Nicht jeder Deutsche ist offenbar überzeugt davon, dass Ehrlichkeit im Job gefragt ist.Nicht jeder Deutsche ist offenbar überzeugt davon, dass Ehrlichkeit im Job gefragt ist..
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Nicht jeder Deutsche ist offenbar überzeugt davon, dass Ehrlichkeit im Job gefragt ist.

Sind Sie im Job immer ehrlich?

Job-Studie: So dreist lügen die Deutschen am Arbeitsplatz

  • Anne Hund
    VonAnne Hund
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Ehrlichkeit währt am längsten? Das sehen viele Deutsche, was den Job betrifft, offenbar anders. Eine Umfrage liefert erstaunliche Ergebnisse.

  • Ehrlichkeit währt am längsten?
  • Das sehen viele Deutsche im Job offenbar anders.
  • Einer Umfrage zufolge flunkert mehr als die Hälfte der Beschäftigten in der Arbeit.

Lügen in der Arbeit? Laut Umfrage keine Seltenheit

Wie viel Ehrlichkeit verträgt das Arbeitsleben? Dieser Frage ist die Arbeitgeberbewertungsplattform ​Glassdoor​ mit einer repräsentativen Umfrage unter Berufstätigen nachgegangen. YouGov Deutschland befragte dafür 1.054 deutsche Berufstätige ​zu ihrem Verhalten und dem Umgang mit der Wahrheit am Arbeitsplatz. Das Ergebnis: 45 Prozent der Berufstätigen lügen im Job, um gut über die Runden zu kommen.

Jeder fünfte Berufstätige in Deutschland verstellt sich bei der Arbeit

Können Berufstätige ihr wahres Gesicht im Job* zeigen? Mehr als jeder fünfte deutsche Berufstätige (22 Prozent) eher nicht. So hoch ist der Anteil derjenigen, die sich laut der Umfrage am Arbeitsplatz* nicht authentisch verhalten. 32 Prozent der Befragten würden gar niemals Gefühle in der Arbeit zeigen. Diese Umfrage-Ergebnisse vermitteln ein relativ nüchternes Bild der Arbeitswelt. Diese grundsätzliche Bestandsaufnahme scheint sich auch auf den Umgang mit der Wahrheit im Job* niederzuschlagen. Wie viel Raum bleibt für erfrischende Ehrlichkeit im Job?

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Ehrlichkeit währt am längsten? Nicht im Beruf

Im Rahmen der Befragung wurden die Teilnehmer zu zwei unterschiedlichen Arten von Lügen befragt: "Kleine Lügen" erfolgen beiläufig und dienen der Beschönigung ("Ich bin da dran!"), wohingegen "große Lügen" vorsätzlich erfolgen und Tatsachen grob verdreht werden ("Ich habe den Großkunden gewonnen!"). Dem gelegentlichen Gebrauch von kleinen Notlügen in obigen Sinne bekennen sich 45 Prozent der Befragten schuldig, regelmäßig ist diese Form bei 28 Prozent der deutschen Berufstätigen im Einsatz. Dabei gehen 51 Prozent der Männer davon aus, dass kleine Lügen einfach zum Berufsleben dazu gehören. Das sehen nur 45 Prozent der weiblichen Befragten so.

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Grobe Lügen bleiben die Seltenheit am Arbeitsplatz

Wird nun bei der Arbeit gelogen, bis sich die Balken biegen? Nicht unbedingt. Bei gröberen Lügen zeigen sich die meisten Berufstätigen zurückhaltender. Nur acht Prozent der Berufstätigen setzen gelegentlich "große Lügen" ein, um sich im Berufsleben durchzusetzen. Nur sechs Prozent tun dies häufig. Grundsätzlich neigen eher Männer (acht Prozent) als Frauen (vier Prozent) dazu, die Wahrheit regelmäßig zu verdrehen. Für 90 Prozent der befragten Frauen haben vorsätzliche Lügen im Arbeitsleben nichts zu suchen, aber auch 80 Prozent der Männer teilen diese Auffassung.

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Lügen in der Arbeit - die Gründe sind verschieden

Aus welchen Gründen wird besonders viel in der Arbeit gelogen? 27 Prozent der deutschen Berufstätigen gaben hier an, dass sie schon einmal gelogen haben, um Fehler und Misserfolge zu verbergen. 21 Prozent haben schon einmal die Unwahrheit gesagt, weil sie vermuten, dass die eigene Chefin* oder der Chef keine abweichende Meinung akzeptiert. Zwölf Prozent der Befragten taten dies, um Strafen und Sanktionen zu entgehen. 24vita.de* verrät, ob Männer häufiger lügen als Frauen und was Sie vermeiden sollten, um nicht unter den Verdacht des Lügens zu geraten.

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Freunde und Familie werden häufiger angelogen als die Vorgesetzten

Allerdings dürfen sich Mitarbeiter* und Vorgesetzte am Arbeitsplatz noch vergleichsweise gut behandelt vorkommen. Die Befragten lügen in der Tendenz häufiger ihre Freunde und Familie an als die eigene Chefin oder den Chef. Während immerhin 38 Prozent bereits einmal ihre Lebenspartnerin oder ihren Lebenspartner angelogen haben, geben nur 15 Prozent an, es bei ihrem Vorgesetzten probiert zu haben. Auch die Hierarchie hat hier einen Einfluss: Besonders ehrlich gibt man sich nämlich gegenüber dem oder der eigenen CEO. Nur fünf Prozent der deutschen Berufstätigen haben in dieser Arbeitsbeziehung schon einmal gelogen.

