Auf diesem Bahnsteig rutschte Sophia 2010 aus.
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Auf diesem Bahnsteig rutschte Sophia 2010 aus.

Tödliches Unglück

Die Bahn bleibt im Todesfall Sophia hart – Mutter verzichtet auf Prozess

Über Jahre hat das tödliche Unglück in Neuhof bei Fulda, bei dem Sophia (16) 2010 auf einem eisglatten Bahnsteig vor einen einfahrenden Zug gestürzt war, die Justiz beschäftigt. Nun endet die juristische Aufarbeitung endgültig. 

Fulda/Neuhof - „Ich bin maßlos enttäuscht. Denn die Entscheidung des Landgerichts Fulda im Oktober 2019 war eindeutig. Aber die Bahn will jetzt nicht für ihre Fehler einstehen“, beklagt Verena Heil-Ruppel (62). Ihre Tochter Sophia war 2010 am Bahnhof in Neuhof auf einem eisglatten Bahnsteig vor einen einfahrenden Zug gerutscht und ums Leben gekommen.

Nach Abschluss des Strafverfahrens erhob sie vor einem Jahr zivilrechtlich Schadenersatzansprüche gegen die Bahn. Das Unternehmen zeigte sich in den Verhandlungen um Schadenersatz aber unnachgiebig. Es war sich lediglich bereit, aus Kulanz – ohne Anerkennung einer Schuld – 5000 Euro zu zahlen. Auf Anraten ihres Rechtsanwaltes entschied sich die Mutter von Sophia nun, das Angebot der Bahn anzunehmen und keinen weiteren Prozess anzustrengen. *FuldaerZeitung.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerkes.

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