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Telefonreanimation: So retten Sie Leben durch den Hörer

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Von: Jasmin Pospiech

Eine Frau beugt sich über einen bewusstlosen Mann und alarmiert per Telefon den Notruf.
In Notfällen kann einen die Rettungsleitstelle übers Telefon bei der Reanimation anleiten. © Benjamin Nolte/dpa

Stress, Unsicherheit und Blackout: Wie geht nochmal die Reanimation? Wie oft drücken, beatmet man noch? Wer nicht weiter weiß, erhält per Telefon Tipps.

Köln – Es war eine lebensbedrohliche Situation und Millionen Menschen sahen sie mit an: Als der dänische Fußballspieler Christian Eriksen (29) im Sommer während eines Europameisterschaftsspiels unvermittelt auf dem Platz kollabierte, wurden zwei Dinge deutlich: 1. Ein Herz-Kreislaufstillstand kann wie aus dem Nichts kommen. 2. Betroffene brauchen sofort Hilfe, um Überlebenschancen zu haben.
24vita.de verrät hier, warum Erste Hilfe so wichtig ist und wie Laien das auch dank telefonischer Anleitung schaffen.*

uf jeden Fall ist es wichtig, überhaupt etwas zu tun. Die einfache Grundregel lautet: Prüfen, Rufen, Drücken. Man prüft also zunächst, ob die bewusstlose Person noch normal atmet. Dann wird der Notruf 112 gewählt. Hier kommt schon der entscheidende Punkt für alle, die sich in dieser Situation unsicher sind: Die Leitstellen können eine Telefonreanimation durchführen.

Das Wissen um die Möglichkeit einer Telefonreanimation ist im Ernstfall elementar. Denn was Christian Eriksen vor den Augen der Welt zugestoßen ist, passiert deutschlandweit ungefähr 200 Mal – pro Tag.

Nur in rund jedem zehnten Fall geht das gut aus. Wird sofort mit der Herzdruckmassage begonnen, ist die Überlebenschance zwei- bis dreimal höher. Das Bundesgesundheitsministerium schätzt: 10.000 Leben könnten jedes Jahr zusätzlich gerettet werden, wenn sich mehr Menschen Wiederbelebungsmaßnahmen zutrauen würden. *24vita.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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