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BMW X7 xDrive40i im Test: Großes Facelift für das große SUV

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Von: Marcus Efler

BMW hat sein Mega-SUV X7 gründlich überarbeitet. Alle Versionen fahren nun mit Hybridantrieb, inklusive der hier getesteten Basis-Variante.

Manche Sachen überleben einfach jeden Trend. Chrom am Auto zum Beispiel. Eigentlich ja völlig Fifties, heute hat man matt schimmernde Oberflächen und Applikationen in sportlicher Carbon-Optik. Wie der überarbeitete BMW X7. Chrom hat er aber auch wieder – in Form einer waagerechten Spange, die sich über die Heckklappe zieht. „Unsere Kunden wollten das“, begründet ein BMW-Mann den Rückfall, „also haben wir Chrom in Glas eingefasst und so modernisiert“.

BMW X7 xDrive40i im Test: Großes Facelift für das große SUV

Die silbrige glänzende Spange gehört zu den vielen Modifikationen des X7 beim „aufwendigsten Update, das wir je gemacht haben“, wie die BMW-Leute stolz anmerken. Vorne zeigt das 5,18 Meter lange Mega-SUV nun noch größere Lufteinlässe, LED-Scheinwerfer sind jetzt serienmäßig, und erstmals ziehen die Münchner auf Wunsch 23-Zoll-Räder ab Werk auf. Das neue Getriebe ist für elektrifizierte Antriebe optimiert, und alles steuert eine komplett neue Elektronik.

BMW X7 nach dem Facelift
Der BMW X7 zeigt jetzt größere Lufteinlässe. © Uwe Fischer/BMW

Das Interieur dominiert nun der aus den Stromern iX und i4 bekannte, leicht zum Fahrer gebogene Breit-Screen mit vielfältigen Individualisierungs-Optionen. Eines aber hat sich nicht geändert: Der X7 ist ein Respekt einflößendes Fahrzeug geblieben, der hierzulande wesentlich mehr auffällt als in den USA, wo er auch produziert wird.

Und wie immer man auch zu der Spezies der „Full Size SUV“ stehen mag: Eine Tour im BMW X7 gehört ganz zweifellos zu den erhebenden Erlebnissen des Autofahrer-Daseins. Die entscheidenden Eindrücke sind dabei erst einmal unabhängig von der Motorisierung: Die souveräne Fahrt in hoher Position über dem Asphalt, dessen Schäden die Luftfederung fast eliminiert, die Abkopplung von der Außenwelt hinter Doppelverglasung, und irgendwie sogar die Präsenz der viel diskutierten, wuchtigen Niere am Kühlergrill, die gefühlt alles Ungemach wegschiebt. Nicht unbedingt überall sozialverträglich, dieser Auftritt, aber für den, der ihn sich leisten kann und will, eine feine Sache.

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Facelift-Generation des BMW X7
Die Facelift-Generation des BMW X7 ist an der Chromstange zwischen den Heckleuchten erkennbar. © Uwe Fischer/BMW

BMW X7 xDrive40i im Test: Mehr Powert braucht kein Mensch

Mit mindestens 97.700 Euro ist man nun dabei, dafür gibt’s den X7 xDrive40i mit Reihen-Sechszylinder und 48-Volt Mildhybrid. 380 PS leistet der Benzinmotor, 12 das kleine Elektroaggregat, und mehr braucht eigentlich kein Mensch. Den schweren Siebensitzer beherrscht der Antrieb jederzeit und liefert zügigen Vortrieb, wann immer er gefordert wird. Dabei bleibt er immer laufruhig, am oberen Ende der Drehzahlskala legt er sich auch akustisch ins Zeug – wie es Verbrenner-Fans eben mögen.

BMW X7 xDrive40i
Motor/Getriebe/Antrieb3,0l-Reihensechsylinder 48-Volt-Mildhybrid/8-Gang-Automatik/Allrad
Leistung/Drehmoment380 PS/520 Nm bei 1.850 – 5.000 Nm
Länge/Breite/Höhe5,18/2,00/1,84 m
Vmax/0–100 km/h250 km/h / 4,7 s
Ladevolumen300 – 2.210 l
Normverbrauch/CO212,9 – 12,1 l/100 km / 292 – 274 g/km
Preis97.700 Euro
Cockpit des BMW X7
Das Cockpit des BMW X7 trägt jetzt das neue Breit-Display © Uwe Fischer/BMW

Die Amerikaner, die alleine 55 Prozent aller X7 abnehmen, und die Chinesen werden dann aber doch den V8 schätzen, auch er mit Mild-Hybrid-Unterstützung. Drei neue Aggregate mit 48 Volt gibt es, inklusive Diesel, und künftig auch einen Plug-in-Hybrid. Das Drehmoment dessen E-Maschine allein entspricht schon dem des V6-Verbrenners.

Motoren ohne Elektrohilfe fallen mit dem Facelift ganz aus dem Programm, eine reine Stromer-Version wird es aber nicht geben. Einen komplett ökologisch korrekten Auftritt würde man diesem Auto womöglich sowieso nicht abnehmen.

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