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Bis zu zehn Tage mehr Kinderkrankengeld für Eltern – so profitieren berufstätige Mütter und Väter

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Die Kinderbetreuung in Zeiten von Corona verlangt Eltern so einiges ab. Mehr Kinderkrankengeld soll Erleichterung verschaffen.
Die Kinderbetreuung in Zeiten von Corona verlangt Eltern so einiges ab. Mehr Kinderkrankengeld soll Erleichterung verschaffen. © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Das Kind ist krank, man muss der Arbeit fern bleiben: Arbeitgeber zahlen in dem Fall eine bestimmte Anzahl an Tagen den Lohn weiter. Danach greift Kinderkrankengeld – das erhöht werden soll.

Nach einem aktuellem Beschluss der Großen Koalition sollen gesetzlich Versicherte in diesem Jahr wegen der Corona-Krise mehr Unterstützung zur Betreuung ihrer kranken Kinder erhalten, wie aus einer Pressemitteilung der Kaufmännischen Krankenkasse (KKH) hervorgeht. Für Elternpaare soll das Kinderkrankengeld für jeweils fünf weitere Tage und für Alleinerziehende für zusätzliche zehn Tage gewährt werden. Dies sei eine wichtige Unterstützung für berufstätige Eltern in einer Zeit, in der die große Mehrheit der Arbeitnehmer wieder an ihre Arbeitsplätze in Betrieben und Verwaltungen zurückkehrt, so Patric Stamm vom Serviceteam der KKH Kaufmännische Krankenkasse in München.

Weniger Kinderkrankengeld-Anträge zur Zeit der Corona-Ausgangsbeschränkungen

Anders sah die Situation noch zur Zeit des Lockdowns aus. Laut Daten der KKH hatten von Januar bis April 2020 bundesweit rund 49.250 Eltern Kinderkrankengeld allein bei der gesetzlichen Kasse KKH beantragt. Im Vorjahreszeitraum waren es hingegen mehr als 59.600 Mütter und Väter, wie aus der KKH-Pressemitteilung hervorgeht. Vor allem im Lockdown-Monat April 2020 sank die Quote drastisch im Vergleich zu 2019. Die KKH registrierte 80 Prozent weniger Anträge. In den Vormonaten Januar, Februar und März 2020 hingegen blieb die Anzahl der Tage, an denen Eltern Kinderkrankengeld von der KKH erhielten, im Vergleich zu 2019 nahezu gleich.

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Regionale Unterschiede bei der Auszahlung von Kinderkrankengeld

Nirgendwo sank die Kinderkrankengeld-Quote im April 2020 so drastisch wie in Niedersachsen (minus knapp 90 Prozent), gefolgt von Hamburg mit minus 87,5 Prozent und Mecklenburg-Vorpommern mit minus rund 86 Prozent. In Rheinland-Pfalz (minus 55,5 Prozent) und Bayern (minus knapp 69 Prozent) registrierte die KKH hingegen den geringsten Rückgang im Ländervergleich. Dort gab es offenbar mehr Eltern, die in systemrelevanten Berufen beziehungsweise in Jobs arbeiten, die kein Homeoffice zulassen oder keine Kurzarbeit erforderten. Diese Mütter und Väter mussten wie bereits vor der Krise dem Arbeitsplatz fern bleiben und Kinderkrankengeld beantragen, um den Nachwuchs zu Hause betreuen zu können.

Eltern können Kinderkrankengeld in der Regel über einen Online-Antrag, der auf der Internetseite der Krankenkasse heruntergeladen werden kann, beantragen. Mehr Informationen erhalten Sie bei Ihrer Krankenkasse. (jg) *Merkur.de gehört zum deutschlandweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerk.

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