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Audi steigt in Formel 1 ein: „Motorsport Bestandteil der DNA“

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Von: Simon Mones

Die Katze ist aus dem Sack: Audi fährt ab 2026 in der Formel 1. Mit welchem Team man zusammenarbeiten wird, soll noch bekannt gegeben werden.

Die Spatzen hatten es schon länger von den Dächern gepfiffen, doch nun ist es offiziell: Audi wird ab 2026 in der Formel 1 an den Start gehen. Das bestätigten die Vier Ringe am Freitagmorgen auf einer Pressekonferenz im Rahmen des Großen Preis von Belgien. in Spa-Francochamps.

„Motorsport ist fester Bestandteil der Audi DNA“, sagte Markus Duesmann. „Die Formel 1 ist globale Bühne für unsere Marke und anspruchsvolles Entwicklungslabor zugleich. Die Kombination von High Performance und Wettbewerb ist in unserer Branche stets Treiber für Innovationen und Technologietransfer. Mit dem neuen Reglement ist für uns genau jetzt der richtige Zeitpunkt für den Einstieg. Denn die Formel 1 und Audi verfolgen beide eindeutige Nachhaltigkeitsziele.“

Ein Audi Formel-1-Auto.
Ab 2026 geht Audi in der Formel 1 auf Punktejagd. © Audi

Audi steigt in Formel 1 ein: Motorsport Bestandteil der DNA

Dass Audi seinen Einstieg noch nicht offiziell verkündet hatte, lag insbesondere daran, dass neue Motorenreglement erst vor Kurzem veröffentlicht wurde. Darin ist unter anderem eine stärkere Elektrifizierung der Motoren. Mit ca. 400 kW (544 PS) bietet der elektrische Antrieb dann in etwa so viel Leistung wie der Verbrennungsmotor.

Zudem soll die Formel 1 bis 2030 CO2-neutral sein. Die Motoren der Boliden der Königskasse sollen ab 2026 mit nachhaltigem, synthetischem Kraftstoff betrieben werden. Audi selbst will bekanntermaßen ab 2033 in Europa nur noch Elektroautos verkaufen.

Audi steigt in Formel 1 ein: Partner-Team soll bis Ende des Jahres verkündet werden

Entwickelt und gebaut werden die Formel-1-Motoren bei Audi Sport in Neuburg an der Donau. „Für die Entwicklung und Fertigung des Formel-1-Antriebs werden wir auf das wertvolle Know-how unserer Motorsportmitarbeitenden bauen, weiter in unser Motorsportzentrum investieren und zudem hoch spezialisierte Fachkräfte einstellen“, sagt Audi Sport Geschäftsführer Julius Seebach. Entsprechend bündelt der bayrische Autohersteller seine Kräfte und stellt sein LMDh-Projekt ein. Ursprünglich wollte man mit einem neuen Prototyp in den Langstrecken-Serien IMSA (International Motor Sports Association) und der World Endurence Championship (WEC) starten. Der Kundensport und der Start bei der Rallye Dakar bleiben von dem Formel-1-Projekt unberührt.

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 „Die Formel 1 ist der nächste große Meilenstein in der Motorsportgeschichte von Audi“, betonte Seebach. Und auch der F1-Chef Stefano Domenicali freut sich über den Einstieg der Vier Ringe: „Es ist ein großartiger Tag für den Sport!“ Unklar ist indes nur noch, mit welchem Team Audi in das Abenteuer Formel 1 startet. Auch hier gab es bereits zahlreiche Spekulationen über mögliche Partner. Dem Vernehmen nach soll es aber auf eine Kooperation mit Sauber hinauslaufen. Eine Entscheidung soll bis Jahresende komuniziert werden.

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