Vorräte

Einkaufen im Lockdown und für Quarantäne – Kaufen Sie nach dieser Checkliste

  • Maria Dirschauer
    VonMaria Dirschauer
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  • Anne Tessin
    Anne Tessin
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Der deutschlandweite Lockdown dauert noch mindestens bis Februar. Vorräte im Haus zu haben, ist keine schlechte Idee. Aber was braucht man wirklich?

  • Das Coronavirus* breitet sich immer noch aus – ein bundesweiter Lockdown herrscht seit Monaten.
  • Aus Angst vor (unberechtigten) Engpässen legen sich viele Menschen wieder Lebensmittel-Vorräte an.
  • Was braucht man wirklich im Lockdown oder wenn man in Quarantäne muss?

Schon zu Beginn der Corona-Pandemie im Frühjahr 2020 kam es in Deutschland zu Hamsterkäufen. Gerade Nudeln, Klopapier und Mehl waren häufig Mangelware in den Supermarkt-Regalen. Auch wenn dieses Horten von langlebigen Lebensmitteln und Hygieneartikeln im Nachhinein unnötig war, scheinen einige Menschen nicht dazugelernt zu haben. Die Discounter Aldi Süd und Lidl berichten laut Wirtschaftswoche, dass jetzt wieder vermehrt Klopapier gekauft wird. Die Hamsterkäufer fürchten sich vor Engpässen – auch wenn Supermärkte in der Corona-Krise nie geschlossen waren. Auch wenn Hamsterkäufe unnötig sind: Es kann durchaus sinnvoll sein, einige Vorräte im Haus zu haben.

Weiterlesen: So einfach backen Sie auch ohne Hefe richtig gutes Brot.

Vorräte einkaufen: Diese Regeln sollten Sie dabei beachten

Eine Frage, die sich derzeit viele stellen, ist: Was sollte man im Haus haben, wenn es zu einer häuslichen Quarantäne kommt? Wie kauft man sinnvoll ein, damit man nur selten aus dem Haus muss? Hamsterkäufe haben gezeigt, dass viele Menschen vor allem "viel" einkaufen. Dieses planlose Vorgehen bringt die Supermärkte an ihre Grenzen und lässt leere Regale zurück, was wiederum andere Menschen zum Hamstern animiert. Vielerorts wurden im Frühling 2020 Hamsterkäufe deshalb schon offiziell verboten und Supermärkte behalfen sich mit der Abgabe von begrenzten Mengen pro Person.

Wenn Sie einkaufen gehen, sollten Sie also die richtige Auswahl treffen. Doch was packt man tatsächlich in den Einkaufwagen? Bei dieser Frage empfiehlt es sich, die allgemeinen Richtlinien des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe zu befolgen:

  • Pro Person und Woche etwa 14 Liter Flüssigkeit, also zwei Liter am Tag.
  • Kaufen Sie haltbare Lebensmittel, die Sie normalerweise auch essen würden.
  • Kaufen Sie bevorzugt Lebensmittel, die ohne Kühlung haltbar sind.
  • Kaufen Sie eventuell benötigte Spezialkost für Allergiker, Babys etc.
  • Denken Sie an Wasser und Futter für eventuelle Haustiere.
  • Beachten Sie das Mindesthaltbarkeitsdatum.
  • Versehen Sie Lebensmittel, die ein Mindesthaltbarkeitsdatum haben, mit dem Einkaufdatum, damit Sie einen Überblick haben.
  • Bewahren Sie Ihre Vorräte kühl, trocken und dunkel auf. Besonders geeignet sind luftdichte Verpackungen.
  • Auch Tiefkühl-Lebensmittel sind geeignet. Fällt der Strom aus, müssen sie allerdings direkt verbraucht und nicht wieder eingefroren werden.
  • Sortieren Sie neu gekaufte Vorräte im Regal nach hinten, damit Sie ältere Lebensmittel immer zuerst verbrauchen.
  • Seien Sie für einen Strom- oder Gasausfall vorbereitet, z. B. mit einem Campingkocher und Gasflasche.

