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„Dramatische Rückgänge“: Lidl streicht überraschend ganze Produktgruppen zusammen

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Von: Lisa Mayerhofer

Die Verbraucher müssen angesichts der steigenden Preise sparen. Das bekommt auch Lidl zu spüren – und setzt laut Bericht bei einem wichtigen Produktbereich den Rotstift an.

Neckarsulm – Die hohe Inflation drückt den Konsum im Einzelhandel. Im Juni ging der Umsatz der Branche preisbereinigt um 8,8 Prozent im Vorjahresvergleich zurück, das war der größte Rückgang zum Vorjahresmonat seit Beginn der Zeitreihe 1994, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden im August mitteilte. Das spüren auch die Supermärkte.

Lidl: Bestellungen für 2023 im Nonfood-Bereich „drastisch geringer“

Laut einem Bericht der Lebensmittelzeitung habe der Discounter Lidl seine Zielmarke im Nonfood-Bereich bei weitem nicht erreicht – und ziehe nun die Konsequenzen: Die Bestellungen für 2023 in diesem Bereich sei laut Insidern „drastisch geringer“ ausgefallen sind als erwartet, was sich auf die Angebote im kommenden Jahr auswirken dürfte. Zum Nonfood-Bereich gehören unter anderem die speziellen, oft auch zeitlich limitierten Angebote an Werkzeugen, Haushaltsgegenständen, Kleidung oder Elektronik.

Diese Angebote erfreuen sich bei den Supermarkt-Kunden eigentlich großer Beliebtheit. Doch angesichts der Inflation scheinen sich viele Kunden einzuschränken: „Bei allem über 20 Euro gibt es dramatische Rückgänge – unabhängig von der Preiswürdigkeit“, sagt ein Discount-Manager der Lebensmittelzeitung.

Inflation und sparsame Verbraucher: Auch Aldi betroffen

Lidl steht mit seinem Problem allerdings nicht alleine da: Auch Konkurrent Aldi sei von einem Umsatz-Rückgang im Nonfood-Bereich betroffen, berichtet die Lebensmittelzeitung. Der Umsatzanteil des Nonfood-Bereichs bei dem Discounter sei laut Recherchen des Magazins auf unter 20 Prozent gesunken. 

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