"Die Tatsache, dass sich zahlreiche Berufstätige dann und wann mit einer Notlüge behelfen, ist nicht weiter kritisch. Schwierig wird es dann, wenn sie in einem Unternehmen arbeiten, in dem sie es vielleicht müssen, weil Fehler und Misserfolge nicht toleriert werden und Sanktionen drohen", sagt Felix Altmann, Arbeitsmarktexperte bei Glassdoor. "Dabei sollte sich doch herumgesprochen haben, dass ein offener Umgang mit Fehlern dafür sorgen kann, dass Berufstätige mutiger und kreativer werden. Wer sich am Arbeitsplatz verstellen und ständig lügen muss, sollte überlegen, ob sie oder er dort noch richtig aufgehoben ist." (ahu) *Merkur.de und 24vita.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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Mit dieser Körpersprache geht das Bewerbungsgespräch schief

Im Vorstellungsgespräch die Arme verschränken wirkt auf den Gesprächspartner abweisend. Diese Körperhaltung sollten Sie unbedingt vermeiden.
Im Vorstellungsgespräch die Arme verschränken wirkt auf den Gesprächspartner abweisend. Diese Körperhaltung sollten Sie unbedingt vermeiden. © fkn
Halten Sie Blickkontakt mit Ihrem Gegenüber: Kein Blickkontakt wirkt unsicher oder noch schlimmer desinteressiert. Auch verschämt wegschauen macht keinen guten Eindruck.
Halten Sie Blickkontakt mit Ihrem Gegenüber: Kein Blickkontakt wirkt unsicher oder noch schlimmer - desinteressiert. Auch verschämt wegschauen macht keinen guten Eindruck. © fkn
Die Denkerpose: Wahrscheinlich wollen Bewerber mit dieser Körperhaltung zeigen, dass sie sich Gedanken über den Job oder die Fragen des Personalers machen. Oftmals nimmt man so eine Haltung auch automatisch ein. Doch meist wirkt diese Pose gestellt - lassen Sie es also lieber bleiben.
Die Denkerpose: Wahrscheinlich wollen Bewerber mit dieser Körperhaltung zeigen, dass sie sich Gedanken über den Job oder die Fragen des Personalers machen. Oftmals nimmt man so eine Haltung auch automatisch ein. Doch meist wirkt diese Pose gestellt - lassen Sie es also lieber bleiben. © fkn
Sie kennen das selber: Wenn Sie jemand höflich anlächelt, vermittelt Ihnen das eine positive Stimmung. Vermeiden Sie es also, das ganze Gespräch über ernst zu schauen. Doch übertreiben Sie es auch nicht mit dem Lächeln, das könnte künstlich oder unpassend wirken.
Sie kennen das selber: Wenn Sie jemand höflich anlächelt, vermittelt Ihnen das eine positive Stimmung. Vermeiden Sie es also, das ganze Gespräch über ernst zu schauen. Doch übertreiben Sie es auch nicht mit dem Lächeln, das könnte künstlich oder unpassend wirken. © fkn
Jeder kennt ihn, den schlaffen Händedruck. Der erste Eindruck ist dadurch schon negativ behaftet. Drücken Sie Ihrem Gesprächspartner mit Nachdruck und Bestimmtheit die Hand - es wird ihm positiv im Gedächtnis bleiben.
Jeder kennt ihn, den schlaffen Händedruck. Der erste Eindruck ist dadurch schon negativ behaftet. Drücken Sie Ihrem Gesprächspartner mit Nachdruck und Bestimmtheit die Hand - es wird ihm positiv im Gedächtnis bleiben. © fkn
Bleiben Sie cool: Wenn Sie sich aus der Ruhe bringen lassen, werden Sie nervös und fangen höchstwahrscheinlich an, an ihrer Jacke oder ihren Händen zu zupfen. Legen Sie lieber die Hände flach vor sich auf den Tisch oder trinken Sie ab und zu einen Schluck Wasser. So hat der Stress gar nicht erst die Möglichkeit, in ihren Händen eine Reaktion auszulösen.
Bleiben Sie cool: Wenn Sie sich aus der Ruhe bringen lassen, werden Sie nervös und fangen höchstwahrscheinlich an, an ihrer Jacke oder ihren Händen zu zupfen. Legen Sie lieber die Hände flach vor sich auf den Tisch oder trinken Sie ab und zu einen Schluck Wasser. So hat der Stress gar nicht erst die Möglichkeit, in ihren Händen eine Reaktion auszulösen. © fkn
Eine schlaffe oder in sich zusammengefallene Körperhaltung lässt Sie auch müde und wenig aktiv wirken. Setzen Sie sich gerade hin, dass wirkt auf das Gegenüber aufmerksam und positiv.
Eine schlaffe oder in sich zusammengefallene Körperhaltung lässt Sie auch müde und wenig aktiv wirken. Setzen Sie sich gerade hin, dass wirkt auf das Gegenüber aufmerksam und positiv. © fkn
Vermeiden Sie es, mit ihren Haaren zu spielen. Auch das zeugt von Nervosität und Unsicherheit.
Vermeiden Sie es, mit ihren Haaren zu spielen. Auch das zeugt von Nervosität und Unsicherheit. © fkn
Gestikulieren Sie nicht wild mit den Händen, so verbreiten Sie nur Hektik. Bleiben Sie gelassen und strukturiert.
Gestikulieren Sie nicht wild mit den Händen, so verbreiten Sie nur Hektik. Bleiben Sie gelassen und strukturiert. © fkn
Aufstützen
Den Kopf aufstützen: Hier könnte man meinen, Ihr Kopf sei zu schwer, so dass sie ihn nicht von allein gerade halten können. Davon sollten Sie absehen. © fkn

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