Vox, der Sender mit dem Logo mit der roten Kugel, gehört zu den vier erfolgreichsten Privatsendern in Deutschland
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Vox, der Sender mit dem Logo mit der roten Kugel, gehört zu den vier erfolgreichsten Privatsendern in Deutschland

Seit 1993 auf Sendung

Vox: Mediathek, TVNow, Shopping Queen, Das perfekte Dinner - Alle Infos zum Sender

  • Selina Eckstein
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  • Sebastian Reichert
    Sebastian Reichert
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Vox ist ein deutschsprachiger Privatsender der RTL Group, der unter anderem für die Formate „Das perfekte Dinner“ und „Shopping Queen“ (mit Guido Maria Kretschmer) bekannt ist. Die Vox-Mediathek ist integriert in das Streamingportal TVNow (künftig: RTL+).

Köln - Vox (Eigenschreibweise: VOX) seit 1993 auf Sendung und gehört neben RTL, Sat.1 und ProSieben zu den vier erfolgreichsten Privatsendern in Deutschland. Die Mediathek von Vox nennt sich TVNow (künftig: RTL+) und ist im Internet unter tvnow.de zu finden. Auf TVNow können viele Sendungen bis eine Woche nach deren Ausstrahlung kostenlos angesehen werden. Viele Inhalte aus dem Programm von Vox kann man auf TVNow auch schon vor der TV-Ausstrahlung sehen.

Vox: Mediathek, TVNow, Shopping Queen, Das perfekte Dinner - Alle Infos zum Sender

Auf der Video-on-Demand-Plattform TVNow ist es auch möglich, ein kostenpflichtiges „TVNow Premium“-Paket für 4,99 Euro zu buchen und damit sämtliche Sendungen, Serien und Spielfilme bis zu 30 Tage lang abzurufen. Mit dem Premium+ Paket für 7,99 Euro im Monat gibt es die Sendungen in der Vox-Mediathek auch mit Werbefreiheit, zudem auch Streams in Originalfassung. Der Streaming-Service TVNow Premium ist zudem in das TV-Produkt MagentaTV von Telekom Deutschland integriert.

Sitz: Köln, Deutschland
Eigentümer:RTL Group
Geschäftsführer:Sascha Schwingel (seit 2019)
Sendestart: 25. Januar 1993
Marktanteil (2020): 4,6 Prozent (ab 3 Jahren); 6,7 Prozent (14–49 Jahre)

Nach Angaben von Vox vom 17. November 2020 ist das Angebot des Streamingservice TVNow mit monatlich bis zu 5,95 Millionen Unique Usern (AGOF) auf mittlerweile 47.000 Programmstunden an exklusiven Eigenproduktionen (TVNow-Originals), Inhalten des eigenen Sender-Portfolios sowie exklusiver Lizenzware angewachsen. Es soll weiter massiv ausgebaut werden - auch, um den Konkurrenzkampf mit Anbietern wie Netflix, Prime Video oder Disney+ bestehen zu können.

Auch deshalb soll im zweiten Halbjahr 2021 das Subscription-Video-on-Demand-Angebot von TVNow auch als Mediathek neu unter dem Namen RTL+ positioniert werden. Vox gehört zur RTL Mediengruppe, die wiederum Teil der RTL Group mit Sitz in Luxemburg und Tochter der Bertelsmann SE & Co. KGaA ist und in Deutschland die Fernsehsender RTL, VOX, RTL II und n-tv betreibt. Bertelsmann ist der zweitgrößten Medienkonzern Europas.

Die Mediengruppe RTL Deutschland (zu der auch Vox gehört) investiert nach eigenen Angaben jährlich rund eine Milliarde Euro in die Kreation und Produktion eigener Inhalte. Die Genre-Vielfalt umfasst sowohl Fiction-, Entertainment- und News-Angebote als auch Livesport, ein umfangreiches Spielfilmpaket und einen konstant wachsenden Family- & Kids-Bereich. Zum Jahresende 2019 waren knapp 16.300 Mitarbeiter bei der RTL Group beschäftigt. Es wurden rund 6,65 Milliarden Euro Umsatz erwirtschaftet, davon rund 2,26 Milliarden von der Mediengruppe Deutschland.          

