Im April sprießen Tulpen im Garten. Damit das so bleibt, sollten Sie die Zwiebelblumen etwas düngen.
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Im April sprießen Tulpen im Garten. Damit das so bleibt, sollten Sie die Zwiebelblumen etwas düngen.

Aussaat, Pflanzungen und Düngen

Diese Gartenarbeiten stehen im April an

  • Franziska Kaindl
    vonFranziska Kaindl
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Der April steht vor der Tür, aber Sie wissen noch gar nicht, welche Arbeiten jetzt im Garten anfallen? Wir haben eine Übersicht zu Aussaat, Pflanzungen & Co. erstellt.

  • Im April ist der Winterschlaf endgültig vorüber.
  • Zwar kann es noch zu Frösten kommen, doch die ersten Pflanzen sprießen aus dem Boden und Blumen zeigen ihre Blüten - die Natur erwacht wieder zum Leben.
  • Was für Hobbygärtner bedeutet: Jetzt beginnt die Arbeit im Garten erst so richtig.
  • Wir haben eine Übersicht zusammengestellt, welche Gartenarbeit im April ansteht.

Samen vorziehen: Diese Pflanzen müssen Sie jetzt vorziehen

Viele Gemüsesorten und Kräuter ziehen es vor, während der kälteren Tage in einer warmen Umgebung vorgezogen zu werden - damit sie nach den letzten Spätfrosten ohne Probleme ins Beet gesetzt werden können. Folgende Pflanzensamen können Sie im April vorziehen:

Aussaat und Pflanzungen: Dieses Gemüse will im April in den Boden

Einige Gemüsesorten und Kräuter mögen im April auch schon direkt in die Erde ausgesät oder gepflanzt werden. Folgende gehören dazu:

  • Mangold, Mohrrüben, Rettich, Rote Bete*, Radieschen, Zwiebel
  • Brokkoli, Rucola, Spinat
  • Frühkartoffeln*
  • Rosenkohl, Blumenkohl
  • Dicke Bohne, Erbse
  • Kräuter wie Beifuß, Bohnenkraut, Dill, Gartenkraut, Kerbel, Kresse, Koriander, Petersilie

Stauden-Beete im Frühjahr auf Vordermann bringen

Bereiten Sie im April Ihre Stauden-Beete vor, indem Sie die oberste Bodenschicht gut lockern. Passen Sie dabei auf, dass Sie im Boden liegende Blumenzwiebeln nicht verletzen. Entfernen Sie zudem übriggebliebenes Laub oder verwelkte Pflanzenteile, damit auch genügend Licht an die neuen Pflanzentriebe gelangt.

Ebenfalls spannend: Das sind die besten Pflanzen für den Balkon.

Jetzt werden Zwiebelblumen gedüngt

Ihr Garten erstrahlt schon in bunten Farben der Tulpen*, Hyazinthen und Narzissen? Damit das so bleibt, sollten Sie die Zwiebelblumen auch weiterhin gut mit Nährstoffen versorgen. Für ihre Blütenpracht haben die Blumen nämlich viel Energie aufgewendet und brauchen jetzt einen Dünger - zum Beispiel einen Kalidünger für Zwiebelblumen - um weiterhin in Topform zu bleiben. Besonders bei sandigen oder nährstoffarmen Böden tut dies den Pflanzen gut.

Diese Sträucher und Ziergehölze werden im April geschnitten

Während für die einen Stauden und Ziergehölze die Blüte erst beginnt, ist sie bei anderen Ende April schon wieder vorbei. Je nach Wetterlage die Forsythie, Rosen*, Schmetterlingssträucher, Gartenhibiskus und die Zierjohannisbeere dazu: Dann wird es Zeit, die Sträucher zurückzuschneiden, damit sie im nächsten Jahr wieder in alter Pracht erblühen können.

Auch interessant: Darum drohen Ihnen bis zu 100.000 Euro Bußgeld, wenn Sie ab März Hecken schneiden.

Schnecken im Garten vorbeugen

Bevor sich Schnecken ab dem Frühjahr in Ihrem Garten breitmachen können, sollten Sie ein paar Vorsorgemaßnahmen treffen. Zum Beispiel gefällt es Schnecken gar nicht, wenn am Morgen gegossen wird, während eine abendliche Bewässerungen die schleimigen Tierchen anlockt. Sie können die Zeit aber auch nutzen, um Grenzstreifen zu bauen, indem Sie Ihre Beete mit Kies, Sand oder Sägespänen umranden. Auf der rauen Oberfläche können Schnecken nicht kriechen und bleiben somit Ihren Pflanzen fern.

