Kommentar von „Fulda schenkt sich Glück“: Die Welt ist viel besser als die Nachrichten sie erscheinen lassen

24. Dezember 2015
FULDA

Schlechte Meldungen dominieren die Nachrichtenwelt – auch jene in Osthessen. Dabei ist die Welt – trotz aller Krisenherde – doch eigentlich viel besser als wir sie wahrnehmen. Davon zeugen nicht zuletzt viele Beispiele aus der Region. Ein Versuch das Bild, das schlechte Meldungen zeichnen, so ein bisschen gerade zu rücken.

Von „Fulda schenkt sich Glück“

Konsumiert man regelmäßig die Inhalte von Tagesmedien und Nachrichtensendungen, kann einen durchaus das Gefühl beschleichen, die Welt sei ein grausamer Ort: Krieg, Terror, Umweltkatastrophen, Staatskrisen, Korruption, tragische Unfälle. Jeden Tag aufs Neue.

Was wir uns dabei zu selten bewusst machen: Medien geben nur einen Ausschnitt des Weltgeschehens wieder. Anders geht es auch gar nicht. Schließlich sind sie limitiert: Radio und Fernsehen haben pro Sendung nur eine bestimmte Zeit zur Verfügung, Zeitungen und Zeitschriften je Ausgabe nur eine festgelegte Seitenanzahl.

Einfluss der Nachrichten-Auswahl

Stattdessen agieren Medien für Leser, Zuhörer oder Zuschauer als Filter. Sie treffen, eben aus der Gesamtheit aller Ereignisse, eine Vorauswahl und bereiten diese auf. Die Auswahl und die Art der Berichterstattung selbst sind dann lediglich ein Spiegel dessen, was Leser, Zuhörer oder Zuschauer bevorzugt konsumieren. Schließlich orientieren sich Medienvertreter an dem, was bevorzugt gelesen, gehört, angeschaut oder geklickt wird.

Besonders deshalb sollten wir uns unbedingt Gedanken darüber machen, welchen Einfluss die Auswahl der Medien, die letztlich auch unsere Auswahl darstellt, auf den Rezipienten haben kann – nämlich das Entstehen einer verzerrten Weltanschauung und von Ängsten.

Beispiele für Negativereignisse gab es in 2015 leider viel zu viele – die Terroranschläge in Paris, der Germanwings-Absturz, die Erdbeben in Nepal, der hoffnungslos scheinende Krieg im Mittleren Osten und die daraus resultierende humanitäre Katastrophe mit Millionen Flüchtlingen. In den Medien ist mittlerweile von einer neuen „German Angst“ die Rede – der Sorge der Bevölkerung, dass die Zukunft nicht so positiv sein wird wie die Gegenwart.

Die zehn schönsten Geschichten

Ein Grund dafür, den wir bei „Fulda schenkt sich Glück“ sehen: Der Gesamtheit an emotional-aufgeladenen Bildern und Berichten zu Negativereignissen fehlt ein starkes Korrektiv, das uns deutlich macht, wie gut unsere Welt eigentlich ist.

Nicht zuletzt deshalb freut es uns besonders, dass wir die Fuldaer Zeitung davon überzeugen konnten, den Fokus ihrer Berichterstattung an Weihnachten auf positive Nachrichten zu legen. Einfach so. Über die Feiertage veröffentlicht die Zeitung auf ihrer Homepage zehn der schönsten Ereignisse, über die ihre Redakteure 2015 berichtet haben. Sie dienen als Beispiel dafür, wie viel Positives regelmäßig in unserer Region geschieht.

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