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Betrug: Polizei warnt vor lukrativ wirkenden Anlageangeboten

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Ein Mann telefoniert
Vorsicht bei Anlageangeboten via Telefon: Am anderen Ende der Leitung könnten Betrüger lauern. © Karolin Kraemer/dpa-tmn

Sie versprechen das große Geld bei geringem Kapitaleinsatz - doch nicht allen Online-Handelsplattformen ist zu trauen. Wie man die schwarzen Schafe entlarvt, und wo man Rat bekommt.

Karlsruhe/Wiesbaden - Ob via Internet, Anruf oder Fax: Je verlockender das Angebot einer Geldanlage klingt, desto misstrauischer sollte man sein, empfiehlt die Karlsruher Polizei. Denn im Anlagegeschäft machen auch Betrüger gerne Kasse. Sollen Überweisungen etwa ins Ausland gehen, ist höchste Alarmstufe angesagt.

Das Bundeskriminalamt (BKA) und die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) empfehlen, sich bei windigen Angeboten unabhängigen Rat, etwa bei einer Verbraucherzentrale, zu holen.

Vor Abschluss eines Vertrags den Vertragspartner genau prüfen

Über verschiedene Suchmaschinen im Internet könne man sich zudem mehr Informationen über einen Anbieter und dessen Produkte beschaffen. Hierbei sei es zum Beispiel ratsam, auf der Internetseite der vermeintlichen Handelsplattform zu schauen, ob ein Impressum angegeben ist. Die wichtige Frage lautet: Wer ist der potenzielle Vertragspartner und wo hat er seinen Sitz?

Mithilfe der Unternehmensdatenbank der Bafin können Verbraucherinnen und Verbraucher überprüfen, ob ein Unternehmen von der Behörde selbst oder einem anderen EU-Land lizenziert wurde. Um einen drohenden finanziellen Schaden zu verhindern, könnten Betroffene sich auch bei der örtlichen Polizei erkundigen und beraten lassen, sagt Dieter Abstein, Leiter des Dezernats Wirtschaftskriminalität im Polizeipräsidium Karlsruhe.

Wer schon einmal Opfer von Betrügern wurde, muss sich nach Ansicht der Experten besonders in acht nehmen: Wahrscheinlich ist, dass die Betrüger einen dann wieder ins Visier nehmen oder die schon gesammelten Daten an andere Kriminelle verkaufen, heißt es bei BKA und Bafin. dpa

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