Rasen vertikutieren - perfekter Zeitpunkt im April

Im April und Mai ist der Boden besonders regenerationsfähig, weshalb jetzt der ideale Zeitpunkt ist, den Rasen zu vertikutieren*. Dabei wird mit einem Vertikutierer die Grasnarbe vertikal angeritzt, um Mulch, Rasenfilz und Moos zu entfernen, sodass der Boden besser belüftet wird. Achten Sie darauf, dass der Rasen dabei trocken ist.

Lesen Sie auch: Wann und wie oft muss ich den Rasen düngen?

Diese zehn Fehler können Ihren Garten ruinieren

Gießen Sie Ihren Garten eher abends? Dann machen Sie es falsch. Denn es ist immer noch so heiß, dass der Großteil der Feuchtigkeit verdunstet. Deshalb ist die Mittagszeit auch der schlechteste Zeitpunkt, um die Gießkanne auszupacken. Am besten ist es, die Pflanzen morgens gegen sechs Uhr zu bewässern.
Gießen Sie Ihren Garten eher abends? Dann machen Sie es falsch. Denn es ist immer noch so heiß, dass der Großteil der Feuchtigkeit verdunstet. Deshalb ist die Mittagszeit auch der schlechteste Zeitpunkt, um die Gießkanne auszupacken. Am besten ist es, die Pflanzen morgens gegen sechs Uhr zu bewässern. © pixabay/annawaldl
Oft wird beim Gießen nicht besonders darauf geachtet, wieviel Wasser die Pflanzen eigentlich individuell benötigen. So brauchen Sie mediterrane Pflanzen meist nicht so stark bewässern, da sie schwüles Wetter gewöhnt sind. Als Faustregel gilt: Je größer die Blätter, umso mehr Wasser benötigt die Pflanze.
Oft wird beim Gießen nicht besonders darauf geachtet, wieviel Wasser die Pflanzen eigentlich individuell benötigen. So brauchen Sie mediterrane Pflanzen meist nicht so stark bewässern, da sie schwüles Wetter gewöhnt sind. Als Faustregel gilt: Je größer die Blätter, umso mehr Wasser benötigt die Pflanze. © pixabay/annawaldl
Die meisten Hobbygärtner verlassen sich bei der Gartenpflege auf den Rasenmäher mit Fangkorb. Doch dadurch lassen Sie sich eine einfache Gelegenheit den Rasen zu düngen und vor der Hitze zu schützen, durch die Lappen gehen. Lassen Sie stattdessen den Schnitt als Mulch auf dem Rasen liegen - er versorgt ihn mit Nährstoffen und speichert Feuchtigkeit für heiße Tage.
Die meisten Hobbygärtner verlassen sich bei der Gartenpflege auf den Rasenmäher mit Fangkorb. Doch dadurch lassen Sie sich eine einfache Gelegenheit, den Rasen zu düngen und vor der Hitze zu schützen, durch die Lappen gehen. Lassen Sie stattdessen den Schnitt als Mulch auf dem Rasen liegen - er versorgt ihn mit Nährstoffen und speichert Feuchtigkeit für heiße Tage. © pixabay/Counselling
Topfpflanzen bekommen meist genauso viel Zuwendung, wie alle anderen Pflanzen im Garten - doch das ist ein Fehler. Sie brauchen mehr Wasser, da sie von weniger Erde umgeben sind, die die Feuchtigkeit speichern kann. Deshalb müssen Sie täglich ausgiebig bewässert werden. Um die weggewaschenen Nährstoffe wieder herzustellen, brauchen Topfpflanzen zudem eine regelmäßig Düngung.
Topfpflanzen bekommen meist genauso viel Zuwendung, wie alle anderen Pflanzen im Garten - doch das ist ein Fehler. Sie brauchen mehr Wasser, da sie von weniger Erde umgeben sind, die die Feuchtigkeit speichern kann. Deshalb müssen Sie täglich ausgiebig bewässert werden. Um die weggewaschenen Nährstoffe wieder herzustellen, brauchen Topfpflanzen zudem eine regelmäßig Düngung. © pixabay/KIMDAEJEUNG
Zu wenig gießen ist schlecht, aber zu viel gießen, kann auch ein Problem werden. Denn bei Staunässe fangen die Wurzeln der Pflanzen im Erdreich zu faulen an. Gießen Sie also erst wieder, wenn die oberste Erdschicht angetrocknet ist.
