Polizisten beim Einsatz.
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Super-Recognizer verfügen über eine spezielle Fähigkeit, die bei Polizei wie Behörden gefragt ist.

Jobs für spezielle Anlässe

Nur 1 bis 2 Prozent besitzen diese seltene Fähigkeit, sie ist beim Geheimdienst gefragt – gehören Sie dazu?

  • Andrea Stettner
    VonAndrea Stettner
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Für gewisse Spezialjobs suchen Polizei und Behörden Bewerber mit einer äußerst seltenen, aber wertvollen Fähigkeit. Ob Sie dazu gehören, verrät ein Online-Test.

Super-Recognizer sind Menschen mit einer ganz speziellen Fähigkeit*: Sie erkennen menschliche Gesichter immer wieder. Selbst wenn sie die Person nur einmal im Vorbeigehen gesehen haben, erinnern sich „Super-Erkenner“ noch Jahre später an das Gesicht und können es zuordnen – besser als jede Software. Auch gealterte Gesichter sind für Super-Recognizer kein Problem. Nur ein bis zwei Prozent aller Menschen sollen diese ungewöhnliche Fähigkeit besitzen. Ein Türöffner für so manchen Spezial-Job bei Geheimdiensten, Polizei und sogar Casinos!

Super Recognizer haben Zugang zu Spezial-Jobs bei Polizei und Behörden

„Wir sehen langsam, dass ganze Industrien innerhalb und außerhalb ihrer Organisationen nach Super-Erkennern suchen, damit sie in speziellen Positionen arbeiten, in denen Gesichter identifiziert werden müssen“, sagt der australische Psychologe James Dunn auf dem Karriere-Portal BusinessInsider. Dazu zählen neben Geheimdiensten, Polizei oder anderen Behörden auch Casinos, Sicherheitsdienste und Finanzinstitute. Der Wissenschaftler von der University of New South Wales in Sydney ist Mitautor einer Studie zum Thema Super-Erkenner.

In Deutschland kommen Super-Recognizer auch beim Oktoberfest zum Einsatz. Die Münchener Polizei hatte im Jahr 2018 mithilfe des britischen Psychologen Josh Davis 37 Super-Recognizer in den eigenen Reihen ermittelt. Elizabeth M. ist eine von ihnen. Ihre spezielle Fähigkeit hatte die Polizeibeamtin bis zu diesem Zeitpunkt für nichts Besonderes gehalten: „Ich habe mich nur gelegentlich gewundert, dass das bei manchen Freunden ganz anders ist und sie sich schlechter an Menschen erinnern können“, verriet sie dem Tagesspiegel damals in einem Interview.

Auch interessant: Bewerbungsgespräche scheitern, wenn diese Fähigkeit fehlt.

Die Fähigkeit ist erblich bedingt

Die Fähigkeit, sich Gesichter besonders gut merken zu können, ist laut Wissenschaftlern genetisch bedingt und vererbbar. Auch Erfahrung mit bestimmten Gesichtern helfe Super-Recognizern bei der Erkennung. „In einer neuen Studie konnte eine Frau, die im Krankenhaus mit Babys arbeitet, Babygesichter besser wiedererkennen als andere Super-Recognizer“, berichtet Davis dem Tagesspiegel. Über die Gesichtserkennung hinaus sollen die Erkennungsspezialisten jedoch kein besseres Gedächtnis haben.

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Online-Test für Super Recognizer: Die meisten lösen nur 60 Prozent aller Aufgaben

Wenn Sie denken, Sie könnten auch diese Fähigkeit besitzen, machen Sie den Test! Die Wissenschaftler der Super-Erkenner-Studie haben einen Online-Test entwickelt. Der soll es allerdings in sich haben. „Die meisten erreichen etwa 50 oder 60 Prozent“, verrät der australische Studienautor. Nur wer im Test Werte von 70 Prozent und mehr erreicht, darf sich laut Dunn Super-Recognizer nennen. Die 100-Prozent-Marke hat von 31.000 Testpersonen, die bisher mitgemacht haben, noch niemand erreicht. Der Höchstwert soll laut Dunn bei 97 Prozent liegen. Schaffen Sie mehr? Probieren Sie es aus! Hier gelangen Sie zum Super Recognizer-Test. (as) *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Zentral-Redaktionsnetzwerks.

