Erster Bildnachweis: Luchs tappt im Forstamt Hofbieber in Fotofalle

06. Mai 2016
Hofbieber

Beeindruckende Tatzenabdrücke, gerissene Beute und Paarungsrufe in der Nacht: Immer wieder gab es Hinweise, dass der Luchs in der Rhön ein neues Zuhause gefunden hat. Nun konnte die eigentlich kamerascheue Großkatze auf Foto gebannt werden.

Noch vor wenigen Jahren galt der Luchs als ausgestorben. Nun ist ein Exemplar in der Rhön in eine Fotofalle getappt. Luchse fühlen sich offenbar in den naturnahen Wäldern der Rhön sehr wohl, glaubt Bernd Mordziol-Stelzer, der stellvertretende Forstamtsleiter von Hofbieber.

„Seit einiger Zeit bekommen nicht nur unsere Förster, sondern auch Spaziergänger die beeindruckende Großkatze häufiger zu Gesicht“, erklärt der Förster. Die Chancen dafür stehen aber schlecht, denn die naturnah bewirtschafteten Wälder bilden reichlich Deckung für die scheue Großkatze.

Im Forstamt Hofbieber viele Tatzenabdrücke

„Sollte dies dennoch gelingen, genießen Sie es und werden Sie Zeuge eines einmaligen Naturschauspiels“, rät Mordziol-Stelzer den Waldbesuchern. Im Winter finde man die Spuren der Luchse auch gut im Schnee – insbesondere in den weitläufigen Wäldern des Forstamtes Hofbieber. „Ansonsten empfehle ich den Besuch einer unserer Wildparks. Dort kann man sich die Tiere in Ruhe ansehen.“

Der Luchs kommt ursprünglich aus dem Nationalpark Harz und breitet sich in Hessen weiter aus. Im Winter 2011/2012 hatten Förster in der Rhön erstmals eine Spur entdeckt. „Die großen Pfotenabdrücke im Schnee sind schon beeindruckend“, sagt Mordziol-Stelzer. / sts