Hochrisikogebiet

Urlaub in der Türkei: Diese Corona-Regeln müssen Touristen derzeit beachten

  • Selina Eckstein
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Seit Mitte August ist die Türkei Hochrisikogebiet. Die Inzidenz ist wieder über 200 gestiegen. Bei der Rückreise nach Deutschland gelten für Menschen, die nicht geimpft oder genesen sind, strenge Quarantäne-Auflagen.

Türkei - Die Türkei zählt zu den beliebtesten Urlaubsländern der Deutschen. Das Land am Bosporus ist allerdings stark von Corona betroffen. Die Johns Hopkins University (JHU) meldet für das Land mit rund 84 Millionen Einwohnern eine Inzidenz von 204,6 (Stand 28. November).

Die Türkei ist wegen der hohen Fallzahlen Hochrisikogebiet. Es gilt zudem eine Reisewarnung. Wer aus Deutschland in die Türkei reisen will und älter als zwölf Jahre ist, braucht einen negativen Corona-Schnelltest (nicht älter als 48 Stunden) oder einen PCR-Test (nicht älter als 72 Stunden). Geimpfte und Genesene (nicht älter als sechs Monate) können mit entsprechendem Nachweis einreisen. Bei Flugreisen sind die Nachweise beim Check-in vorzulegen.

Urlaub in der Türkei: Diese Corona-Regeln gelten derzeit für Touristen

Kinder unter zwölf Jahren müssen laut dem aktuellen Türkei-Reisehinweises des Auswärtigen Amtes ab dem 6. Oktober 2021 keinen Impf-, Genesungs- oder negativen Testnachweis mehr bei der Einreise vorlegen. Zuvor galt die Nachweispflicht bereits ab sechs Jahren.

Außerdem müssen alle Flugreisenden über sechs Jahre innerhalb von 72 Stunden vor der Reise ein elektronisches Formular des türkischen Gesundheitsministeriums ausfüllen. Dies gilt nicht für Transitpassagiere. Die Kontrolle des Formulars erfolgt bei der Einreise beziehungsweise beim Check-in.

Für Türkei-Urlauber gelten nach der Rückkehr nach Deutschland strenge Regeln. (Symbolfoto)

Danach wird Reisenden ein Genehmigungscode („HES-Code“) mitgeteilt, der bei Kontrollen auf innertürkische Flügen, Zug- und Busfahrten im Land vorgezeigt werden muss. Den Code bekommt man per SMS auf das Handy (allerdings nur auf türkische Mobiltelefone) oder mittels einer App.

Für Flugpersonal, Lkw-Fahrer, Seeleute sowie für Transitpassagiere gibt es hingegen keine Einschränkungen.

In der Türkei selbst gelten überall Abstandsregeln (mindestens drei Schritte zu anderen Personen). Auf Plätzen, Straßen, Märkten und Parks und an Stränden besteht eine Maskenpflicht. Zudem gilt ein Rauchverbot in der Öffentlichkeit.

Restaurants, Cafés, Einkaufszentren, Kinos und Theater haben geöffnet, um sie besuchen zu dürfen ist allerdings der HES-Code erforderlich (siehe weiter oben).

Touristen schlendern in der Nähe der Hagia Sophia durch die Straßen. Welche Corona-Regeln Touristen in der Türkei beachten müssen, lesen Sie im Text.

Ausgangsbeschränkungen bestehen in der Türkei nicht. (Lesen Sie hier: Urlaub in Kroatien trotz Corona: Diese Regeln müssen Touristen beachten)

Hochrisikogebiet

Als Hochrisikogebiete gelten Regionen mit besonders hohen Fallzahlen. Ein Indiz: eine Sieben-Tage-Inzidenz von „deutlich mehr als 100“. Betrachtet werden sollen aber auch andere Faktoren wie Testraten und Klinikfälle. Die Stufe des „einfachen“ Risikogebiets mit mehr als 50 gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern in sieben Tagen entfällt. Bisher gab es auch die mittlere Stufe der „Hochinzidenzgebiete“ mit Sieben-Tage-Inzidenz über 200.

Quarantäne

Vorgesehen ist für Hochrisikogebiete, dass nicht Geimpfte und nicht Genesene nach der Rückkehr zehn Tage in Quarantäne müssen, die frühestens ab dem fünften Tag mit einem negativen Test beendet werden kann. Eine zunächst vorgesehene Vorgabe zu PCR-Tests fiel wieder weg. Für Kinder unter zwölf soll die Quarantäne generell nach dem fünften Tag nach Einreise enden. (Lesen Sie hier: Diese Corona-Regeln gelten für Reiserückkehrer)

Bei der Heimreise nach Deutschland muss eine digitale Einreiseanmeldung ausgefüllt werden. Außerdem ist eine Quarantäne für Personen vorgesehen, die nicht gegen das Coronavirus geimpft sind beziehungsweise nicht erkrankt waren (siehe Info-Box). Die Quarantäne gilt 10 Tage. Frühestens ab dem fünften Tag kann man sich freitesten lassen. (mit dpa-Material)

Rubriklistenbild: © Xu Suhui

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