1. Fuldaer Zeitung
  2. Panorama

WhatsApp-Masche erneut im Umlauf – Tausende Euro in Sekunden weg

Erstellt:

Von: Lisa Bender

Kriminelle versuchen via WhatsApp, ihre Opfer um hohe Geldsummen zu bringen. Erhält man eine betrügerische Nachricht, ist schnelles Handeln gefordert.

Dortmund – Die Betrugsmasche ist kein gänzlich neuer Versuch, WhatsApp-Nutzer um ihre Daten oder ihr Geld zu bringen. Da die Masche jedoch noch immer andauert und weiterhin viele Menschen darauf hereinfallen, warnt das Landeskriminalamt in Niedersachsen erneut vor dem perfiden Trick, berichtet RUHR24.

WhatsApp: Betrugsmasche im Umlauf – Tausende Euro in Sekunden weg 

Seit 2021 kursieren immer wieder Meldungen per WhatsApp oder SMS, mit denen Kriminelle versuchen, Nutzer davon zu überzeugen, dass sie Freunde oder Familienangehörige seien. Die Masche ist dabei stets relativ ähnlich (mehr Digital-News bei RUHR24).

Mit einer unbekannten Nummer werden die Opfer angeschrieben - mit dem Vorwand, dass die SIM-Karte oder das Handy kaputt sei und man eine neue Telefonnummer habe. Das LKA Niedersachsen nennt einige Beispiele für die erfundenen Geschichten:

Auf den ersten Blick klingt die Nachricht relativ persönlich und auch plausibel. Die Cyberkriminellen hoffen, dass die Empfänger dem ganzen Glauben schenken, die neue Nummer einspeichern und sich melden.

Haben die Betrüger es soweit geschafft, lässt eine weitere Nachricht in der Regel nicht lange auf sich warten, in dem die Opfer per WhatsApp oder SMS dann um Geld gebeten werden, weil man aufgrund der neuen Telefonnummer Probleme mit dem Online-Banking habe. Es wird außerdem versprochen, die Summe zeitnah an die „Eltern“ zurückzuüberweisen.

Gehen die Empfänger dem Wunsch aus der WhatsApp-Nachricht nach, nimmt das Drama seinen Lauf. „Wer ungeprüft dieser Aufforderung nachkommt, hat in der Regel mehrere Hundert oder auch Tausende Euro an unbekannte Personen überwiesen“, warnt das LKA.

WhatsApp-Betrug: Was Betroffene nach der Betrugsmasche tun können

Wer Geld überwiesen hat und es bemerkt, sollte schnellstmöglich die Bank informieren und diese bitten, die Überweisung zu stoppen. Laut LKA ist eine schnelle Reaktion entscheidend – „wenige Minuten oder Stunden können schon zu spät sein“.

Außerdem kann man mithilfe von Screenshots von dem WhatsApp-Gespräch Anzeige bei der Polizei erstatten. Allerdings schätzt das LKA die Chance, das Geld zurückzubekommen, als sehr gering ein. Schon nach kurzer Zeit würden sich Überweisungen nicht mehr stoppen lassen. Hinzu kommt, dass die meisten Empfangskonten der Betrüger nicht in Deutschland sind. Das erschwert die Nachverfolgung und die Rückerstattung deutlich.

Betrugsmasche via Whatsapp
Per WhatsApp ist mal wieder eine Betrugsmasche im Umlauf. Das LKA warnt. © Vladdeep/Panthermedia/Imago; Screenshot/Landeskriminalamt; Collage: Sabrina Wagner/RUHR24

Der beste Schutz, sich gegen Betrugsmaschen via WhatsApp, E-Mail oder SMS zu schützen, ist es also, aufmerksam zu sein und gar nicht erst auf die Abzocke hereinzufallen.

Doch das ist oftmals leichter gesagt als getan – denn auch die Tricks der Kriminellen werden immer perfider und glaubhafter. Sowohl das LKA als auch die Verbraucherzentrale haben dennoch einige Tipps, wie man sich davor schützen kann:

Auch interessant