Vox sieht sich selbst aktuell als „vielfältiges Entertainment-Programm mit hohem Qualitätsanspruch“. Tagsüber (Daytime) und abends (Primetime) setzt Vox in erster Linie auf „Eigenproduktionen mit starken Köpfen“. Zu den Programm-Highlights gehören unter anderem: „Die Höhle der Löwen“, „Sing meinen Song – Das Tauschkonzert“, „Kitchen Impossible“, „Das perfekte Dinner“ und „Shopping Queen“. Diese Formate haben dem Sender auch schon zahlreiche Auszeichnungen (Bambi, Echo, Fernsehpreis) eingebracht.

Die Geschichte von Vox begann bereits 1990, als der „Westschienen-Staatsvertrag“ in Kraft trat, um einen zusätzlichen privaten TV-Sender in Deutschland zu starten, der „eine anspruchsvolle Alternative zu den bestehenden Sendern sein“ sollte. Am 20. Dezember 1991 erhielt der Westschienenkanal (größter Anteilshalter war die Bertelsmann AG) gemeinsam mit der dctp (Spiegel TV, BBC exklusiv, Süddeutsche Zeitung TV, NZZ Format) die Sendelizenz für ein Fernsehvollprogramm.

Seit dem 1. Januar 2011 hält Vox die Sendelizenz alleine; bereits seit 1999 gehört es dem deutschen Senderverbund der RTL-Mediengruppe an. 1992 war aus dem „Westschienenkanal“ aber zunächst der Sender Vox (lateinisch: Stimme, Sprache) geworden. Die Agentur Dietz & Partner entwickelte das Sender-Logo mit dem roten Punkt. Am 25. Januar 1993 startete dann der Sender. Erster Programmdirektor war Ruprecht Eser. Bereits 1993 liefen Formate wie „liebe sünde“ (später zehn Jahre: „Wa(h)re Liebe“ mit Lilo Wanders) und „VOXTOURS“ an.

„Das perfekte Dinner“ zählt zu den beliebtesten Sendungen auf Vox

1994 stieg Rupert Murdoch als größter Eigentümer bei Vox ein (und blieb bis 1999). Das Programm richtete sich fortan mehr auf Unterhaltung aus, zum Beispiel mit den Serien „Ally McBeal“ (ab 1998) und „CSI - Den Tätern auf der Spur“ (ab 2001). Am 2. Oktober 2001 zeigte Vox die erste Ausgabe der „stern TV-Reportage“. Nach dem „Kochduell“ starten 2003 „Schmeckt nicht, gibt’s nicht“ mit Tim Mälzer (2016 zurück mit „Kitchen Impossible“) und das Deko-Programm „Wohnen nach Wunsch“.

Das perfekte Dinner“ (Start: 21. November 2005) entwickelt sich mit Marktanteilen von mehr als 20 Prozent in der werberelevanten Zielgruppe in den kommenden Jahren zur erfolgreichsten Eigenproduktion bei Vox. Das Format mit bereits über 3000 ausgestrahlten Folgen erhielt 2007 den Deutschen Fernsehpreis in der Kategorie „Beste Kochshow“. Das Konzept basiert auf der von ITV Studios für Channel 4 produzieren britischen Fernsehserie Come Dine with Me.

Die Erstausstrahlung der ersten Folge von „Das perfekte Dinner“ erfolgte nach einer Pilotsendung im November 2005 am 6. März 2006 auf Vox. Von Montag bis Freitag wird im Vorabendprogramm ein Zusammenschnitt jeweils eines Tages gezeigt, an dem einer der Kandidaten beim Einkaufen, Dekorieren des Tisches, beim Kochen, beim Empfang der zu Beginn der Woche unbekannten Gäste sowie der Verlauf des Dinners gezeigt werden. Dazwischen geben die Gäste Kommentare zum Erlebten ab, die am Ende in einer Begründung für die Bewertung enden. Neben „Das perfekte Dinner“ gibt es „Das perfekte Promi-Dinner“ beziehungsweise „Das perfekte Profi-Dinner“. Diese Sendungen laufen dann meist im Abendprogramm von Vox.

„Shopping Queen“ ist ein weiterer Quotenbringer bei Vox

Nach den Starts von „Goodbye Deutschland“ (mit Daniela Katzenberger) und „X Factor“ lief am 30. Januar 2012 die Styling-Doku Shopping Queen mit Guido Maria Kretschmer an, ein weiterer Quotenbringer bei Vox.

