Saftiges Fleisch ist schwer zu grillen? Nicht mit dieser Methode!
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Saftiges Fleisch ist schwer zu grillen? Nicht mit dieser Methode!

Einfacher Tipp

Mit einem Tipp bleibt Grillfleisch immer saftig

  • Anne Tessin
    vonAnne Tessin
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Auch ohne Gäste und Partys ist die Grillsaison da. Wenn Sie eine einfache Art suchen, perfektes Grillfleisch zu haben, haben wir den ultimativen Tipp für Sie.

  • Grillfleisch sollte saftig auf dem Teller landen.
  • Auf dem heißen Grill gelingt das leider nicht immer perfekt.
  • Eine besondere Technik erleichtert Ihnen die Arbeit enorm.

Fleisch gehört für viele untrennbar mit dem Grill zusammen. Ein perfekt gegrilltes Steak, außen knusprig, innen saftig, ist die Königsdisziplin. Wenn Sie stattdessen immer mal eine zähe Schuhsohle vom Grill holen, wird Sie diese Technik interessieren. So bleibt Grillfleisch besonders zart und saftig.

Besonders Grill-Technik verspricht saftiges Fleisch

Perfektes Grillfleisch hat eine knusprige Kruste und ein saftiges, zartes Inneres. Leider gelingt das selbst Menschen, die nicht zum ersten Mal am Grill stehen, nicht immer. Außerdem kann es eine große Herausforderung sein, Fleisch für mehrere Personen zu grillen und zu servieren. Diese Garmethode verschafft Ihnen enorme Erleichterung:

  1. Heizen Sie Ihren Backofen* auf 100 bis 120 Grad Umluft vor.
  2. Legen Sie ein Backpapier auf den Gitterost und platzieren Sie das Grillfleisch darauf.
  3. Stechen Sie ein Fleischthermometer** in die dickste Stelle des Fleisches und sobald Sie noch 10 bis 15 Grad von Ihrer gewünschten Kerntemperatur entfernt sind, nehmen Sie das Fleisch aus dem Ofen.
  4. Platzieren Sie es sofort und ohne Ruhezeit auf dem gut vorgeheizten Grillund verpassen Sie dem Fleisch nur noch eine schöne Kruste und viele Röstaromen als Finish.

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Die Vorteile des "Zwei-Phasen-Grillens"

Sicherlich kennen Sie es eigentlich so, dass man das Grillfleisch zuerst über der heißesten Stelle des Grills scharf anbrät und dann in der Zone mit indirekter Hitze durchziehen lässt. Nutzen Sie stattdessen vorher den Ofen, gart das Fleisch gleichmäßiger und bleibt saftiger. Ein weiterer Vorteil: Sie können Fleisch vorbereiten, was besonders bei dicken Stücken eine tolle Erleichterung ist. Garen Sie es vor, lassen Sie es ruhen, bis Sie der Grill und die Beilagen bereit sind und grillen Sie das Fleisch dann in einem Rutsch fertig. Da das Fleisch in diesem Fall noch etwas ruht und dabei nachgart, sollten Sie noch ein paar Grad weiter von der Zielkerntemperatur entfernt bleiben, als wenn Sie direkt weiter grillen.

Weiterlesen: Mit diesem einfachen Trick bleibt Fleisch nie mehr am Grillrost kleben

Grillen: Die perfekte Kerntemperatur für jeden Geschmack

Um zu erkennen, wann Sie das Fleisch aus dem Ofen nehmen und auf den Grill legen sollten, müssen Sie wissen, welche Kerntemperatur ideal ist:

Rindfleisch:

Fleischstück

Rosa

Medium

Well Done

Rinderfilet

38-55°C

38-55°C

-

Roastbeef

53°C

55-60°C

-

Entrecote

-

56°

-

Rinderlende

38-55°C

55-58°C

-

Kalbslende

-

60°C

-

Kalbsfilet

-

60°C

-

Kalbsrücken

-

65-70°C

-

Schweinefleisch:

