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Stromfresser Kühlschrank: So können Sie Ihren Stromverbrauch senken

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Von: Ömer Kayali

Wussten Sie, dass der Kühlschrank einer der größten Stromfresser im Haushalt ist? Mit ein paar Kniffen können Sie den Stromverbrauch sofort senken.

Kühlschränke sind ständig in Betrieb. Aus diesem Grund zählen die Geräte zu den größten Stromfressern in Ihrem Haushalt. Laut Chip.de sind sie sogar für fast 20 Prozent des Stromverbrauchs verantwortlich. Daran lässt sich aber kaum etwas ändern – oder etwa doch? Tatsächlich können Sie den Energieverbrauch zumindest ein wenig einschränken, wenn Sie einige Dinge beachten.

Ältere Kühlschränke verbrauchen mehr Strom

Ist Ihr Kühlschrank mittlerweile zehn Jahre alt oder älter? Die Umrüstung auf einen neueres Modell kann den Energieverbrauch um bis zu 40 Prozent senken. Zwar ist die Anschaffung recht teuer, aber durch den effizienteren Stromverbrauch sparen Sie auf Dauer viel Geld. Ob Ihr Kühlschrank wirklich zu den Stromfressern in Ihrem Haushalt gehört, oder ob andere Geräte noch viel mehr verbrauchen, finden Sie ganz einfach heraus.

Das Tiefkühlfach sollte sich oben befinden

Das ist zwar bei vielen Geräten der Fall, dennoch entscheiden sich wohl die meisten Menschen nicht aus Gründen der Energie-Effizienz für diese Modelle. Denn Kühlschränke mit oben angebrachtem Gefrierfach verbrauchen zehn bis 25 Prozent weniger Energie als Modelle, bei denen sie sich unten befinden. Bei letzteren werden zusätzliche Lüfter benötigt, welche die kalte Luft nach oben befördern. Moderne Kühlschränke nutzen stattdessen den natürlichen Effekt der kalten Luft, die aufgrund ihrer höheren Dichte nach unten sinkt und dadurch den unteren Bereich kühlt. Dort wird sie wärmer und steigt wieder nach oben – ein Kreislauf entsteht, durch den der ganze Kühlschrank gekühlt wird.

Sind die Dichtungen wirklich dicht?

Die Dichtungen an der Kühlschranktür sorgen dafür, dass die kalte Luft im Inneren eingeschlossen bleibt. Mit der Zeit können sie jedoch nachlassen, sodass die kalte Luft entweichen kann.

So prüfen Sie die Dichtungen Ihres Kühlschranks: Schließen Sie die Kühlschranktür und klemmen Sie ein Stück Papier oder einen Geldschein zwischen Dichtung und Tür. Wenn Sie beim Herausziehen des Geldscheins einen Widerstand spüren, ist die Dichtung in Ordnung. Lässt er sich jedoch leicht herausziehen, muss die Dichtung Ihres Kühlschranks möglicherweise gereinigt oder ausgetauscht werden. Alternativ können Sie abends – oder wenn Ihre Küche abgedunkelt ist – eine Taschenlampe in den Kühlschrank legen und die Kühlschranktür schließen. Ist das Licht zu sehen, ist die Dichtung nicht mehr dicht.

Stellen Sie den Kühlschrank nicht zu kalt ein

Wenn die Temperatur in Ihrem Kühlschrank zu niedrig eingestellt ist, verbraucht er mehr Strom, um die niedrige Temperatur aufrechtzuerhalten. Außerdem kann sich Frost bilden, der die Effizienz des Geräts beeinträchtigt. Laut der Deutschen Energie-Agentur (via Chip) ist eine Temperatur von sieben Grad empfehlenswert, doch viele Menschen stellen null bis fünf Grad ein. Schon zwei Grad kälter würden den Stromverbrauch rund zehn Prozent erhöhen. Wenn sich schon eine Eisschicht an den Innenwänden gebildet hat, sollten Sie den Kühlschrank abtauen. Neben dem Kühlschrank frisst übrigens auch die Waschmaschine jede Menge Energie. Doch mit den richtigen Einstellungen an der Waschmaschine sparen Sie viel Strom.

Positionieren Sie Ihren Kühlschrank nicht an einer Wärmequelle

Der Standort Ihres Kühlschranks kann ein weiterer Faktor sein, der sich auf den Energieverbrauch auswirkt. Wenn er zum Beispiel jeden Tag in der Sonne steht oder direkt neben Herd oder Backofen steht, muss der Kühlschrank mehr arbeiten. Platzieren Sie das Gerät daher in ein möglichst kühles und schattiges Eck.

Hätten Sie‘s gewusst? Auch zur Warmwasserbereitung wird im Haus einiges an Energie benötigt. Mit den richtigen Tricks lässt sich schon durch richtiges Duschen der Gasverbrauch senken. Und auch beim Heizen lässt sich jede Menge Energie sparen, wenn Sie die Temperatur richtig regeln. (ök)

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