Kommentar: Strafzettel ist gut, Abschleppen ist besser

01. November 2015
Fulda

Beim Rewe in der Fuldaer Dalbergstraße wird durchgegriffen: Wer ohne Parkscheibe sein Auto abstellt oder zu lange parkt, bekommt einen Bußgeldbescheid. Das ist gut so. Doch den Kunden noch mehr helfen würde es, wenn rigoros abgeschleppt wird.

Von unserem Redaktionsmitglied Daniel Krenzer

Wir berichteten vor wenigen Tagen von einer jungen Frau, die von einem Bußgeldbescheid am Rewe überrascht wurde. Nur wenige Minuten hatte sie geparkt, war einkaufen – hatte jedoch die Hinweisschilder zur Parkscheibenpflicht übersehen – und sollte 19,90 Strafe zahlen. (Mehr hier: Bußgeld für Falschparker – Rewe in Fulda macht ernst).

Die Parkscheibe zu vergessen oder ein Schild zu übersehen, das kann jedem mal passieren. Dass es gleich eine Strafe gibt, lässt zwar ein wenig Fingerspitzengefühl des Dienstleisters „fair parken“ vermissen, ist aber grundsätzlich richtig. Die gute Nachricht für die junge Frau: Aus Kulanz wurde auf die Zahlung des verhängten Bußgeldes einmalig verzichtet. Genau das ist der richtige Weg!

Einmal verwarnen, dann durchgreifen

Wer einmal ohne Parkscheibe erwischt wird, sollte schriftlich verwarnt werden. Kommt vor, Schwamm drüber. Nach diesem Freischuss sollte es aber richtig teuer werden. Und wer den Kundenparkplatz sogar zum mehrstündigen Parken und Innenstadtbesuch missbraucht, der gehört ohne Kompromisse abgeschleppt.

Der Parkplatz ist ausschließlich für die Kunden des Supermarktes sowie der Bäckerei darin gedacht. Es kann nicht sein, dass Rewe-Kunden wegen zahl- und lauffauler Falschparker keinen Parkplatz finden – oder lediglich einen in der allerletzten Ecke. Also: Parkscheibe ins Auto und zukünftig daran gedacht, sie beim Einkauf dort ins Auto zu legen. Hinweisschilder dafür hängen dort wahrlich genug. Wer sie wiederholt übersieht, ist selber schuld.