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Moschee angegriffen: Mehr als Hundert vermummte Täter randalieren in Leipzig

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Blaulicht
Das Blaulicht eines Polizeifahrzeugs. (Archivbild) © Fernando Gutierrez-Juarez/dpa-Zentralbild/dpa

Eine große Gruppe randaliert im Leipziger Ortsteil Volkmarsdorf. Ziel ist auch eine Moschee. Doch die Hintergründe bleiben unklar.

Leipzig – Nach der Beschädigung einer Moschee in Leipzig ermittelt die Polizei wegen besonders schweren Landfriedensbruchs. Mehrere Scheiben des Gotteshauses waren am Montagabend zu Bruch gegangen, wie eine Polizeisprecherin am Dienstag sagte.

Moschee in Leipzig beschädigt
Ein zersplittertes Fenster der Ditib Eyüp Sultan Moschee im Leipziger Osten. © Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

Zuvor waren etwa 80 Menschen durch die Eisenbahnstraße im Leipziger Osten gezogen, hatten Pyrotechnik gezündet, Mülltonnen in Brand gesetzt und fünf Autos durch Flaschenwürfe beschädigt. Auch ein Streifenwagen sei mit Farbbeuteln und Steinen beworfen worden.

Die Polizei kontrollierte zwölf Personen und nahm diese für die erkennungsdienstliche Behandlung mit auf das Revier. Sie durften anschließend wieder gehen und wurden nach Angaben der Sprecherin nicht in Gewahrsam genommen. Der Sachschaden rund um die Moschee und die Eisenbahnstraße wird auf rund 30.000 Euro geschätzt. Nach bisherigen Angaben war die Moschee das einzige Gebäude, das beschädigt wurde.

Zu einem möglichen politischen Motiv äußerte sich die Polizei zunächst nicht. In der Nacht hatte ein Polizeisprecher gesagt, die Moschee sei im Zusammenhang mit einem Aufzug von etwa 100 vermummten Menschen beschädigt worden, die die Polizei als linksmotivierte Gruppe einordne. Die Moschee gehört zum Moscheenverband Ditib, die der deutsche Ableger der türkischen Religionsbehörde Diyanet ist. Ob das islamische Gotteshaus gezielt beschädigt wurde, sagten die Beamten zunächst nicht. (dpa)

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