Das ZDF ist das Hauptprogramm der Rundfunkanstalt Zweites Deutsches Fernsehen und das zweite öffentlich-rechtliche nationale Fernsehprogramm Deutschlands.
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Das ZDF ist das Hauptprogramm der Rundfunkanstalt Zweites Deutsches Fernsehen und das zweite öffentlich-rechtliche nationale Fernsehprogramm Deutschlands.

Öffentlich-rechtlicher Sender

ZDF: Live, Mediathek, Programm, Serien, Filme - Alle wichtigen Informationen zum Fernsehsender

  • Selina Eckstein
    vonSelina Eckstein
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Neben der ARD wurde 1963 ein zweites gesamtdeutsches Fernsehprogramm gegründet: Das ZDF mit Sitz in Mainz. Am 1. April erfolgte der Sendestart des öffentlich-rechtlichen Senders, der heute einen Marktanteil von 5,6 Prozent bei den 14-49 Jährigen und 13,7 Prozent insgesamt hat.

  • Am 1. April 1963 ging das ZDF auf Sendung
  • Der Mainzer Stadtteil Lerchenberg ist Sitz des Fernsehsenders
  • Der öffentlich-rechtliche Sender bietet als zusätzliche digitale Programme ZDFinfo und ZDFneo an

Mainz - Das Zweite Deutsche Fernsehen (kurz: ZDF) ist ein öffentlich-rechtliches Fernsehprogramm, das sowohl Information und Unterhaltung für Familien bietet, als auch Sendungen für Personen älterer Generationen. Dies zeigt sich bei den TV-Sendungen, die am Wochenende abends im ZDF laufen. Häufiger sind ab 20.15 Uhr Schlager-Musiksendungen, wie die Helene-Fischer-Show oder aber „Willkommen bei Carmen Neben“ zu sehen. Laut der Website statista hatte die Helene-Fischer-Show 2019 die zweithöchste TV-Reichweite bei den Unterhaltungssendungen unter den deutschen Sendern (6,11 Millionen Zuschauer). Dicht gefolgt von 50 Jahre ZDF-Hitparade (5.97 Millionen Zuschauer). Mehr Zuschauer interessierten sich lediglich für den Eurovision Songcontest im Ersten (7,56 Millionen Zuschauer).

Fernsehsender ZDF
Sendestart1. April 1963
SitzMainz
IntendantThomas Bellut

„ZDF“: Live-Stream und Mediathek - Sendungen immer und überall gucken

Als öffentlich-rechtlicher Sender bietet das ZDF auch einen Live-Stream sowie eine Mediathek an, in der Serien sowie Sendungen im Nachhinein angeschaut werden können. Auf die ZDF-Mediathek kann man sowohl auf dem TV-Gerät zugreifen, wenn dieses mit dem Internet verbunden ist, als auch über den Laptop, das Tablet oder Handy. Die ZDF-Mediathek bietet einen kostenlosen Live-Stream für das ZDF, ZDFneo, 3Sat, Phoenix, ARTE und ZDFinfo sowohl im Internet als auch in der App. In der Mediathek kann man aber nicht nur das ZDF-Programm sehen, das bereits im Fernsehen lief, sondern sich auch vorab kostenlos Folgen bestimmter Serien ansehen.

Diese Shows sind aus dem ZDF-Programm nicht mehr wegzudenken

Das ZDF bietet im Abendprogramm nicht nur Schlager-Musiksendungen an. Zwischen 1981 und 2014 zeigte das ZDF an vielen Samstagabenden um 20.15 Uhr „Wetten, dass...“. Die Show wurde von Frank Elstner, Wolfgang Lippert, Thomas Gottschalk und zuletzt von Markus Lanz moderiert. Vor allem Thomas Gottschalk prägte „Wetten, dass...“ und moderierte das Format insgesamt 22 Jahre lang. Dabei führte er durch 151 Ausgaben. Seinen Rücktritt verkündete er im Februar 2011, nachdem Kandidat Samuel Koch sich bei einer Wette schwer verletzte und seitdem gelähmt ist. Im April 2014 gab Markus Lanz, der die Abendshow von 2012 bis 2014 moderierte, das Ende von „Wetten, dass...“ bekannt. Im Dezember wurde die letzte Sendung ausgestrahlt.

