Herrlichstes Wetter am Badestrand Bavice in Kroatien.
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Herrlichstes Wetter am Badestrand Bavice in Kroatien. Touristen müssen allerdings bestimmte Corona-Regeln in dem beliebten Urlaubsland beachten.

Kontrollen in Grenzregionen

Urlaub in Kroatien - Diese Corona-Regeln müssen Touristen bei der Reise beachten

  • Leon Schmitt
    VonLeon Schmitt
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Kroatien ist von Corona weiterhin betroffen, regional jedoch unterschiedlich. Wir haben für Sie die wichtigsten Regeln aufgelistet, die Sie bei einer Reise in das beliebte Urlaubsland beachten müssen.

Zagreb/Berlin - Das beliebte Urlaubsland Kroatien verlangt seit dem 1. Juli von Reisenden das EU-weit gültige Corona-Zertifikat. Akzeptiert werden aber auch Bescheinigungen einzelner Länder, dass der Betroffene geimpft, genesen oder getestet ist. Die Hotels empfangen Gäste ohne Einschränkungen. Gaststätten dürfen Menschen in ihren Innenbereichen bewirten; ausgenommen sind Cafés ohne Speisenangebot, die nur draußen bedienen dürfen. In Kroatien liegt die Anzahl der Neuinfektionen aktuell bei 184. In den letzten sieben Tage wurden im Durchschnitt 670 Neuinfektionen pro Tag erfasst. Die Sieben-Tage-Inzidenz in Kroatien liegt bei 115.

An der Adria wurden zum Teil um ein Vielfaches höhere Corona Inzidenzzahlen gemeldet als im Landesinneren. Deshalb sind dort Versammlungen von mehr als 1000 Menschen seit dem 2. August verboten - unabhängig davon, ob die Anwesenden geimpft oder genesen sind. Die neuen Beschränkungen betreffen auch die Gastronomie sowie private Zusammenkünfte, an denen nur noch bis zu 15 Personen ohne Immunitätszertifikat teilnehmen dürfen. Abhängig vom Infektionsgeschehen kann jederzeit der Zugang zu einzelnen Adria-Inseln eingeschränkt werden.

Urlaub in Kroatien: Diese Corona-Regeln gelten für Touristen

Die Regierung in Slowenien hat ihre wegen der Corona-Pandemie verschärften Einreisebedingungen revidiert, sodass Transitreisende weiterhin ohne Einschränkungen innerhalb von zwölf Stunden durch das Land fahren können. (Lesen Sie hier: Urlaub in Deutschland - Diese Corona-Regeln gelten in den jeweiligen Bundesländern)

In den bayerischen Grenzregionen sind dagegen die Kontrollen von Urlaubern angelaufen. Wer aus dem Ausland zurück nach Deutschland kehrt, muss seit dem 1. August nachweisen, dass er entweder negativ getestet ist, gegen Corona geimpft oder genesen ist. Über Bayern läuft der größte Teil des Rückreiseverkehrs Italien oder Kroatien. Auch Österreich-Touristen, die zurück nach Deutschland wollen, fahren in der Regel durch den Freistaat.

Rückkehr aus Kroatien: Kontrollen von Urlaubern in bayerischen Grenzregionen

An den Grenzen von Österreich und Tschechien nach Bayern überprüft die Polizei nun, ob Urlauber die neuen Einreise-Regeln einhalten. Komplette Kontrollen an den Grenzen soll es nach Angaben der Bundesregierung aber nicht geben, sondern vielmehr nur Stichproben.

„Die Bayerische Grenzpolizei wird in enger Zusammenarbeit mit der Bundespolizei Reiserückkehrer aus dem Ausland im Rahmen der stichprobenartigen Schleierfahndung kontrollieren, um die Einhaltung der verschärften Regeln zu überprüfen“, kündigte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Sonntag an. Dabei werde auch die bayerische Bereitschaftspolizei die Beamten an der Grenze unterstützen.

An der deutsch-österreichischen Grenze in Kiefersfelden (Landkreis Rosenheim) seien die Kontrollen problemlos angelaufen, schilderte eine Sprecherin der Bundespolizei: „Die Reisenden sind gut vorbereitet.“ Herrmann appellierte an die Urlauber, sich an die neuen Regeln zu halten. „Wir müssen alles unternehmen, um die Eintragung zusätzlicher Infektionen möglichst gering zu halten.“ Zugleich warnte er: „Jeder, der gegen die Corona-Schutzmaßnahmen verstößt, muss mit empfindlichen Bußgeldern rechnen.“

Wer nicht geimpft oder von einer Corona-Erkrankung genesen ist, braucht bei der Rückkehr nach Deutschland einen Test. Für Touristen ist der Corona-Test im europäischen Ausland nur in wenigen Ländern kostenlos. Ein PCR-Test in Kroatien kostet 65 Euro, ein Antigen-Test 20 Euro.

Video: Die fünf schönsten Städte Kroatiens

Corona-Ansteckungen, die wahrscheinlich auf Reisen passiert sind, spielen laut dem Robert Koch-Institut (RKI) eine zunehmende Rolle beim derzeitigen Infektionsgeschehen in Deutschland. Das schrieb das RKI in seinem wöchentlichen Lagebericht vom Donnerstag, 26. August. In der jüngsten Meldewoche seien demnach 5804 Infektionen registriert worden, in denen die Betroffenen dem Virus wahrscheinlich im Ausland ausgesetzt waren.

Als wahrscheinliche Infektionsländer wurden die Türkei und der Kosovo am häufigsten genannt, vor Kroatien und Spanien. Die Türkei wird inzwischen als Hochrisikogebiet eingestuft - mit Auswirkungen auf Quarantäne-Pflichten für Urlauber in Deutschland.

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