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Die fünf bestbezahlten Berufe, für die Sie kein Studium brauchen

Um gutes Geld zu verdienen, müssen Sie nicht unbedingt studieren. In manchen Berufen reicht auch eine Ausbildung oder Abitur, um zum Top-Verdiener zu werden.
Um gutes Geld zu verdienen, müssen Sie nicht unbedingt studieren. In manchen Berufen reicht auch eine Ausbildung oder Abitur, um zum Top-Verdiener zu werden. © pixabay
Platz 5: Versicherungskaufmann/-frau - Einstiegsgehalt: 1.800-2.700 Euro brutto. Um in der Versicherungsbranche durchzustarten, benötigen Sie ein gutes Abitur. Die Ausbildung dauert drei Jahre und wird mit durchschnittlich 900 Euro brutto im Monat entlohnt.
Platz 5: Versicherungskaufmann/-frau - Einstiegsgehalt: 1.800-2.700 Euro brutto. Um in der Versicherungsbranche durchzustarten, benötigen Sie ein gutes Abitur. Die Ausbildung dauert drei Jahre und wird mit durchschnittlich 900 Euro brutto im Monat entlohnt. © pixabay
Platz 4: Bankkaufmann/-frau. Einstiegsgehalt: 1.800-2.700 Euro brutto. Sie verdienen anfangs etwa genauso viel wie Versicherungskaufleute, für die Ausbildung reicht aber oft ein Realschulabschluss. Die Ausbildungsdauer beträgt etwa anderthalb bis drei Jahre, dabei verdienen Bankkaufleute etwa 900 bis 1.100 Euro brutto im Monat.
Platz 4: Bankkaufmann/-frau - Einstiegsgehalt: 1.800-2.700 Euro brutto. Sie verdienen anfangs etwa genauso viel wie Versicherungskaufleute, für die Ausbildung reicht aber oft ein Realschulabschluss. Die Ausbildungsdauer beträgt etwa anderthalb bis drei Jahre, dabei verdienen Bankkaufleute etwa 900 bis 1.100 Euro brutto im Monat. © pexels
Platz 3: Vorstandssekretär/-in - Einstiegsgehalt: 3.000-5.000 Euro brutto. In diesem Beruf muss man sich hocharbeiten. Einige Jahre Berufserfahrung als Sekretär-/in bzw. Assistent/-in und Weiterbildungen helfen, aufzusteigen. Eine spezielle Ausbildung gibt es in diesem Bereich nicht, Arbeitgeber fordern meist eine abgeschlossene kaufmännische Ausbildung.
Platz 3: Vorstandssekretär/-in - Einstiegsgehalt: 3.000-5.000 Euro brutto. In diesem Beruf muss man sich hocharbeiten. Einige Jahre Berufserfahrung als Sekretär-/in bzw. Assistent/-in und Weiterbildungen helfen, aufzusteigen. Eine spezielle Ausbildung gibt es in diesem Bereich nicht, Arbeitgeber fordern meist eine abgeschlossene kaufmännische Ausbildung. © pixabay
Platz 2: Pilot/-in - Einstiegsgehalt: 2.900 bis 5.000 Euro brutto. Wie werde ich eigentlich Pilot oder Pilotin? Abitur reicht zunächst. Sie sollten jedoch gute Kenntnisse in Mathematik, Physik und Englisch mitbringen. Die anschließende Ausbildung dauert drei Jahre. Die Krux: Vor der Ausbildung winkt ein umfangreicher  Eignungstest - und Sie bekommen währenddessen kein Geld.
Platz 2: Pilot/-in - Einstiegsgehalt: 2.900 bis 6.500 Euro brutto. Wie werde ich eigentlich Pilot oder Pilotin? Abitur reicht zunächst. Sie sollten jedoch gute Kenntnisse in Mathematik, Physik und Englisch mitbringen. Die anschließende Ausbildung dauert drei Jahre. Die Krux: Vor der Ausbildung winkt ein umfangreicher Eignungstest - und Sie bekommen währenddessen kein Geld. © dpa
Platz 1: Fluglotse/-lotsin - Einstiegsgehalt: etwa 6.000 bis 8.000 Euro brutto. Eine gute Wahl, wenn Sie auch ohne Studium richtig gut verdienen wollen. Fachabitur reicht für diesen verantwortungsvollen Beruf meist nicht, ein gutes Abitur ist nötig. Auch hier müssen Abiturienten erst einen mehrstufigen Eignungstest bestehen - auch einen medizinischen. Anders als Piloten verdienen Fluglotsen während ihrer dreijährigen Ausbildung bereits rund 900 Euro brutto.
Platz 1: Fluglotse/-lotsin - Einstiegsgehalt: etwa 6.000 bis 8.000 Euro brutto. Eine gute Wahl, wenn Sie auch ohne Studium richtig gut verdienen wollen. Fachabitur reicht für diesen verantwortungsvollen Beruf meist nicht, ein gutes Abitur ist nötig. Auch hier müssen Abiturienten erst einen mehrstufigen Eignungstest bestehen - auch einen medizinischen. Anders als Piloten verdienen Fluglotsen während ihrer dreijährigen Ausbildung bereits rund 900 Euro brutto. © dpa

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