Insel Boracay
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Wer Hochrisikogebiete, wie die Philippinen-Insel Boracay bereist, muss mit Einschränkungen bei der Rückkehr nach Deutschland rechnen. (Archivbild)

Testpflicht und Quarantäne

Urlaub 2021: Diese Corona-Regeln gelten für Rückkehrer aus Risiko-Gebieten

  • Ann-Katrin Hahner
    VonAnn-Katrin Hahner
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Die Sommerferien haben viele Deutsche für Urlaub im Ausland genutzt. Doch die Corona-Regeln bei Auslandsreisen sind unübersichtlich. Wie Sie Hochrisiko- und Virusvariantengebiete voneinander unterscheiden, wann Sie nach einem Urlaub in Quarantäne müssen und wann Ihnen diese erspart bleibt, erfahren Sie hier.

Berlin - Für Reisende ist es in Corona-Zeiten nicht leicht, den Überblick zu behalten. Vor allem beim Thema Risikogebiete - und den sich daraus ergebenden Regeln für Urlauber - herrscht Unklarheit. Seit dem 1. August ist das Berliner Robert Koch-Institut von seiner bisherigen Einstufung abgewichen und weist nur noch zwei Arten von Corona-Risikogebieten aus: Zum einen Hochrisikogebiete und zum anderen Virusvariantengebiete. Die Einstufung erfolgt durch das Bundesministerium für Gesundheit, das Auswärtige Amt und das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat.

Doch ab wann gilt ein Land als Hochrisikogebiet?: Hochrisikogebiete können Länder mit besonders hohen Corona-Fallzahlen sein. „Indiz ist regelmäßig eine Sieben-Tage-Inzidenz von deutlich über 100“, teilt das Robert Koch-Institut mit. Es könne sich jedoch auch um Gebiete handeln, in denen durch Ausbreitungsgeschwindigkeit des Virus hoch ist, in denen eine Variante von Covid-19 auftritt, die ein erhöhtes Risiko für die Gesundheit darstellt oder Gebiete in denen viele Menschen wegen des Virus in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Dann spricht man von einem „gefährlichen Infektionsgeschehen“.

Urlaub 2021 trotz Corona: Diese Regeln müssen Reisende aus Risikogebieten beachten

Wann spricht man von einem Virusvariantengebiet?: Wie der Name vermuten lässt, handelt es sich bei Virusvariantengebieten um Länder, in denen eine Corona-Variante festgestellt wurde, die in Deutschland noch nicht aufgetreten ist. Ein weiteres Kriterium für die Einstufung: Die Virusvariante weist laut RKI „besorgniserregende Eigenschaften“ auf. Beispielsweise könnten Impfstoffe, die in der EU zugelassen sind, keinen oder nur eingeschränkten Schutz gegenüber der Variante bieten. Oder die Variante könnte für schwerere Krankheitsverläufe oder eine erhöhte Sterblichkeit sorgen.

Wir haben im Folgenden die von uns ausgewählten Urlaubsländer für Sie alphabetisch angeordnet. Tipp: Mit Strg+F öffnen Sie die Suchfunktion Ihres Browser. Geben Sie im Suchfeld einfach den Namen des Landes ein, um zu dem gesuchten Land zu springen. Im Anschluss an die Liste finden Sie die Regeln, die für Hochrisiko- beziehungsweise Virusvariantengebiete gelten.

Diese Urlaubsländer und Urlaubsregionen zählen zu den Hochrisikogebieten:

- Ägypten (seit 24. Januar 2021)

- Albanien (seit 5. September 2021)

- Antigua und Barbuda (seit 19. September 2021)

- Armenien (seit 19. September 2021)

- Äthiopien (seit 26. September 2021)

- Barbados (seit 19. September 2021)

- Belarus (seit 3. Oktober 2021)

- Belize (seit 19. September 2021)

- Bosnien und Herzegowina (seit 12. September 2021)

- Bulgarien (seit 24. Oktober 2021)

- Burundi (seit 26. September 2021)

- Costa Rica (seit 9. Mai 2021)

- Dominica (seit 22. August 2021)

- El Salvador (seit 3. Oktober 2021)

- Estland (seit 10. Oktober 2021)

- Frankreich - die französischen Überseegebiete Französisch-Guayana und Neukaledonien

- Georgien (seit 25. Juli 2021)

- Grenada (seit 12. September 2021)

- Guyana (seit 19. September 2021)

- Guatemala (seit 5. September 2021)

- Haiti (seit 8. August 2021)

- Iran (seit 24. Januar 2021)

- Irland - Die Region Border (seit 22. August 2021)

- Israel (seit 15. August 2021) inklusive der Palästinensischen Gebiete (seit 5. September 2021)

- Jamaika (seit 29. August 2021)

- Kamerun (seit 24. Oktober 2021)

- Kroatien (seit 24. Oktober 2021)

- Kongo (seit 24. Oktober 2021)

- Kuba (seit 18. Juli 2021)

- Lettland (seit 10. Oktober 2021)

- Litauen (seit 3. Oktober 2021)

- Malaysia (seit 13. Juni 2021)

- Mexiko (seit 8. August 2021)

- Moldau, Republik (seit 19. September 2021)

- Montenegro (seit 15. August 2021)

- Nicaragua (seit 12. September 2021)

- Niederlande - die überseeischen Teile der Niederlande: Aruba, Curaçao, Bonaire, Sint Eustatius, Sint Maarten, Saba