Diese Regeln gelten natürlich nicht nur in Zeiten des Coronavirus*. Es ist generell ratsam, auf einen Ernstfall wie einen längeren Stromausfall vorbereitet zu sein.

Auch interessant: Dieser Nudelauflauf macht satt mit wenigen Zutaten.

Coronavirus: Checkliste für Ihren Vorratsschrank

LebensmittelgruppeMerkmalepro Person für 10 Tage
Getränke2 Liter Flüssigkeit pro Person/Tag zum Trinken und Kochen. Mineralwasser, Fruchtsäfte, lange lagerfähige Getränke20 Liter
Getreide, GetreideprodukteBrot, Kartoffeln, Nudeln, Reis3,5 kg
Gemüse, HülsenfrüchteDosenware ist vorgekocht, getrocknete Ware muss mit zusätzlichem Wasser eingeweicht und gekocht werden. Lagerfähiges Gemüse wählen: Karotten, Knoblauch, Zwiebeln, Sellerie, Kürbis, Steckrüben4 kg
Obst, NüsseObst in Dosen oder Gläsern, nur lagerfähiges Frischobst (Äpfel, Orangen, Zwetschgen etc.)2,5 kg
Milch, Milchprodukte2,6 kg
Fisch, Fleisch, Eier, bzw. VolleipulverVolleipulver ist mehrere Jahre haltbar, frische Eier sind nur begrenzt lagerfähig, also regelmäßig verbrauchen1,5 kg
Fette, Öle0,357 kg
SonstigesZucker, Süßstoff, Honig, Marmelade, Schokolade, Jodsalz und andere Standardgewürze. Fertiggerichte wie Dosenravioli, Fertigsuppen, Kartoffeltrockenprodukte wie Kartoffelbrei. Mehl, Instantbrühe, Kakaopulver, Hartkekse, Salzstangen

Hier kommen Sie zum Ratgeber für Notfallvorsorge des BBK.

Lesen Sie auch: Sie kochen gerne mit Knoblauch? Darum könnte Ihnen das Coronavirus dies vermiesen.

(ante/mad) *merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Zentral-Redaktionsnetzwerks.

Pfeifen Sie auf das MHD: So erkennen Sie, ob ein Lebensmittel verdorben ist

Brot, das schimmelt, gehört in den Müll. Hartes Brot können Sie dagegen noch retten.
Selbst Brot, das nur ein wenig schimmelt, gehört in den Müll. Hartes Brot können Sie dagegen noch retten. © picture alliance/dpa
Eier Haltbarkeit erkennen
Je älter das Ei, desto leichter wird es. Schwimmt es im Wasser, ist es schlecht. © picture alliance/dpa
Fisch Haltbarkeit erkennen
Wenn Fisch nach Fisch riecht, ist er nicht mehr frisch. © picture alliance / Holger Hollem
Fleisch Haltbarkeit erkennen
Verdorbenes Fleisch stinkt und wird schleimig. Achten Sie unbedingt auf die Lagerungstemperatur. © picture alliance / Oliver Berg/d
Joghurt Haltbarkeit erkennen
Wenn Joghurt sehr flüssig ist, ist er nicht mehr genießbar. © picture alliance / dpa
Käse Haltbarkeit erkennen
Hartkäse verträgt sogar eine Schimmelschicht. Schneiden Sie diese nur großzügig weg. Riecht der Käse unangenehm sauer, ist er schlecht. © picture alliance / Harald Tittel
Milch Haltbarkeit erkennen
Schlechte Milch müssen Sie nicht in jedem Fall wegschütten. © picture alliance/dpa
Olivenöl Haltbarkeit erkennen
Olivenöl muss fruchtig riechen, dann können Sie es jahrelang genießen. © picture alliance / Lorenzo Carne
Wurst Haltbarkeit erkennen
Wurst ist nicht gleich Wurst. Seltsamer Geruch und Schleimigkeit sind aber deutliche Indizien für die Tonne. © picture alliance / Patrick Pleul

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa/ Fabian Sommer

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