Weitere Shows, die einen Platz im abendlichen Wochenend-Programm des ZDF gefunden haben, sind auch Quizshows, wie „Da kommst du nie drauf“ und Quiz-Champion. Beide Formate werden von Johannes B. Kerner moderiert. Auch die Trödelshow Bares für Rares“, unter der Moderation von Horst Lichter, erfreut sich bei den ZDF-Zuschauern seit 2013 großer Beliebtheit. Während die Sendung von montags bis freitags im Nachmittags-Programm um 15.05 Uhr zu sehen ist, gibt es in regelmäßigen Abständen auch Abendsendungen, wie „Bares für Rares“ im Schloss.

Spielfilme und Serien: Das ist im Programm des ZDF zu sehen

Doch nicht nur Shows werden im Abendprogramm des ZDF ausgestrahlt, sondern auch Spielfilme und Serien. Eine der wohl bekanntesten Fernsehreihen des ZDF ist, neben der Schwarzwaldklinik, das Traumschiff, das seit 1981 produziert wird. In der Reihe werden die zumeist heitere Verwicklungen der Passagiere eines Kreuzfahrtschiffs, das in jedem Film zu einem anderen Urlaubsziel unterwegs ist, erzählt. Der Kapitän, der Chefsteward, die Chefhostess und der Schiffsarzt tun ihr Möglichstes, um für ein Happy End bei alle Beteiligten zu sorgen. Im Verlauf einer Folge konzentriert sich das Geschehen üblicherweise auf drei voneinander unabhängige Handlungsstränge. Meist sind dies zwei Geschichten, die sich um die Passagiere des Schiffes drehen sowie eine Geschichte, in die die Besatzungsmitglieder verwickelt sind.

Zu den beliebtesten Serien im ZDF, die im Abendprogramm laufen, zählen die Krimiserien SOKO München, SOKO Leipzig, SOKO Köln, SOKO Kitzbühel, SOKO Stuttgart, SOKO Wismar und SOKO Wien sowie die Arztserie „Der Bergdoktor“. Als allererste SOKO-Reihe strahlte das ZDF 1978 SOKO München aus. Seit 2001 kamen weitere Städte mit weiteren Ermittlerteams hinzu. Der Bergdoktor wird seit 2008 im ZDF ausgestrahlt. Dabei geht es um Martin Gruber, Arzt aus Leidenschaft, der von seinen Patienten vor persönliche und fachliche Herausforderungen gestellt wird. Auch in seinem Privatleben ist der Bergdoktor stets gefordert.

ZDF-Fernsehgarten und Sport-Sendungen: Das läuft im Zweiten Deutschen Sender

Neben Schlager-Musiksendungen, die zur Prime Time im ZDF laufen, strahlt der Sender seit 1986 sonntags um 11.50 Uhr den ZDF-Fernsehgarten aus. Seit 2000 wird die Sendung von Andrea Kiewel moderiert. Der ZDF-Fernsehgarten wird in den Sommermonaten am Sonntagvormittag live vom Gelände des ZDF-Sendezentrums in Mainz-Lerchenberg übertragen. Jährlich werden etwa 16 bis 21 Sendungen produziert.

Die Inhalte der Sendung ZDF-Fernsehgarten sind Musik- und Showauftritte, wobei sowohl bekannte als auch in Deutschland weniger bekannte vorwiegend deutsche Künstler auftreten. Dazu werden Themen wie Mode, Kochen, Heimwerken, Gesundheitstipps, Gartenpflege oder Sport (vor allem Trendsportarten) eingestreut. Der Fernsehkoch Armin Roßmeier stellt hierbei seit der ersten Saison verschiedene Gerichte vor. Artistik- und Varieténummern runden das Programm ab. 

Video: Pleiten, Pech und Kiwi: Die größten Aufreger im „ZDF-Fernsehgarten“

Doch nicht nur die Schlager-Fans unter den Zuschauern kommen im ZDF auf ihre Kosten, sondern auch Sport-Fans. Während das aktuelle Sportstudio am späten Samstagabend alle Fußballspiele des Samstags sowie Nachrichten weiterer Sportarten zusammenfasst, läuft am späten Sonntagnachmittag die ZDF-Sportreportage mit Sportnachrichten vom Tage und Fußball-Ergebnissen der 1. und 2. Bundesliga.

