Keine Kommentarfunktion mehr auf unserem Portal

06. Januar 2016
Fulda

Liebe Leser, vielleicht haben Sie es bereits gemerkt: Wir haben die Kommentarfunktion unter unseren Artikeln entfernt. Dazu haben Sie selbstverständlich eine Erklärung verdient – schließlich verfassen einige unserer Portalbesucher gerne Meinungsbeiträge auf unseren Seiten, und noch viel mehr lesen sie gerne.

Es ist nicht so, dass wir Sie, geschätzte Leser, zum Schweigen bringen möchten. Es kommen allerdings einige Dinge zusammen, die die Moderation der Kommentare inzwischen extrem aufwändig machen. Zum einen sind Anzahl und Länge der Kommentare deutlich angewachsen. Vor allem herrscht dabei aber leider ein zunehmend aggressiver Tonfall.

Wir haben eine presserechtliche Verantwortung für Kommentare, die wir auf unserem Portal freischalten. Deshalb müssen wir jeden Kommentar genau lesen, prüfen und bewerten, ob er beleidigend, diskriminierend, unwahr oder auf andere Art rechtlich anfechtbar ist. Dabei gibt es eine breite Grauzone, die die Einzelentscheidung sowie eine einheitliche Linie zunehmend schwierig macht.

Tonfall wird immer aggressiver

Die Moderation der Kommentare nimmt inzwischen mehrere Stunden Arbeitszeit täglich in Anspruch. Dabei müssen wir uns – neben vielen sachlichen und lesenswerten Leserkommentaren – allerdings zunehmend persönliche Beschimpfungen und Beleidigungen sowie aggressive Beiträge einiger weniger Nutzer durchlesen. Kommentare, die Sie als Leser niemals zu lesen bekommen, wir aber Tag für Tag für Sie „konsumieren“ und löschen. Das nimmt viel Zeit in Anspruch – und kostet zudem eine Menge an Nerven. Diese Zeit und Energie möchten wir lieber dafür nutzen, Ihnen mehr interessante Inhalte auf unserem Portal anbieten zu können.

Wir verstehen, dass nun einige traurig sein werden, nicht mehr kommentieren zu können beziehungsweise keine Kommentare mehr lesen zu dürfen. Da gibt es eine gute Nachricht: Auf Facebook können Sie dies weiterhin zu einigen Artikeln tun. Und wenn Sie Kritik üben möchten oder Anmerkungen zu einem Artikel haben, dürfen Sie uns jederzeit per Mail an internet@fuldaerzeitung.de oder über die Nachrichten-Funktion von Facebook kontaktieren.

Schmerzgrenze ist leider überschritten

Wir hoffen auf Ihr Verständnis und dass Sie uns trotzdem weiterhin treu bleiben. Wir haben es uns mit dieser Entscheidung nicht leicht gemacht – und finden es schade, dass es so weit kommen muss. Aber wir sind auch nur Menschen – und unsere Schmerzgrenze ist leider überschritten. Das ist vielleicht nicht ultimativ professionell, aber ehrlich. Sie haben unser Ehrenwort, dass wir die eingesparte Zeit sinnvoll nutzen werden, um Ihnen ein noch abwechslungsreicheres und informativeres Angebot auf dem Portal zusammenzustellen.

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