- Nordmazedonien (seit 22. August 2021)

- Philippinen (seit 8. August 2021)

- Rumänien (seit 3. Oktober 2021)

- Russische Föderation (seit 7. Juli 2021)

- St. Kitts und Nevis (seit 29. August 2021)

- St. Lucia (seit 29. August 2021)

- St. Vincent und die Grenadinen (seit 26. September 2021)

- São Tomé und Príncipe (seit 17. Oktober 2021)

- Serbien (seit 5. September 2021)

- Seychellen (seit 14. Februar 2021)

- Singapur (seit 24. Oktober 2021)

- Slowenien (seit 26. September 2021)

- Suriname (seit 23. Mai 2021)

- Tansania (seit 14. März 2021)

- Thailand (seit 8. August 2021)

- Trinidad und Tobago (seit 8. August 2021)

- Türkei (seit 17. August 2021) - Alles, was Sie zum Urlaub in der Türkei wissen müssen, finden Sie in unserem Türkei-Artikel

- Ukraine (seit 10. Oktober 2021)

- Venezuela (seit 19. September 2021)

- Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland inkl. der Isle of Man sowie aller Kanalinseln und aller britischen Überseegebiete (seit 7. Juli 2021)

- USA (Vereinigte Staaten von Amerika) (seit 15. August 2021)

- Vietnam (seit 15. August 2021)

Diese Urlaubsländer und Urlaubsregionen zählen zu den Virusvariantengebieten:

Keine Staaten/Regionen gelten derzeit als Virusvariantengebiete.

Rückkehr aus dem Urlaub: Diese Corona-Regeln gelten nach Reisen in Hochrisiko- und Virusvariantengebiete

Im Folgenden haben wir für Sie die Regeln zusammengefasst, die gelten, wenn Sie von einer Reise oder Ihrem Urlaub aus einem Hochrisikogebiet oder einem Virusvariantengebiet zurückkehren. Ob ihr Urlaubsland zu den diesen Gebieten zählt, lesen Sie weiter oben im Text.

Beachten Sie jedoch: Seit dem 1. August 2021 gilt für Reisen eine generelle Nachweispflicht. Dies bedeutet, dass Personen ab 12 Jahren grundsätzlich bei Einreise nach Deutschland über ein negatives Testergebnis, einen Impfnachweis oder einen Genesenennachweis verfügen müssen. Die Nachweispflicht gilt ungeachtet des Verkehrsmittels, mit dem eingereist wird oder ob ein Voraufenthalt in einem Hochrisiko- beziehungsweise Virusvariantengebiet vorlag. Bei den Tests ist generell zu beachten: Es muss sich um Antigen- (höchstens 48 Stunden alt) oder PCR-Tests (höchstens 72 Stunden alt) handeln. Schnelltests zählen nicht als Nachweis.

Was sie bei einer Reise nach Kroatien beachten müssen, lesen Sie in unserem großen Artikel zu dem Urlaubsland.

Video: Neue Reisewarnung: Die Türkei gilt jetzt als Hochrisikogebiet

Diese Regeln gelten für Reiserückkehrer aus Hochrisikogebieten und Virusvariantengebieten

- Meldepflicht: Reisende müssen eine digitale Einreiseanmeldung (www.einreiseanmeldung.de) ausfüllen und die Bestätigung schon bei der Einreise mit sich führen.

- Nachweispflicht für Virusvariantengebiete: Während Reisende nach Aufenthalt in einem Hochrisikogebiet einen Test-, Impf- oder Genesenennachweis bei sich führen müssen. Kommen Urlauber aus einem Virusvariantengebiet ist die Einreise ausschließlich mit einem Testnachweis möglich. Nachweise müssen über „www.einreiseanmeldung.de“ hochgeladen werden.

- Quarantäne: Egal ob Hochrisiko- oder Virusvariantengebiet - Personen aus einem der Risikogebiete müssen sich grundsätzlich direkt nach Ankunft zu Hause oder in sonstigen Beherbergungen in Quarantäne begeben. Diese gilt für zehn Tage. Kommt ein Reisender aus einem Virusvariantengebiet erhöht sich der Zeitraum auf 14 Tage. Da nicht bekannt ist, ob die in der EU verfügbaren Impfstoffe ausreichend gegen Virusvarianten wirken, gelten die 14 Tage Quarantäne auch für vollständig Geimpfte.

-> Kann die Quarantäne früher beendet werden?: Wie ein Artikel auf wa.de verrät, kann ein bestimmter Grund dazu führen, dass die Corona-Quarantäne sofort beendet werden kann. Für gewöhnlich gilt aber: Kommen Urlauber aus einem Virusvariantengebiet ist ein vorzeitiges Ende der Quarantäne nicht möglich. Bei einem Hochrisikogebiet gelten jedoch andere Regeln. So können sich Urlauber fünf Tage nach der Einreise „freitesten“ lassen. Das negative Testergebnis reicht dann aus, um die Quarantäne zu beenden. Dieses muss über das Portal www.einreiseanmeldung.de eingereicht werden. Auch durch Genesenen- oder Impfnachweise lässt sich die Quarantäne frühzeitig beenden. Generell empfiehlt das Bundesamt für Gesundheit jedoch, diese Nachweise vor oder während der Reise einzureichen und mit sich zu führen.

*wa.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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