ZDF heute: Mit dieser Nachrichtensendung bleiben die Zuschauer auf dem Laufenden

Außerdem hält das ZDF seine Zuschauer täglich mit den aktuellen Nachrichten auf dem Laufenden. heute ist eine Nachrichtensendung des ZDF mit aktuellen Meldungen des Tages aus den Bereichen Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur, Gesellschaft, Sport und Wetter. Die Hauptausgabe der heute-Sendung wird täglich um 19 Uhr ausgestrahlt.

Die Nachrichtensendung ging am 1. April 1963, mit dem Beginn des ZDF-Sendebetriebes um 19.30 Uhr, direkt nach der Ansprache des Intendanten Karl Holzamer um 19.35 Uhr zum ersten Mal auf Sendung. Im Gegensatz zur Tagesschau, deren Nachrichten von einem Sprecher verlesen werden, setzt das ZDF auf einen Journalisten, also auf einen „Redakteur im Studio“. Dieser schreibt seine Texte selbst und kann die Reihenfolge der Meldungen auch mitbestimmen.

ZDF-Entstehung und die Mainzelmännchen: Anfänge des Senders

Das erste Fernsehurteil des Bundesverfassungsgerichts in Karlsruhe am 28. Februar 1961 schafft die Grundlage für eine von den Bundesländern gemeinsam getragene Fernsehanstalt. Es bestätigt den Ländern deren alleinige Zuständigkeit für Organisations- und Programmfragen auf dem Gebiet des Rundfunks. Der Staatsvertrag über die Errichtung der Anstalt des öffentlichen Rechts „Zweites Deutsches Fernsehen“ (kurz: ZDF) wird am 6. Juni von den Ministerpräsidenten der Bundesländer in Stuttgart unterzeichnet. Er tritt am 1. Dezember des gleichen Jahres in Kraft.

Mit einer Fernsehansprache am 1. April 1963 startet ZDF-Gründungsintendant Karl Holzamer das bundesweite Fernsehprogramm des ZDF. Der gesellschaftliche Programmauftrag umfasst die formale wie inhaltliche Vielfalt der vier Bereiche aus Information, Kultur, Beratung und Unterhaltung. Am 25. Juni 1964 kaufte das ZDF ein Grundstück im Mainzer Stadtteil Lerchenberg, und so wurde Mainz der Sitz des ZDF. Von diesem Standort leitet sich auch der Name der Mainzelmännchen ab, die zwischen den Werbeblöcken zu sehen sind. Die sechs Trickfiguren Anton, Berti, Conni, Det, Edi und Fritzchen sind heute wichtiger Teil der Corporate Identity des ZDF. Das Zweite Deutsche Fernsehen wird heute, wie die ARD, durch Rundfunkbeiträge finanziert.

Informationen und Alternative für jüngere Zuschauer: ZDFinfo und ZDFneo wird vom ZDF angeboten

Das ZDF beteiligt sich, in Zusammenarbeit mit anderen Rundfunk- beziehungsweise Fernsehanstalten, an Fernsehprogrammen von 3sat, Phoenix, Arte und KIKA. Zusätzlich dazu bietet der Fernsehsender ZDFinfo und ZDFneo als digitale Programmangebote an. ZDFinfo ging am 5. September 2011 aus dem ZDFinfokanal hervor, der den Sendebetrieb am 27. August 1997 unter dem Namen ZDFinfobox aufgenommen hatte. Der Sender konzentriert sich auf Dokumentationen und Reportagen. Vereinzelt berichtete der ZDFinfokanal über das Hauptprogramm des ZDF hinausgehend in Sondersendungen live von großen Ereignissen. 

Der Fernsehsender ZDFneo ersetzte am 1. November 2009 den ZDFdokukanal. ZDFneo ist eine Mischung aus lebensnahen „Factual Entertainment“-Formaten (soll heißen: „auf Tatsachen beruhende Unterhaltung“), Servicesendungen, Dokumentationen, Reportagen, Latenight- und Personality-Shows, Quiz, Doku-Soaps, Spielfilmen, internationalen Kaufserien und Comedys. Das ZDF schrieb 2009 in einer Pressemitteilung, ZDFneo wolle eine attraktive öffentlich-rechtliche Alternative für die jüngeren Zuschauer sein.

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