdienten Ruhestand geht. Nordisch trocken kommentierte er: „So viel Lobhudelei bin ich gar nicht gewohnt.“ Auch „Undercover Boss“ Marco Hammer von der Firma Bien-Zenker aus Schlüchtern war nach seiner Teilnahme an der RTL-Sendung im Sommer 2020 übrigens wohl des Lobes: „Es gab nur einen negativen Kommentar.“

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