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Investition in die Zukunft: Erste Schritte, um einen Gartenbrunnen zu errichten

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Von: Ines Alms

Ein Brunnen im Garten ist praktisch als Wasserquelle für den Haushalt und die Pflanzen. Für eine Trinkwassernutzung benötigt man aber eine Zusatzgenehmigung.

Ob für die Waschmaschine, das WC oder um die Beete zu wässern – ein Brunnen im Garten verspricht scheinbar Unabhängigkeit von der Wasserversorgung aus der Leitung, sowohl in der Menge als auch hinsichtlich der geringeren laufenden Kosten. Doch das trifft nicht immer zu. Und natürlich kann man nicht ohne vorherige Prüfung ein Loch im Garten graben, um Wasser zu gewinnen. Wer das Wasser trinken möchte, muss dies außerdem extra beantragen.

Brunnen bauen im Garten: Gute Planung und Genehmigungen sind nötig

Eine Pumpe mit Wasserauffangbecken im Garten
Das Anlegen eines Brunnens im Garten verläuft nicht immer so romantisch wie vorgestellt. © Panthermedia/Imago

In Deutschland ist das Brunnenbauen gesetzlich geregelt, daher muss man das Vorhaben bei den Behörden melden, bevor man sich an die technische Umsetzung macht. Außerdem spielen die Größe des Gartens und der Grundwasserspiegel eine Rolle, vielleicht ist sogar eine Zisterne eine gute Alternative zum Brunnen. Folgende Punkte sollte man daher bei der Planung eines Gartenbrunnens beachten:

1. Das Errichten eines Brunnens muss in der Regel von den Kommunen genehmigt werden

Hier sollte man sich vorab gut informieren, da es für die Bundesländer in Deutschland oft unterschiedliche Regelungen gibt. Zuständig ist dann meist die untere Wasserbehörde. Ist das erfolgt, vergibt diese eine Grenze für die jährliche Wasserentnahme.

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2. Für die Trinkwassernutzung gibt es besondere Regelungen

Um das Brunnenwasser als Trinkwasser zu nutzen, benötigt man eine Genehmigung vom Gesundheitsamt und eine Wasseranalyse. Wer das Trinkwasser fest mit einkalkuliert hatte, sollte sich überlegen, ob sich der Bau eines Brunnens für eine reine Haushalts- oder Gartennutzung überhaupt lohnen würde. Rund 6000 Euro kann das Brunnenanlegen laut MDR Garten schon kosten, was es oft erst ab einer Gartengröße von 2.000 Quadratmetern rentabel macht, sofern darin viel Obst und Gemüse bewässert werden muss. Wen dies schon abschreckt, für den ist vielleicht die Aufbereitung von Regenwasser im Garten eine einfache Lösung.

3. Die Kernfrage: Ist denn überhaupt genug Wasser da?

Wie das Magazin DasHaus erklärt, ist das nicht selbstverständlich und von der Höhe des Grundwasserspiegels auf dem eigenen Grundstück oder in der Nachbarschaft abhängig. Dies erfährt man bei der zuständigen Wasserbehörde, beim Wasserversorger oder beim Brunnenbauer. Der Grundwasserspiegel sollte im Garten in der Regel nicht weiter als sechs Meter unter der Erde liegen.

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4. Die Lage des Brunnens ist nicht beliebig

Da für den Bau große Geräte nötig sind – die auch ihre Spuren hinterlassen werden –, muss die Stelle gut zugänglich sein. In Garagen oder unter Carports ist kein Brunnenbau möglich.

Hat man diese ersten Überlegungen für sich sortiert, kann man sich den technischen Fragen widmen, beispielsweise ob man einen Rammbrunnen oder Bohrbrunnen anlegen möchte, die auch in unterschiedliche Tiefen reichen und sowohl unterschiedliche Anschaffungs- als auch Folgekosten mit sich bringen.

Man sollte beachten, dass mit einem Gartenbrunnen in den Folgejahren auch andere Verpflichtungen wie regelmäßige Wassergutachten oder die Pflege des Brunnens – beispielsweise ein Winterschutz – auf einen zukommen.

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