In einem Bewerbungsgespräch kann man schnell mal ins Schwitzen kommen – vor allem bei diesen Fragen.
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In einem Bewerbungsgespräch kann man schnell mal ins Schwitzen kommen – vor allem bei diesen Fragen.

Headhunter verrät Details

Bewerbung: Auf diese Fragen sollten Sie vorbereitet sein – sonst ist es schnell vorbei

  • Felix Herz
    vonFelix Herz
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„Warum sind Sie für diesen Job nicht geeignet?“ Mit dieser und weiteren schwierigen Fragen überraschen Headhunter ihre Bewerbungskandidaten gerne. Was sollte man antworten?

Für viele Menschen ist der Bewerbungsprozess mit Nervosität und hohem Druck verbunden. Angefangen schon beim Versenden der Unterlagen, wo die Angst vor Fehlern – wie zum Beispiel in diesem Fall, wo den Lebenslauf einer Bewerberin aus Versehen ein kurioser, falscher Name zierte* – groß ist, bis hin zum spannenden Bewerbungsgespräch. In diesem versuchen Headhunter nicht nur die qualitative Eignung des Kandidaten zu überprüfen. Auch der Mensch hinter dem Bewerber ist von großem Interesse, will der Headhunter doch unter anderem auch herausfinden, welche Art von Mitarbeiter vor ihm sitzt. Dazu stellt er gezielt Fragen, die den Bewerber auf dem falschen Fuß erwischen sollen, sodass dieser etwas von seiner wahren Persönlichkeit preisgibt.

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Schwierige Bewerbungsfragen: Die richtige Antwort parat haben

Dem Karriereportal BusinessInsider verriet der Headhunter Roger Duguay, welche Fragen er seinen Kandidaten im Bewerbungsgespräch stellt und wie er die Antwortmöglichkeiten bewertet. Natürlich steht der Leiter des CEO- und Board-Services von Boyden nicht für alle Bewerbungsgespräche – mit seiner Erfahrung von rund 1.000 Interviews mit künftigen Chefs und CEOs sind seine Einblicke und Fragestellungen aber sehr interessant für alle aktuellen und künftigen Bewerber. Das zeigt sich unter anderem an den komplexen Fragen, die Elon Musks Firma Tesla an seine Bewerber richtet. Nachfolgend die wichtigsten und schwierigsten Fragen, die Duguay im Bewerbungsgespräch stellt – und was die Antworten über den Kandidaten verraten.

  • Fragen zum Privatleben: Generell versucht Duguay im Bewerbungsgespräch, möglichst viel über den Kandidaten herauszufinden – vor allem was ihn persönlich angeht. Er stellt indirekte Fragen zum Privatleben, will wissen wie der Bewerber wirklich tickt. Denn die beruflichen Qualifikationen und welche Uni dieser besucht hat, weiß der Headhunter bereits aus dem Lebenslauf – hätten diese Faktoren nicht gereicht, wäre der Bewerber gar nicht eingeladen worden.
  • Fehler in der Vergangenheit: Gezielt fragt Duguay den Bewerber, ob dieser, 5 Jahre zurückversetzt, etwas anders machen würde. Er will mit dieser Frage prüfen, inwieweit der Kandidat fähig ist, mit den eigenen Fehlern transparent umzugehen und aus ihnen lernen zu können. Die Antwort „nichts“ stellt Duguay nicht zufrieden – vielmehr erwartet er, von mindestens 5 Fehlern aus der Vergangenheit zu hören.
  • Für den Job ungeeignet: Ganz am Ende des Bewerbungsgesprächs kommt eine Frage, mit der die wenigsten Kandidaten rechnen und die sie gehörig ins Schwitzen bringt. Duguay fragt, aus welchem Grund der Bewerber für den Job ungeeignet ist. Nicht viele Kandidaten geben hier eine zufriedenstellende Antwort, erzählt Duguay dem BusinessInsider. Dass jemand zu hart arbeite oder stets nach Perfektion strebe, sind Antworten, die dem Headhunter gar nicht gefallen. Er wolle eher sehen, dass sich ein Bewerber auch verwundbar zeigen könne und das Gespräch nicht ein reines Schaulaufen von Können und Selbstbewusstsein sei.

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Der Schlüssel in der Bewerbung: Authentizität

Eine perfekte Antwort auf jede Frage des Headhunter gibt es nicht – es kann sie gar nicht geben. Denn jedes Unternehmen hat andere Vorstellungen und Erwartungen, was die eigenen Mitarbeiter betrifft, und jeder Headhunter wiederum bringt seine ganz eigenen Wünsche und Erfahrungen mit. Ein stets gültiger Tipp aber lautet: authentisch sein! Warum das so hilfreich ist, zeigt auch Elon Musk, der mit seiner Authentizität die rhetorischen Fehler bei seinen Präsentationen eindrucksvoll kaschiert. Wer authentisch ist, fühlt sich wohl in seiner Haut und strahlt entsprechendes Selbstbewusstsein aus – Eigenschaften, die Headhunter wie Roger Duguay gerne bei ihren Kandidaten sehen. (fh) *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Zentral-Redaktionsnetzwerks.

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Artikelquelle: businessinsider.de

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