Eine Mutter und ihr Kind schauen in Richtung Dubrovnik. Die Stadt ist in Kroatien ein beliebtes Urlaubsziel. Allerdings gelten im Land an der Adria besondere Corona-Regeln.
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Eine Mutter und ihr Kind schauen in Richtung Dubrovnik. Die Stadt ist in Kroatien ein beliebtes Urlaubsziel. Allerdings gelten im Land an der Adria besondere Corona-Regeln.

Kontrollen in Grenzregionen

Urlaub in Kroatien: Land seit Oktober Hochrisikogebiet - Diese Regeln gelten jetzt

  • Leon Schmitt
    VonLeon Schmitt
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Kroatien ist von Corona stark betroffen. Die Inzidenz ist mit 948 (Stand: 15. November 2021) derzeit weitaus höher als in Deutschland und anderen europäischen Ländern. Deshalb ist Kroatien seit dem 24.Oktober vom RKI als Hochrisikogebiet eingestuft. Welche Regeln dadurch gelten, lesen Sie hier.

Zagreb/Berlin - Für Kroatien gilt eine Reisewarnung. Zudem gilt das Land gleichermaßen als Corona-Risikogebiet und Hochinzidenz-Gebiet. Das beliebte Urlaubsland verlangt nach wie vor von Reisenden das EU-weit gültige Corona-Zertifikat. Akzeptiert werden aber auch Bescheinigungen einzelner Länder, dass der Betroffene geimpft, genesen oder getestet ist. Kinder unter 12 Jahren sind von der Testpflicht ausgenommen, wenn sie in Begleitung von Erziehungsberechtigten sind, die über die entsprechenden Nachweise verfügen.

Sonnige Strände und beliebte Städte, wie Dubrovnik - dafür steht das Urlaubsland Kroatien. Die Inzidenz im Land ist derzeit allerdings sehr hoch. Welche Corona-Regeln gelten, erfahren Leser im Text. (Symbolfoto)

Des Weiteren wird ein Einreiseformular benötigt. Bei der Einreise werden die Kontaktdaten der Reisenden für die Dauer des Aufenthalts in Kroatien registriert. Zur Vermeidung langer Wartezeiten bei einem Grenzübertritt empfiehlt das kroatische Innenministerium, die Kontakt- und Aufenthaltsdaten vorab online unter entercroatia.mup.hr zu hinterlegen.

Urlaub in Kroatien: Ab Sonntag Hochrisikogebiet - Das gilt bei der Rückkehr

Da Kroatien seit dem 24. Oktober vom RKI als Hochrisikogebiet eingestuft wird, bestehen bei der Rückreise nach Deutschland sowohl eine Melde- als auch eine Testpflicht. Um die Meldepflicht zu erfüllen, müssen Reisende eine Digitale Einreiseanmeldung ausfüllen. Während vollständig Geimpfte und Genesene nicht in Quarantäne müssen, herrscht für Ungeimpfte eine Quarantäne-Pflicht. Allerdings kann man sich aus dieser nach fünf Tagen freitesten lassen.

Die Hotels empfangen Gäste ohne Einschränkungen. Gaststätten dürfen Menschen in ihren Innenbereichen bewirten; ausgenommen sind Cafés ohne Speisenangebot, diese dürfen nur draußen bedienen. Der Besuch von Restaurants, Cafés und Bars ist ohne 3G-Nachweis möglich. Bei größeren Veranstaltungen wird er jedoch verlangt.

In Geschäften, im öffentlichen Verkehr, in Krankenhäusern sowie im Freien überall dort, wo der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann, besteht eine Mundschutz-Pflicht.

In Geschäften und Verkehrsmitteln ist die Personenanzahl reduziert. An Stränden gibt es Zugangsbeschränkungen und Auflagen.

An Stränden gibt es zahlreiche Auflagen und auch Zugangsbeschränkungen. Ordnungsdienste überwachen die Einhaltung der entsprechenden Regeln.

