Donald Trump bei einer Rede. Er hebt abwehrend seine Hände in die Luft.
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Bei einem Interview mit dem Sender Fox wurde der US-Präsident Donald Trump einfach abgewürgt.

US-Präsident im Interview

Trump live im TV brutal abgewürgt: Fox-Moderator brüskiert US-Präsident - „Davon noch nichts gehört“

  • Thomas Eldersch
    vonThomas Eldersch
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Das ist neu für US-Präsident Donald Trump. In einem TV-Interview mit dem News-Sender Fox wurde er einfach unterbrochen. Dann wurde er aus der Leitung geworfen.

  • US-Präsident Donald Trump* gab dem Sender Fox News ein denkwürdiges Interview.
  • Er schlug am Ende des Gesprächs vor, jede Woche in der Show mitzumachen.
  • Das gefiel dem Moderator der Sendung aber gar nicht und er gab Trump contra.

Washington - Über eine dreiviertel Stunde unterhielt sich US-Präsident Donald Trump über viele unterschiedliche Themen mit dem Moderatoren-Team der News-Sendung „Fox & Friends“. Schon zu Beginn seines Gesprächs mit seinem Haus-und-Hof-Sender - wie viele Fox News bezeichnen - kündigte Trump an, solch ein Gespräch jetzt wöchentlich machen zu wollen. Als der Präsident diese Idee später noch einmal vorbrachte, gab es aber eine heftige Abfuhr von Moderator Steve Doocy.

Interview mit Fox News: Trump kündigt an wöchentlich in der Sendung dabei sein zu wollen

Etwa eine Million Zuschauer hat die Morning-Show „Fox & Friends“ - die zwischen 6 und 9 Uhr ausgestrahlt wird, berichtet Watson.de. Damit ist sie eine der beliebtesten Sendungen im nationalen, morgendlichen TV-Programm. Laut der New York Times sollen 54 Prozent der Zuschauer Republikaner sein, also genau Trumps Publikum. Deshalb hatte er wohl gehofft, sich einen festen Platz in der Show zu ergattern. Sie wäre wohl ein gutes Medium seine Umfragewerte für die US-Wahl am 3. November zu verbessern. Deshalb stieg er in das Interview gleich mit dem Satz ein: „Wir haben vereinbart, es einmal in der Woche am Morgen zu tun, und ich freue mich darauf.“ Moderator Steve Doocy hatte davon aber wohl noch nichts gehört, seinem Gesichtsausdruck nach zu schließen.

Im Laufe des Interviews sprachen Doocy, sein Co-Moderator Brian Kilmeade und Trump über viele verschiedene Themen, die teilweise heftige Reaktionen vor allem im Netz auslösten. So erzählte er davon, dass er 2017 vorhatte, den syrischen Machthaber Assad töten zu lassen. Auch zu den Waldbränden im Westen der USA äußerte sich Trump. Dabei brachte er krude Theorien zur Waldbrandbekämpfung in Europa vor und, dass man in Österreich in „Waldstädten" lebe.

Interview mit Fox News: Moderator weist Trump in seine Schranken

Nach gut einer dreiviertel Stunde näherte sich dann das Interview seinem Ende. Trump* wiederholte seinen Satz vom Anfang: „Wir werden das jede Woche machen." Dann fuhr er fort, „jeden Montag haben sie, glaube ich, gesagt. Und wenn wir montags nicht können, machen wir es am Dienstag, so wie wir es heute tun“. Die Idee gefiel Moderator Doocy aber genauso wenig wie zu Beginn der Sendung. Selbstbewusst sagte er: „Vielleicht wollen sie es jede Woche machen, aber Fox News ist dazu nicht verpflichtet.“ Dann legte er noch einmal nach. „Wir werden es Fall für Fall handhaben, und auch Joe Biden ist jederzeit willkommen, uns für 47 Minuten zu besuchen.“ Diese finale Spitze bekam Trump aber schon nicht mehr mit. Der flog mittlerweile aus der Leitung. Aber wahrscheinlich war er genauso perplex wie Doocys Co-Kommentator Kilmeade. (tel) *Merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

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