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Wetter-Experte erwartet Rekordwinter – „allerdings nicht in Sachen Kälte“

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Von: Jakob Koch

Die milden Temperaturen bringen derzeit einen Altweibersommer mit viel Sonne ins Land. Für den Winter erwarten Experten Ungewöhnliches für das Wetter.

Hamburg – Sommer, Sonne, Sonnenbrand: Der Altweibersommer lässt viele Menschen die tristen Tage der vergangenen Wochen vergessen; auch in Hessen. Auch die enorm gestiegenen Energiekosten in Folge der Energiekrise werden etwas gelindert, da auch weniger geheizt werden muss. Doch wie geht es mit dem Wetter im Rest des Jahres weiter?

Wetter im Winter 2022: Experte erwartet Rekordwinter – „allerdings nicht in Sachen Kälte“

Für den Winter 2022/2023 gibt es bereits erste Ausblicke und die fallen - zumindest für alle Winterfans - durchaus dramatisch aus: Bleibt der Schnee sogar ganz weg? Diplom-Meteorologe Dominik Jung von wetter.net wagt in seinem Ausblick eine Prognose, die vor allem äußerst milde Temperaturen voraussagt. (Lesen Sie auch: Wintermodus einstellen: Mit diesem Fenstertrick sparen Sie bares Geld)

Jahreszeit:Winter 2022/23
Durchschnittstemperatur im Winter 2021/223,3 Grad Celsius
Durchschnittlicher Niederschlag im Winter 2021/22:200 Litern pro Quadratmeter
Kälterekord in Deutschland:−37,8 Grad Celsius (1929 in Wolnzach, Bayern gemessen)

Nahezu wöchentlich kommen neue Wetter-Prognosen auf den Markt, die sich mit den Temperaturen des nahenden Winters beschäftigen. Das Interesse ist groß – viele Verbraucher fragen sich, wie viel sie heizen müssen und was dann an Kosten auf sie zukommt. Der US-Wetterdienst NOAA rechnet nun den Winter immer milder: Bis zu zwei Grad Celsius sollen die Temperaturen über dem Mittel der Jahre 1991 bis 2022 liegen.

Damit wäre ein Rekordwinter seit Beginn der Wetteraufzeichnungen möglich, derzeit wird eine Platzierung in den Top 5 prognostiziert, wie 24hamburg.de berichtet. „Da ist durchaus ein rekordverdächtiger Winter möglich, allerdings nicht in Sachen Kälte, sondern eher in Sachen Wärme. Für unsere Energiekosten wäre das allemal eine gute Sache“, sagt Diplom-Meteorologe Dominik Jung.

Polar-Peitsche bringt uns Kälte
Mütze, dicke Jacke, Schutz für das Gesicht: Womöglich ist das im kommenden Winter gar nicht notwendig. (Symbolbild). © Oliver Berg/dpa

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Ursachen für die milden Winter sind vielschichtig. Neben dem allgemeinen Klimawandel wird auch das Wetter-Phänomen La Niña genannt. Das könnte in einigen Regionen Dürren und heftige Stürme begünstigen. „Es ist außergewöhnlich, drei aufeinanderfolgende Jahre ein La-Niña-Ereignis zu haben. Sein kühlender Einfluss verlangsamt vorübergehend den Anstieg der globalen Temperaturen – aber er wird den langfristigen Erwärmungstrend nicht aufhalten oder umkehren“, sagte Petteri Taalas, Generalsekretär der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) kürzlich.

Ungewöhnliches Wetter-Phänomen im Winter 2022: La Niña tritt drei Jahre infolge auf

Der Winter 2021/22 in Deutschland war der elfte zu warmer Winter in Folge. Ein paar Fakten, die der Deutsche Wetterdienst (DWD) basierend auf seinen 2000 Messstationen zusammengestellt hat:

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