Bei der Doku-Soap können sich Frauen aus ganz Deutschland bewerben. In Ausnahmefällen gibt es auch männliche Teilnehmer. Jede Woche zieht die Show in eine andere Stadt und kürt deren „Shopping Queen“. Pro Woche treten fünf Teilnehmerinnen an, die alle ein gemeinsames Thema vorgegeben bekommen, nach dem sie sich kleiden sollen. Sie bekommen in der Regel 500 Euro Budget und dürfen damit innerhalb von vier Stunden im Raum der Stadt, in der die Show gerade stattfindet, Kleidung, Schuhe und Accessoires kaufen, sich frisieren und schminken lassen.

Video: Guido Maria Kretschmer spricht über sein Aus bei „Shooping Queen“ (Vox)

Jeden Tag wird eine andere Teilnehmerin dabei gefilmt, während die Konkurrentinnen sich in deren Wohnung umsehen dürfen. Die Teilnehmerinnen müssen sich am Ende jeden Tages auf einer Skala von 0 bis 10 gegenseitig bewerten. Am Ende der Woche bewertet Juror Guido Maria Kretschmer alle Teilnehmerinnen. Die Beste wird zur „Shopping Queen“ ihrer Stadt ernannt und bekommt ein Preisgeld von 1000 Euro oder einen Sachpreis, wie zum Beispiel eine Chanel-Tasche im Wert von 4000 Euro. Seit April 2012 gibt es unregelmäßig eine Version mit prominenten Kandidaten.

Diese Sendungen sind weitere Highlights im Programm von Vox

Ende Februar 2021 wies Sender-Sprecherin Julia Kikillis besonders auf die folgenden aktuellen Vox-Highlights hin:
- „Kitchen Impossible“ mit Tim Mälzer (immer sonntags um 20.15 Uhr)
- „First Dates Hotel“ mit Roland Trettl (immer montags um 20.15 Uhr)
- die neue Vox-Quizshow „Die rote Kugel“ mit Martin Rütter (immer mittwochs um 20.15 Uhr)

Ab dem 17. März 2021 zeigt Vox um 20.15 Uhr die erfolgreiche TVNow-Serie „Unter Freunden stirbt man nicht“ (mit Iris Berben, Heiner Lauterbach, Adele Neuhauser und Michael Wittenborn) als Free-TV-Premiere. Ab dem 20. März 2021 startet um 17 Uhr die neue Vox-Sendung „Guidos Deko Queen“ mit Guido Maria Kretschmer.

In „Die Höhle der Löwen“ auf Vox werben Startups, Erfinder und Unternehmensgründer um Kapital

Ab dem 22. März 2021 um 20.15 Uhr startet die Frühjahrsstaffel von „Die Höhle der Löwen“ und läuft jeden Montag um 20.15 Uhr auf Vox. Das Finale der 9. Staffel von „Die Höhle der Löwen“ soll voraussichtlich am 7. Juni 2021 zu sehen sein. Eine Folge dauert circa 120 Minuten. Sie ist ein Ableger der britischen Sendung „Dragons’ Den“. Seit der achten Staffel gibt es zudem eine Neuerung, denn die Sendung ist montags und nicht mehr dienstags auf Vox zu sehen.

In „Die Höhle der Löwen“ (kurz: DHDL) auf Vox werben Startups, Erfinder und Unternehmensgründer um Kapital zum Wachstum ihres Unternehmens. Ihre Geschäftskonzepte stellen sie den „Löwen“, so werden die Investoren in der Sendung genannt, vor und bieten ihnen Geschäftsanteile an. Die „Löwen“ sind prominente Investoren, die eigenes Geld in Unternehmen ihrer Wahl investieren und dafür Firmenanteile erhalten. Die vorgestellten Produkte in „Die Höhle der Löwen“ sind in der Regel zeitgleich mit dem Ausstrahlungstermin der Sendung in Onlineshops und vielen Supermärkten erhältlich.

  • Folgende Vox-Sendungen sind unter den TV-Zuschauern ebenfalls beliebt:
  • hundkatzemaus (Seit 2001)
  • Prince Charming (Seit 2019)
  • Club der roten Bänder (2015 bis 2017)
  • mieten, kaufen, wohnen (2008 bis 2016)
  • Cover my Song (Seit 2011)
  • Auf und davon - Mein Auslandstagebuch (Seit 2007)

      

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