Zu wenig gießen ist schlecht, aber zu viel gießen kann auch ein Problem werden. Denn bei Staunässe fangen die Wurzeln der Pflanzen im Erdreich zu faulen an. Gießen Sie also erst wieder, wenn die oberste Erdschicht angetrocknet ist. © pixabay/annawaldl
Das Wasser sollte beim Gießen außerdem nicht auf den Blättern verteilt werden - wie zum Beispiel bei einem Rasensprenger. Feuchte Blätter sind nämlich der perfekte Nährboden für Krankheiten und Pilze. Zielen Sie stattdessen genau auf die Wurzeln oder nutzen Sie ein Tropfbewässerungssystem.
Das Wasser sollte beim Gießen außerdem nicht auf den Blättern verteilt werden - wie zum Beispiel bei einem Rasensprenger. Feuchte Blätter sind nämlich der perfekte Nährboden für Krankheiten und Pilze. Zielen Sie stattdessen genau auf die Wurzeln oder nutzen Sie ein Tropfbewässerungssystem. © pixabay/MIH83
Ein tolle Auswahl an Blumen und Stauden bringt nichts, wenn sie nicht richtig angeordnet sind. Pflanzen, die höher wachsen, sollten in zweiter Reihe stehen, damit die vorderen Blumen gut zu sehen sind und genügend Licht bekommen.
Schon beim Anlegen des Gartens drohen viele Fehler: Ein tolle Auswahl an Blumen und Stauden bringt nichts, wenn sie nicht richtig angeordnet sind. Pflanzen, die höher wachsen, sollten in zweiter Reihe stehen, damit die vorderen Blumen gut zu sehen sind und genügend Licht bekommen. © pixabay/Hans
Beim Anpflanzen scheint das Beet noch ganz leer zu sein - deshalb neigen Hobbygärtner gerne dazu, die Zwiebeln und Samen dicht anzuordnen. Gedeihen die Pflanzen allerdings erst einmal, wird es schnell eng im Beet. Damit sie sich nicht gegenseitig beim Wachsen behindern, sollten Sie beachten, wie hoch und breit die Pflanzen werden können.
Beim Anpflanzen scheint das Beet noch ganz leer zu sein - deshalb neigen Hobbygärtner gerne dazu, die Zwiebeln und Samen dicht anzuordnen. Gedeihen die Pflanzen allerdings erst einmal, wird es schnell eng im Beet. Damit sie sich nicht gegenseitig beim Wachsen behindern, sollten Sie beachten, wie hoch und breit die Pflanzen werden können - und dementsprechend mehr Platz einberechnen. © pixabay/Gellinger
Auch für das Düngen braucht es ein gutes Händchen. Die einen machen es zu oft, die anderen überhaupt nicht. Doch zweimal im Jahr - Frühjahr und Herbst - sollten Sie Ihren Pflanzen diese Nährstoffzufuhr gönnen. Dazu reicht es, dem Boden einfach eine gute Menge Kompost hinzuzufügen.
Auch für das Düngen braucht es ein gutes Händchen. Die einen machen es zu oft, die anderen überhaupt nicht. Doch zweimal im Jahr - Frühjahr und Herbst - sollten Sie Ihren Pflanzen diese Nährstoffzufuhr gönnen. Dazu reicht es, dem Boden einfach eine gute Menge Kompost hinzuzufügen. © pixabay/Jing
Wenn manche Pflanzen nicht so wachsen wollen, wie sie sollen, liegt das nicht immer an der Pflege - sondern am Boden selbst. Vielleicht ist er zu sauer oder kalkig, zu sandig oder zu lehmig. Deshalb dürfen Sie nicht vergessen, vorher schon eine Bodenprobe zu nehmen und diese untersuchen zu lassen - damit Sie dem Erdreich den richtigen Dünger zufügen können.
Wenn manche Pflanzen nicht so wachsen wollen, wie sie sollen, liegt das nicht immer an der Pflege - sondern am Boden selbst. Vielleicht ist er zu sauer oder kalkig, zu sandig oder zu lehmig. Deshalb dürfen Sie nicht vergessen, vorher schon eine Bodenprobe zu nehmen und diese untersuchen zu lassen - damit Sie dem Erdreich den richtigen Dünger zufügen können. © pixabay/mjordano

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