Corona in Kroatien: Mit welchen Regeln müssen Touristen im Land rechnen?

Die Regierung in Slowenien hat ihre wegen der Corona-Pandemie verschärften Einreisebedingungen schon vor längerem revidiert, sodass Transitreisende weiterhin ohne Einschränkungen innerhalb von zwölf Stunden durch das Land fahren können. Urlauber müssen für die Durchreise durch Slowenien demnach keinen Nachweis mitführen, dass sie geimpft, getestet oder genesen sind.

Sie müssen das Land jedoch innerhalb von maximal zwölf Stunden durchqueren. (Lesen Sie hier: Urlaub in Deutschland - Diese Corona-Regeln gelten in den jeweiligen Bundesländern). Zuletzt stiegen die Ansteckungszahlen in Kroatien. Aus deutscher Sicht gilt das Land jedoch - im Gegensatz zum Nachbar- und Transitland Slowenien - nicht als Hochrisikogebiet.

Der Urlaub in Kroatien erneut Corona-Regeln unterliegen. Ab dem 24. Oktober gilt das Land als Hochrisikogebiet. (Symbolfoto)

Da über Bayern der größte Teil des Rückreiseverkehrs von Kroatien läuft, werden die Urlauber in den bayerischen Grenzregionen kontrolliert. Wer aus dem Ausland zurück nach Deutschland kehrt, muss nachweisen, dass er entweder negativ getestet ist, gegen Corona geimpft oder genesen ist.

An den Grenzen von Österreich und Tschechien nach Bayern überprüft die Polizei, ob Urlauber die Einreise-Regeln einhalten. Komplette Kontrollen an den Grenzen gibt es nach Angaben der Bundesregierung aber nicht - vielmehr nur Stichproben.

Rückkehr aus Kroatien: Kontrollen von Urlaubern in bayerischen Grenzregionen

„Die Bayerische Grenzpolizei kontrolliert in enger Zusammenarbeit mit der Bundespolizei Reiserückkehrer aus dem Ausland im Rahmen der stichprobenartigen Schleierfahndung, um die Einhaltung der verschärften Regeln zu überprüfen“, sagte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU). Dabei werde auch die bayerische Bereitschaftspolizei die Beamten an der Grenze unterstützen.

An der deutsch-österreichischen Grenze in Kiefersfelden (Landkreis Rosenheim) seien die Kontrollen problemlos angelaufen, schilderte eine Sprecherin der Bundespolizei: „Die Reisenden sind gut vorbereitet.“ Herrmann appellierte an die Urlauber, sich an die neuen Regeln zu halten. „Wir müssen alles unternehmen, um die Eintragung zusätzlicher Infektionen möglichst gering zu halten.“ Zugleich warnte er: „Jeder, der gegen die Corona-Schutzmaßnahmen verstößt, muss mit empfindlichen Bußgeldern rechnen.“

Wer nicht geimpft oder von einer Corona-Erkrankung genesen ist, braucht bei der Rückkehr nach Deutschland einen Test. Für Touristen ist der Corona-Test im europäischen Ausland nur in wenigen Ländern kostenlos. Ein PCR-Test in Kroatien kostet 65 Euro, ein Antigen-Test 20 Euro. (Lesen Sie auch: Urlaub in den Herbstferien - Welche Corona-Regeln muss ich bei Reisen in Europa beachten?)

Video: Die fünf schönsten Städte Kroatiens

Corona-Ansteckungen, die wahrscheinlich auf Reisen passiert sind, spielen laut dem Robert Koch-Institut (RKI) eine zunehmende Rolle beim Infektionsgeschehen in Deutschland. Das schrieb das RKI in seinem wöchentlichen Lagebericht vom Donnerstag, 26. August.

Als wahrscheinliche Infektionsländer wurden die Türkei und der Kosovo am häufigsten genannt, vor Kroatien und Spanien. Die Türkei wird als Hochrisikogebiet eingestuft - mit Auswirkungen auf Quarantäne-Pflichten für Urlauber in Deutschland.

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