Fleischstück

Medium

Well Done

Schweinemedaillons

65°

-

Schweinerücken

65-70°C

-

Schweinefilet

58 °C

65 °C

Kotelett ohne Knochen

-

68°

Kotelett mit Knochen

-

75-80°

Schweinenacken

-

70 – 75°

Schweinekamm

-

70 – 75°

** Wenn Sie kein Fleischthermometer haben, können Sie auch mit dem Handballentest* prüfen, wie weit das Fleisch ist.

Lesen Sie auch: Diese Fleischsorte hat nichts auf dem Grill verloren - außer Sie halten sich an eine Regel

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Von Entrecôte bis Tenderloin: Eine kleine Steakkunde

Rumpsteak, Filet, Entrecote: Die Auswahl an Fleisch, die über die Verkaufstheken - hier bei der Metzgerei «Kumpel & Keule» in Berlin - wandern, ist groß. Foto: Lino Mirgeler/dpa
Rumpsteak, Filet, Entrecote: Die Auswahl an Fleisch, die über die Verkaufstheken - hier bei der Metzgerei «Kumpel & Keule» in Berlin - wandern, ist groß. © Lino Mirgeler
Fett ist ein wichtiger Geschmacksträger bei Fleisch. Foto: Lino Mirgeler/dpa
Fett ist ein wichtiger Geschmacksträger bei Fleisch. © Lino Mirgeler
Als Entrecôte wird das Zwischenrippenstück bezeichnet. Es ist leicht von Fett durchzogen und daher besonders saftig. Foto: Lino Mirgeler/dpa
Als Entrecôte wird das Zwischenrippenstück bezeichnet. Es ist leicht von Fett durchzogen und daher besonders saftig. © Lino Mirgeler
Das Filet oder auch Tenderloin stammt aus der Lendenmuskulatur und ist besonders zart und mager. Foto: Lino Mirgeler/dpa
Das Filet oder auch Tenderloin stammt aus der Lendenmuskulatur und ist besonders zart und mager. © Lino Mirgeler
Das Rumpsteak, auch Roastbeef genannt, wird aus dem hinteren Rücken geschnitten und ist sehr saftig. Foto: Lino Mirgeler/dpa
Das Rumpsteak, auch Roastbeef genannt, wird aus dem hinteren Rücken geschnitten und ist sehr saftig. © Lino Mirgeler
Beim Dry Aged Beef reift das Fleisch in einer Salzgrotte. So wird das Fleisch butterzart. Foto: Lino Mirgeler/dpa
Beim Dry Aged Beef reift das Fleisch in einer Salzgrotte. So wird das Fleisch butterzart. © Lino Mirgeler
Das T-Bone Steak ist stark marmoriert und hat ein intensives Aroma. Foto: Lino Mirgeler/dpa
Das T-Bone Steak ist stark marmoriert und hat ein intensives Aroma. © Lino Mirgeler
Das Tri-Tip oder auch Bürgermeisterstück hat eine markante, spitze Form. Foto: Lino Mirgeler/dpa
Das Tri-Tip oder auch Bürgermeisterstück hat eine markante, spitze Form. © Lino Mirgeler
Diese Bildkombo (l.o.- r.u.) zeigt Stücke vom Rumpsteak, T-Bone Steak, Wet Aged Entrecote, Dry Aged Entrecôte, Tri-Tip, Bürgermeisterstück sowie Filet. Foto: Lino Mirgeler/dpa
Diese Bildkombo (l.o.- r.u.) zeigt Stücke vom Rumpsteak, T-Bone Steak, Wet Aged Entrecote, Dry Aged Entrecôte, Tri-Tip, Bürgermeisterstück sowie Filet. © Lino Mirgeler
Steak, Ribeye, Onglet: Diese Zuschnitte stammen aus verschiedenen Teilen des Rinds. Grafik: dpa-infografik Foto: dpa-infografik GmbH
Steak, Ribeye, Onglet: Diese Zuschnitte stammen aus verschiedenen Teilen des Rinds. Grafik: dpa-infografik Foto: dpa-infografik GmbH © dpa-infografik GmbH

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